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guss|asphalt  
Technische Informationen  
Gussasphalt auf  
kommunalen Verkehrsflächen  
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Informationen über Gussasphalt  
Veröffentlichungen über Gussasphalt  
Heft-Nr.  
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Titel  
Straßen, Wege, Plätze  
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Industrieestriche aus Gussasphalt  
Beläge für Parkhäuser, Tiefgaragen, Hofkellerdecken und Rampen  
Gussasphalt von A bis Z – Bauweisen  
Gussasphalt in Anlagen mit wassergefährdenden Stoffen  
Bauwerksabdichtungen  
Schwimmende Gussasphaltestriche  
Brücken, Tröge, Tunnel  
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Der Asphalttaschenkalender bietet in jährlicher Neufassung auf mehr als 150 Seiten wertvolle Informationen  
über die Anwendung und Eigenschaften von Asphalt, Bitumenwerkstoffen und insbesondere Gussasphalt.  
Er kann gegen eine Schutzgebühr bei der Beratungsstelle für Gussasphaltanwendung e. V. bezogen werden.  
Informationen über Gussasphalt ISSN 0172-3138  
herausgegeben  
erarbeitet  
von der bga Beratungsstelle für Gussasphaltanwendung e.V.  
von der Technischen Kommission der bga:  
Dipl.-Ing. L. Driske  
Zaventem  
Stuttgart  
Berlin  
Dipl.-Ing. R. Flößer  
Dipl.-Ing. A. Götze  
Dipl.-Ing. M. Hantke  
Dipl.-Ing. N. Hüttermann  
Dipl.-Ing. S. Könneke  
Dipl.-Ing. H. Marossow  
Dipl.-Ing. P. Rode  
Bürstadt  
Essen  
Dortmund  
Neubrandenburg  
Bonn  
Dipl.-Ing. H.-J. Schriek  
Dipl.-Ing. S. Sadzulewsky  
Dipl.-Ing. T. Sikinger  
Dipl.-Ing. H. Steidl  
Mülheim/Mosel  
Dorsten  
Hamburg  
Mülheim/Mosel  
Essen  
Dipl.-Ing. E. Taube  
Dr.-Ing. N. Weiland  
Dipl.-Ing. D. Wietstock  
Hanau  
Brunsbüttel  
hergestellt  
von inpuncto druck+medien gmbh, Bonn  
zu beziehen  
von der bga Beratungsstelle für Gussasphaltanwendung e.V.  
Dottendorfer Str. 86, 53129 Bonn  
Telefon 02 28/23 98 99, Fax 02 28/23 93 99  
© Alle Rechte vorbehalten  
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Technische Informationen über Gussasphalt  
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Gussasphalt auf kommunalen Verkehrsflächen  
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Technische Information über Gussasphalt  
Gussasphalt auf kommunalen Verkehrsflächen  
Inhalt  
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Allgemeines  
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Baustoffe und Baustoffgemische  
2.1 Gesteinskörnungen  
2.2 Bindemittel  
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2.3 Gussasphalt  
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Eigenschaften von Gussasphaltdeckschichten  
Regelwerke  
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5
Planungsgrundsätze  
5
Anwendung  
6
6.1 Gleisbereiche  
6
6.1.1 Grundlagen  
6
6.1.2 Aufbau der Flächenbefestigung  
6.1.3 Gussasphaltsorten  
6.1.4 Einbauhinweise  
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6.1.5 Gestaltungshinweise  
6.2 Busspuren, Bushaltestellen, Bahnsteige  
6.2.1 Grundlagen  
7
7
7
6.2.2 Aufbau der Flächenbefestigung  
6.2.3 Gussasphaltsorten  
6.2.4 Einbauhinweise  
8
8
8
6.2.5 Gestaltungshinweise  
6.3 Kreisverkehrsflächen  
6.3.1 Grundlagen  
8
8
8
6.3.2 Aufbau der Flächenbefestigung  
6.3.3 Gussasphaltsorten  
6.3.4 Einbauhinweise  
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9
9
6.3.5 Gestaltungshinweise  
6.4 Rad- und Gehwege  
6.4.1 Grundlagen  
9
9
9
6.4.2 Aufbau der Flächenbefestigung  
6.4.3 Gussasphaltsorten  
6.4.4 Einbauhinweise  
9
9
9
6.4.5 Gestaltungshinweise  
6.5 Geneigte Verkehrsflächen  
6.5.1 Grundlagen  
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10  
10  
10  
10  
10  
11  
11  
6.5.2 Aufbau  
6.5.3 Gussasphalt  
6.5.4 Einbauhinweise  
6.5.5 Gestaltungshinweise  
6.6 Randstreifen, Rinnen und Wasserläufe  
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Informationen über Gussasphalt  
6.6.1 Grundlagen  
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6.6.2 Aufbau der Flächenbefestigung  
6.6.3 Gussasphalt  
6.6.4 Einbauhinweise  
6.6.5 Gestaltungshinweise  
6.7 Spielstraßen, Schulhöfe, Sportflächen und verkehrsberuhigte Bereiche  
6.7.1 Grundlagen  
6.7.2 Aufbau der Flächenbefestigung  
6.7.3 Gussasphalt  
6.7.4 Einbauhinweise  
6.7.5 Gestaltungshinweise  
6.8 Innerstädtische Gestaltung  
6.8.1 Grundlagen  
6.8.2 Aufbau der Flächenbefestigung  
6.8.3 Gussasphalt  
6.8.4 Einbauhinweise  
6.8.5 Gestaltungshinweise  
6.9 Treppen mit Gussasphalt  
6.9.1 Grundlagen  
6.9.2 Aufbau der Flächenbefestigung  
6.9.3 Gussasphalt  
6.9.4 Einbauhinweise  
6.10 Gussasphalt auf Holzbrücken  
6.10.1 Grundlagen  
6.10.2 Aufbau der Flächenbefestigung  
6.10.3 Gussasphalt  
6.10.4 Einbauhinweise  
6.10.5 Gestaltungshinweise  
Sanierung von Verkehrsflächen mit Gussasphalt  
7.1 Verkehrsflächen aus Beton  
7.2 Verkehrsflächen aus Asphalt  
7.3 Verkehrsflächen aus Pflaster  
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Gussasphalt auf kommunalen Verkehrsflächen  
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„„ Verkehrsflächen, die nicht mit Kipp-LKW´s be-  
1 Allgemeines  
schickt werden können, wie z.B.  
In dieser Technischen Information werden Gussas-  
phaltdeckschichten behandelt. Ihr Einbau setzt eine  
tragfähige Unterlage voraus. Diese besteht im Regel-  
fall aus einer Asphaltbinderschicht oder Asphalttrag-  
schicht; auch Betonflächen sind – ggf. mit zusätzli-  
chen Maßnahmen – als Unterlage geeignet.  
„„ Unterführungen/Tunnel  
„„ mit Baumbestand im Einbaugrenzbereich  
„„ Verkehrsflächen, auf denen eine maschinelle Ver-  
dichtung nicht möglich ist, wie z.B.  
„„ Randbereich zu aufgehenden Bauteilen  
„„ unterkellerte Hofflächen  
Gussasphaltdeckschichten werden seit mehr als 100  
Jahren in Verkehrsflächen eingesetzt.  
„„ zu überbauende Gewölbe  
„„ Verkehrsflächen mit Zufahrtsbeschränkungen,  
wie z.B.  
Vorteile von Gussasphalt sind:  
„„ Innenhöfe mit schmalen Zugängen  
„„ hohe Verformungsbeständigkeit  
„„ hohe Griffigkeit, die auch nach langjähriger Nut-  
zung den Anforderungen entspricht  
„„ lange Nutzungsdauer, weil alterungsbeständig  
durch geschlossene Oberfläche  
„„ Ingenieurbauwerken mit begrenzter Belastbar-  
keit, wie z.B.  
„„ Fussgängerbrücken  
„„ umweltfreundliche Wiederverwertbarkeit  
„„ wartungsarm und dadurch kostengünstig in der  
Unterhaltung  
Zusätzlich zum Einsatz als Deckschicht auf hoch be-  
lasteten Straßen eignet sich die Gussasphaltbauweise  
auch im Bereich von gering belasteten Verkehrsflä-  
chen, wie z.B.  
„„ hält die optimale Verarbeitungstemperatur über  
mindestens 8 h, wegen des Antransportes in ei-  
nem Fahrkocher  
„„ für Radwege und Gehwege  
„„ hoher Fahrkomfort wegen Fugenlosigkeit  
„„ auf Grund der höheren Herstelltemperatur auch  
bei schlechten Witterungsbedingungen noch  
verwendbar  
„„ hoher Laufkomfort für Jogger, weil keine  
Auswaschung möglich ist wie bei wasserge-  
bundenen Wegedecken  
„„ schlechter Wärmeleiter  
„„ schlechter Schallleiter  
„„ keine Unkrautbekämpfung nötig wie bei  
Pflasterflächen wegen Fugenlosigkeit und  
deshalb niedrigste Unterhaltungskosten  
Deshalb ist Gussasphalt besonders geeignet für:  
„„ Winterreparaturen von Straßen  
„„ Notreparaturen/provisorische Schließungen für  
schnelle Verkehrsfreigabe zu jeder Jahreszeit  
„„ die Herstellung von Zwickeln, Aufweitungen und  
amorphe Flächen  
„„ optisch gestaltbar als Einstreudecke (Olympi-  
amastix s. 6.4.5)  
„„ Sport – und Bolzplätze  
„„ sehr robust gegenüber Verschmutzungen  
durch  
„„ die Herstellung von fugenlosen Pendelrinnen im  
Stadtstraßenbau  
– Abfälle und Flüssigkeiten  
– Oberflächenabrieb durch Fahrzeugreifen  
– Vandalismus  
„„ die Schließung von kleinflächigen Aufgrabungen  
5–100 m²  
„„ die Einfassung von Einbauten wie Schieberkap-  
pen, Regenwasserabläufen…  
„„ sehr leicht zu reinigen  
„„ für Gehwege im Innen- und Außenbereich von  
„„ Verkehrsflächen, die nicht mit Fertiger eingebaut  
werden können wie z.B.  
Shopping-Malls  
„„ hoher Gehkomfort durch ebene Oberfläche  
„„ auf schmalen Gehwegen  
„„ geringe Lärmentwicklung beim Befahren  
„„ auf Wegen mit Borden, die nicht überfahren  
werden dürfen  
mit Einkaufswagen  
„„ in Bereichen, bei denen der Landschafts-/  
Grünflächenbau schon abgeschlossen ist  
„„ Erleichterung beim Winterdienst durch  
Ebenheit und Fugenlosigkeit  
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Informationen über Gussasphalt  
mit einem harten Bitumen, zu einer erhöhten Emp-  
findlichkeit im Tieftemperaturbereich führen. Es ist  
daher abzuwägen, welche Eigenschaften im jeweili-  
gen Anwendungsfall vorrangig gegeben sein sollen.  
Z.B. kann, in Abstimmung mit der Einbaufirma, die  
Wahl eines weicheren Bindemittels mit Zusatz vor-  
teilhaft sein.  
2 Baustoffe und Baustoffgemische  
2.1 Gesteinskörnungen  
Die Gesteinskörnungen sind in den „Technischen Lie-  
ferbedingungen für Gesteinskörnungen im Straßen-  
bau“ TL Gestein-StB definiert.  
Im Regelfall werden natürliche Gesteinskörnungen  
verwendet. Es können aber auch geeignete industriell  
hergestellte Gesteinskörnungen eingesetzt werden.  
2.3 Gussasphalt  
Gussasphalt ist eine dichte, in heißem Zustand gieß-  
und streichbare Masse aus Grobe Gesteinskörnung,  
Feine Gesteinskörnung, Füller und Bitumen oder Bi-  
tumen und Zusätze.  
2.2 Bindemittel  
Für die Herstellung von Gussasphalt werden mittel-  
harte und harte Straßenbaubitumen und polymermo-  
difizierte Bitumen nach TL Bitumen, in der Regel mit  
viskositätsreduzierenden Zusätzen zur Verringerung  
der Verarbeitungstemperatur, verwendet. Härte und  
Menge des Bitumens haben bestimmenden Einfluss  
auf die Eigenschaften des Gussasphalts. Diese können  
darüber hinaus durch Zusätze, wie z.B. Naturasphalt,  
unterschiedlichen Beanspruchungen spezifisch ange-  
passt werden.  
Das Gesteinskörnungsgemisch ist hohlraumarm zu-  
sammengesetzt. Alle Gesteinskörnungen müssen  
frost- und verwitterungsbeständig sein. Der Bindemit-  
telgehalt ist so auf die Hohlräume des Gesteinskör-  
nungsgemisches abgestimmt, dass diese in der fertigen  
Schicht ausgefüllt sind. Bei Verarbeitungstemperatur  
hingegen stellt sich wegen des höheren Temperatur-  
ausdehnungskoeffizienten des Bitumens gegenüber  
dem der Gesteinskörnungen ein geringer Volumen-  
überschuss an Bitumen ein. Dieser ist für die Verarbeit-  
barkeit erforderlich.  
Bitumen ist ein nahezu nicht flüchtiges und ab-  
dichtendes erdölstämmiges Produkt, das auch in Na-  
turasphalt vorkommt und in Toluol vollständig oder  
nahezu vollständig löslich ist. Bei Umgebungstempe-  
ratur ist es hochviskos oder nahezu fest. Es wird bei  
der Destillation geeigneter Erdöle gewonnen und  
kann durch weitere Bearbeitung in unterschiedlichen  
Arten und Sorten hergestellt werden.  
Bei der Zusammensetzung des Gussasphalts sind ins-  
besondere zu berücksichtigen und in der Leistungsbe-  
schreibung anzugeben:  
„„ der vorgesehene Verwendungszweck  
„„ klimatische und örtliche Verhältnisse  
„„ Verkehrslasten und Belastungsarten.  
Bitumen darf daher nicht mit Teer, einem kohlestäm-  
migen Produkt, verwechselt werden, da es sich hierbei  
um unterschiedliche Stoffgruppen handelt. Teerhalti-  
ge Produkte dürfen in Deutschland nicht als Baustoffe  
im gebundenen Straßenoberbau verwendet werden;  
in Gussasphalt wurden sie noch nie verwendet.  
Unter Berücksichtigung dieser Angaben bleibt die Zu-  
sammensetzung des Mischguts dem Auftragnehmer  
überlassen.  
Die Wahl des Größtkorns im Gesteinskörnungsge-  
misch richtet sich in erster Linie nach der vorgesehe-  
nen Einbaudicke. Der erforderliche Bindemittelgehalt  
wird für das ausgewählte Gesteinskörnungsgemisch  
im Rahmen einer Erstprüfung ermittelt.  
Bei Verwendung von Polymerbitumen oder Poly-  
merzusätzen ist es erforderlich, die Verarbeitungs-  
bedingungen der Lieferanten zu beachten, um die  
Polymeranteile bei Verarbeitungstemperatur nicht  
zu schädigen.  
Die Prüfung der Eindringtiefe am Probewürfel wird  
nach DIN EN 12697-20 durchgeführt. Über die Ein-  
dringtiefe ist die Beurteilung der Standfestigkeit ei-  
nes Gussasphalts möglich.  
Zur Herstellung eingefärbter Gussasphalte werden  
einfärbbare Bindemittel und spezielle, temperatur-  
beständige Farbpigmente eingesetzt.  
Viskositätsreduzierende Zusätze müssen eingesetzt  
werden, um die Verarbeitungstemperatur von Gus-  
sasphalt auf weniger als 230 °C zu senken. Bei Ge-  
brauchstemperatur bedeutet dies eine Erhöhung des  
Verformungswiderstandes. Das kann, in Verbindung  
Gussasphalte mit Sonderbindemitteln und Farbpig-  
menten sind nicht in den ZTV Asphalt oder TL Gestein/  
TL Bitumen geregelt. Es handelt sich hier um Son-  
dervarianten die einer einzelvertraglichen Regelung  
bedürfen. So ist unter anderem zu berücksichtigen,  
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Gussasphalt auf kommunalen Verkehrsflächen  
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dass eingesetzte Gesteinskörnungen im Zuge des ge-  
stalterischen Schwerpunktes nicht zwangsläufig den  
Anforderungen der Straßenbauvorschriften entspre-  
chen können und müssen. (möglich sind z.B. farbi-  
ge Gesteine {Granit, Dolomit…}, Glas, Metallsplitter,  
Schlackegranulat).  
den Bau von Verkehrsflächenbe-  
festigungen aus Asphalt  
ZTV A-StB2)  
Zusätzliche Technische Vertrags-  
bedingungen und Richtlinien für  
Aufgrabungen in Verkehrsflä-  
chen  
ZTV BEA-StB2)  
Zusätzliche Technische Vertrags-  
bedingungen und Richtlinien für  
die bauliche Unterhaltung von  
Verkehrsflächen – Asphaltbau-  
weisen  
3. Eigenschaften von Gussasphalt-  
deckschichten  
Gussasphalt erfordert im Gegensatz zu Walzasphalt  
keine Verdichtung. Er kann daher auch in Bereichen ein-  
gebaut werden, wo eine Verdichtung nicht möglich ist.  
TL Asphalt-StB2)  
Technische Lieferbedingungen für  
Asphaltmischgut für den Bau von  
Verkehrsflächenbefestigungen  
Gussasphaltdeckschichten  
Richtlinien, Merkblätter, Empfehlungen  
„„ können in ihrer Oberflächentextur unterschied-  
lichen Anforderungen (Lärmminderung, Rutsch-  
hemmung, Optik) angepasst werden,  
„„ die mit Splitt abgestreut sind, weisen bereits bei  
Verkehrsfreigabe eine hohe Griffigkeit auf, die  
nachgewiesenermaßen über einen sehr langen  
Zeitraum erhalten bleibt,  
RStO2)  
Richtlinien für die Standardi-  
sierung des Oberbaus von Ver-  
kehrsflächen  
RAS-Ew2)  
Richtlinien für die Anlage von  
Straßen, Teil: Entwässerung  
„„ können auch in großen Flächen fugenlos herge-  
stellt werden,  
zu beziehen bei:  
1) Beuth Verlag GmbH, 10772 Berlin  
„„ sind unempfindlich gegen Witterungseinflüsse,  
tausalz- und alterungsbeständig,  
2) FGSV-Verlag, Wesselingstr. 17, 50999 Köln  
„„ sind beständig gegen Huminsäuren und eine  
Vermoosung, wie z.B. bei Betonflächen, kann  
nicht auftreten,  
5. Planungsgrundsätze  
„„ sind ökonomisch, weil Instandsetzungsarbeiten  
erst nach langer Nutzungszeit erforderlich wer-  
den,  
Dicken und Zusammensetzungen der Schichten sind  
im Wesentlichen von der Funktion der Verkehrsflä-  
che, der Verkehrsbelastung, den Bodenverhältnissen  
und der Bauweise abhängig.  
„„ sindumweltfreundlich, weilGussasphaltzu100%  
wiederverwertet werden kann.  
Hierbei ist zusätzlich nach normaler und besonderer  
Beanspruchung entsprechend den RStO zu unter-  
scheiden.  
4. Regelwerke  
VOB  
Verdingungsordnung für Bauleis-  
tungen  
Besonderen Beanspruchungen durch Schwerverkehr  
können Verkehrsflächen unterliegen, z.B.:  
ATV-DIN 183171)  
Verkehrswegebauarbeiten; Ober-  
bauschichten aus Asphalt  
„„ bei spurfahrendem Verkehr und enger Kurven-  
fahrt,  
Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen des  
Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infra-  
struktur (BMVDI) zur VOB:  
„„ bei langsam fahrendem Verkehr,  
„„ bei häufigen Brems- und Beschleunigungsvor-  
gängen,  
ZTV Asphalt-StB2) Zusätzliche Technische Vertrags-  
„„ in Kreuzungs- und Einmündungsbereichen,  
„„ bei stehendem oder „Stop-and-go-Verkehr“.  
bedingungen und Richtlinien für  
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Informationen über Gussasphalt  
Diese Beanspruchungen werden verstärkt durch kli-  
Diese Bauweisen sind aber vor allem wegen:  
matische Einflüsse, wie  
„„ des hohen Zeit- und Kostenaufwands bei der  
Herstellung,  
„„ besonders hohe Temperaturen über längere Zeit-  
räume,  
„„ des hohen Instandhaltungsaufwandes,  
„„ der Geräuschentwicklung bei überrollendem  
Verkehr,  
„„ intensive Sonneneinstrahlung, z.B. auf Süd-  
hanglagen.  
Bei ruhendem Verkehr müssen neben Häufigkeit  
und Schwere auch die Dauer der Belastung und die  
Temperaturabstrahlung der Fahrzeuge berücksichtigt  
werden. Bei ruhendem Schwerverkehr sind besonders  
verformungsbeständige Baustoffgemische einzuset-  
zen.  
immer mehr durch den Einbau von Asphaltdecken  
ersetzt worden.  
Der Einbau von Walzasphalt zwischen und neben  
Gleisanlagen ist schwierig, weil eine gleichmäßige  
Verdichtung kaum möglich ist. Diese bautechnischen  
Anforderungen in Verbindung mit den Einbaubedin-  
gungen, haben dazu geführt, dass heute überwie-  
gend Gussasphalt als Fahrbahndeckschicht in Gleis-  
körpern eingebaut wird.  
Obwohl die genannten Regelwerke grundsätzlich für  
alle Verkehrsflächen angewendet werden können,  
gibt es Anwendungsgebiete, Bauweisen oder Beson-  
derheiten, die zusätzliche Überlegungen erforderlich  
machen. Das betrifft z.B. farbige Gussasphalte, farbig  
abgestreute Deckschichten aber auch Einbauverfah-  
ren.  
Hinzu kommt, dass aufgrund der Geometrie der Ein-  
bauflächen in Gleiskreuzungen, Weichensystemen  
und in den Bereichen neben den Gleisen (Anschluss an  
die angrenzende Fahrbahn) ohnehin ein Handeinbau  
erforderlich wird.  
Es wird empfohlen, sich bereits in der Planungsphase  
mit Fachunternehmen mit entsprechenden Referen-  
zen zu beraten.  
Gussasphalt benötigt keine Verdichtung und kann bei  
den oben beschriebenen Einbaubedingen auch von  
Hand im Gleisbereich eingebaut werden. Der Einsatz  
von Einbaubohlen ist nur bei längeren Bauabschnit-  
ten ohne laufenden Straßenbahnverkehr sinnvoll.  
6.  
Anwendung  
Gleisbereiche  
6.1  
6.1.1 Grundlagen  
In etlichen Kommunen sind Gleisanlagen ganz oder  
teilweise Bestandteil von Straßen. Aus der gemeinsa-  
men Nutzung der Verkehrsflächen durch Kraftfahr-  
zeuge und Schienenfahrzeuge, ergeben sich beson-  
dere Anforderungen an den Gleis- und Straßenbau.  
Die Konstruktion des Gleiskörpers und der Straßenbe-  
festigung werden von unterschiedlichen technischen  
Anforderungen bestimmt, die aufeinander abzustim-  
men sind. Diese Abstimmung muss zwischen den zu-  
ständigen Baulastträgern der Straße, den Kommunen  
und den Betreibern der Gleisanlagen, d.h. den Betrie-  
ben des öffentlichen Nahverkehrs, erfolgen.  
Abb. 1: Einbau Gussasphalt von Hand im Gleisbereich  
6.1.2 Aufbau der Flächenbefestigung  
Gussasphalt ist praktisch hohlraumfrei und nimmt  
kein Wasser auf. In Verbindung mit dem Einbau von  
bitumenhaltigen Fugenvergußmassen zum Schließen  
der Fugen zwischen Schiene und Gussasphaltdeck-  
schicht, wird so ein Wassereintritt in den Oberbau des  
Gleiskörpers und damit Frost- und Korrosionsschäden  
SchwerpunktdesStraßenbausinGleisbereichenistdie  
Herstellung der Fahrbahndecke, die als oberster Teil  
des Gleisoberbaus verstanden wird. Die Fahrbahnde-  
cke kann aus Beton, Pflaster oder Asphalt bestehen. In  
der Vergangenheit dominierten Fahrbahndecken aus  
Natur-, Schlacke- oder Betonsteinpflaster.  
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Gussasphalt auf kommunalen Verkehrsflächen  
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entgegengewirkt. Die Ausbildung der Fugen kann  
bei Gussasphaltdeckschichten technisch und wirt-  
schaftlich einfach durch Abstellen mittels Stahllehren  
oder hitzebeständigen Kunststoffprofilen erfolgen,  
an die der Gussasphalt höhengerecht angearbeitet  
werden kann. Alternativ wird der Fugenspalt auch  
mit zwangsgeführten Fräsen nach dem Gussasphalt-  
einbau hergestellt.  
ausgeführt werden, unbedingt darauf zu achten, dass  
der Abstreusplitt vom Fahrkopf der Schiene entfernt  
wird, bevor ein Schienenfahrzeug in den Baustellen-  
bereich einfährt.  
Der Einsatz von kleinen Walzen oder Handwalzen  
zum Andrücken des Splitts wird bei Handsplittung  
empfohlen, um eine gleichmäßige Oberflächenstruk-  
tur zu erzeugen.  
6.1.3 Gussasphaltsorten  
6.1.5 Gestaltungshinweise  
Aufgrund der Vorgaben der Baulastträger und den  
Betrieben des öffentlichen Nahverkehrs, haben sich  
unterschiedliche Bauweisen herausgebildet. Gussas-  
phaltdeckschichten werden im Regelfall mit Schicht-  
dicken zwischen 3 cm und 4 cm hergestellt. In Ab-  
hängigkeit der Schichtdicke werden Gussasphalte mit  
Körnungen 0/5, 0/8 oder 0/11 eingebaut.  
Durch den Einsatz von natürlichen, farbigen und für  
den Anwendungsbereich geeigneten Splitten, die  
mit farblosem Bitumen vorumhüllt werden, kann  
die Gussasphaltdeckschicht farblich gestaltet werden.  
Dies ermöglicht sowohl die Abgrenzung des Gleiskör-  
pers im Lichtraumprofil der Schienenfahrzeuge zum  
angrenzenden Straßenraum, als auch die farbliche  
Abgrenzung querender Rad- und Gehwege.  
Gussasphaltdeckschichten im Gleisbereich werden:  
6.2  
Busspuren, Bushaltestellen, Bahnsteige  
„„ direkt auf einer Betonunterlage und einer Trenn-  
lage aus Glasvlies (oder Estrichpapier) in einer  
Dicke bis zu 4 cm verlegt oder  
6.2.1 Grundlagen  
Bei diesen drei Flächenarten handelt es sich um Flä-  
chen, die dem öffentlichen Personenverkehr dienen.  
Sie unterscheiden sich jedoch stark in der Verkehrsbe-  
lastung: Während auf Busspuren von Straßen in der  
Regel Busse in Bewegung sind und der Verkehr fließt,  
herrscht an Bushaltestellen überwiegend ruhender  
Verkehr als Folge der stehenden Busse. Bahnsteige  
werden dagegen üblicherweise nicht von schweren  
Fahrzeugen befahren, sondern nur von Fahrgästen  
begangen. Im Unterschied zu LKW-Parkplätzen wer-  
den Bushaltestellen nicht nur statisch belastet.  
„„ auf einer Asphaltbinderlage im Verbund, mit  
Haftkleber auf der Betonunterlage in einer Dicke  
von 3 cm bis 4 cm verlegt oder  
„„ bei besonderer Beanspruchung der Fläche, auch  
zweilagig mit einer Trennlage auf der Betonun-  
terlage eingebaut oder  
„„ ein- oder zweilagig im Verbund mit einer Poly-  
merbitumen-Schweißbahn auf einer Betonun-  
terlage mit Epoxidharz-Grundierung eingebaut.  
6.1.4 Einbauhinweise  
Der Einbau einer Asphaltbinderschicht dient der bes-  
seren Aufnahme von Schubkräften und als Dampfdif-  
fusionsschicht unter dem Gussasphalt. Asphalt-Trag-  
schichten werden in Gleiskörpern wegen der Ver-  
dichtungsprobleme zwischen den Spurstangen und  
im Bereich der Schienenkammern nur noch selten  
ausgeführt.  
Die laufenden Motoren bringen auch dynamische Be-  
lastungen auf die Fahrbahnoberfläche und durch die  
Abstrahlwärme der Niederflurmotoren moderner Li-  
nienbusse wird die Oberfläche zusätzlich aufgeheizt.  
Bushaltestellen sind stark belastet, weil die Busse mit  
quasi „spurgeführtem“ Verkehr dicht an die Borde  
neben Haltestellen heranfahren. Für diese Belastung  
reicht die Standfestigkeit von Gussasphalt u.U. nicht  
aus, da Gussasphalt ein thermoplastischer Stoff ist,  
der bei Erwärmung, hier noch verstärkt durch die  
abgestrahlte Motorwärme, plastisch wird. Bei der-  
artigen Belastungen sind u.U. andere Baustoffe (z.B.  
Betonbauweisen, Halbstarre Beläge) besser geeignet.  
Allerdings ist zu überlegen, ob der Vorteil von Gussas-  
phalt, dass er nur eine kurze Bauzeit erfordert und bei  
Verformung mit wenig Aufwand abgefräst und neu  
In Bereichen mit erhöhten Schubbeanspruchungen,  
z.B. an Kreuzungen oder an Bushaltestellen, haben  
sich Verbundbauweisen als vorteilhafter erwiesen.  
Die Oberfläche des Gussasphalts ist mit einem bitumi-  
nierten Splitt 2/3 mm bis 2/5 mm oder in Ausnahme-  
fällen 5/8 mm abzustreuen. Dieser Arbeitsgang wird  
im Gleisbereich in der Regel von Hand ausgeführt.  
Um eine Beschädigung des Fahrkopfes durch Splitt zu  
vermeiden, ist bei Baumaßnahmen, die unter Verkehr  
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Informationen über Gussasphalt  
eingebaut werden kann, die Verformungsneigung  
nicht überwiegt.  
Aus diesen unterschiedlichen Belastungen der ein-  
zelnen Flächen ergeben sich unterschiedliche Anfor-  
derungen an die Flächenbefestigungen und die zu  
verwendenden Gussasphalte.  
6.2.2 Aufbau der Flächenbefestigung  
Busspuren werden nur bei nennenswertem Busver-  
kehr angeordnet. Dabei richtet sich der Aufbau nach  
den RStO. Anstatt der Achslasten wird vereinfachend  
die Anzahl der Busse zugrunde gelegt. Gemäß Tabelle  
3 der RStO erfolgt der Aufbau nach Belastungsklasse  
3,2 oder höher, d.h. mit einer Asphaltbinderschicht in  
6 oder 8 cm Dicke unter der Gussasphaltdeckschicht.  
Abb. 2: Bushaltestelle in Gussasphalt im Zuge einer  
Betonstraße  
Verkehrsbelastung  
Belastungsklasse  
Bk100  
über 1400 Busse pro Tag  
über 425 Busse pro Tag bis  
1400 Busse pro Tag  
Bk32  
über 130 Busse pro Tag bis  
425 Busse pro Tag  
Bk10  
Bk3,2  
Bk1,8  
über 65 Busse pro Tag bis  
130 Busse pro Tag  
bis 65 Busse pro Tag  
Für Haltestellen sieht die RStO dieselben Aufbaudi-  
cken vor. Jedoch sollte der Haltestellenbereich min-  
destens so dick ausgeführt werden, wie die angren-  
zende Straße.  
Abb. 3: Gussasphalt im Bahnsteigbereich mit Blinden-  
leitstreifen  
Der Aufbau des Belages von Bahnsteigen entspricht  
demjenigen von Gehwegen an Straßen oder auf Brü-  
cken, je nach Art des Unterbaus.  
6.2.5 Gestaltungshinweise  
Für die Verkehrssicherheit kann es günstig sein, un-  
terschiedliche Verkehrsflächen und insbesondere  
Haltestellen voneinander abzugrenzen. Dies kann  
bei Gussasphalt sehr einfach durch unterschiedliche  
Abstreuung der Oberfläche erfolgen. Siehe hierzu  
Abschnitt „Oberflächengestaltung“.  
6.2.3 Gussasphaltsorten  
Für die Deckschicht auf Busspuren und Haltestellen  
wird MA 11 S empfohlen. Die statische Eindringtiefe  
sollte unter 2 mm liegen und die Oberfläche sollte mit  
einem hellen Gestein abgesplittet werden.  
6.3  
Kreisverkehrsflächen  
Zum Aufbau von Bahnsteigen s. Abschnitt 6.4: „Rad-  
und Gehwege“  
6.3.1 Grundlagen  
Kreisverkehrsflächen werden nicht nur auf Bundes-  
und Landesstraßen, sondern auch im innerstädti-  
schen Bereich und hier oft halbseitig unter Verkehr,  
eingebaut. Der Einsatz von Walzasphalt und dessen  
Verdichtung ist dabei oft schwierig. Weil Gussasphalt  
keiner Verdichtung bedarf, können auch komplizier-  
te Geometrien, zumeist im Handeinbau, hergestellt  
werden.  
6.2.4 Einbauhinweise  
Es ist darauf zu achten, dass im Bereich von Haltestel-  
len keine Bordrinnen angeordnet werden, weil diese  
ansonsten befahren würden. Die Neigung der Flächen  
sollte vom Hochbord wegführen, um Spritzwasser im  
Gehwegbereich zu vermeiden.  
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Gussasphalt auf kommunalen Verkehrsflächen  
52  
6.3.2 Aufbau der Flächenbefestigung  
6.3.5 Gestaltungshinweise  
Gemäß RStO ist in Kreisverkehrsflächen – bezogen  
auf den am stärksten belasteten Abschnitt der Kreis-  
verkehrsfläche – die nächst höhere Belastungsklasse  
vorzusehen.  
Da Gussasphalt-Deckschichten immer abgesplittet  
werden, kann die Absplittung im Falle eines asphal-  
tierten Innenkreises mit einer anderen, auch farbigen  
Absplittung, erfolgen, um einen Kontrast zur Fahr-  
spur zu bieten.  
Für die Fahrspur bietet sich eine helle Absplittung an,  
um die Aufheizung der Deckschicht durch Sonnen-  
einstrahlung zu vermindern. Damit wird die Verfor-  
mungsbeständigkeit verbessert.  
6.4  
Rad- und Gehwege  
6.4.1 Grundlagen  
Auf Rad- und Gehwegen ist ein maschineller Einbau  
oft nicht möglich. Insbesondere bei Gehwegen, die  
an aufgehende Bauteile anschließen, ist es schwie-  
rig, eine ausreichende Verdichtung von Walzasphalt-  
schichten zu erzielen. Durch eine dichte Gussasphalt-  
deckschicht kann das Eindringen von Wasser in eine  
offene Unterlage und damit mögliche Frostschäden  
verhindert werden.  
6.3.3 Gussasphaltsorten  
Üblicherweise werden in Kreisverkehrsflächen Guss-  
asphalt-Deckschichten gemäß TL Asphalt StB einge-  
baut. Bei maschinellem Einbau kann ein MA 11 S,  
bei Handeinbau vorzugsweise ein MA 8 S eingesetzt  
werden.  
6.3.4 Einbauhinweise  
Der Einbau der Gussasphaltdeckschicht erfolgt bei  
kleinen Kreisverkehren im Regelfall von Hand. Hier-  
bei ist darauf zu achten, dass der Abstreusplitt trocken  
und vorumhüllt, wenn möglich erwärmt ist, um eine  
gleichmäßige Oberflächentextur zu erzielen.  
6.4.2 Aufbau der Flächenbefestigung  
Die Unterlage der Deckschicht besteht in der Regel  
aus einer Asphalttragschicht, kann aber auch aus  
Beton oder Plattenbelägen bestehen. Gussasphalt-  
deckschichten werden auf Rad- und Gehwegen im  
Regelfall mit 2,5 bis 3,0 cm Dicke eingebaut. Die Ober-  
fläche ist aufzurauen oder abzustumpfen.  
Vor allem bei großen Kreisverkehrsflächen werden  
Gussasphalt-Deckschichten maschinell mit der Bohle  
eingebaut. Hierbei sind immer Randstreifen erfor-  
derlich.  
6.4.3 Gussasphaltsorten  
Der Abstreusplitt sollte in Kreisverkehrsflächen immer  
mit Walzen angedrückt werden.  
Wegen der geringen Verkehrsbeanspruchungen wer-  
den auf Rad- und Gehwegen Gussasphalte MA 5 N  
und MA 8 N eingesetzt.  
6.4.4 Einbauhinweise  
Der Einbau erfolgt in Ortslagen häufig von Hand,  
da im Bereich der Rad- und Gehwege meist viele  
Einbauten vorhanden sind. Es gibt jedoch auch spezi-  
elle Einbaubohlen, die vor allem zur Herstellung von  
Radwegen im Außerortsbereich eingesetzt werden.  
Beim maschinellen Einbau sind bestimmte Randbe-  
dingungen zu beachten, die bereits bei der Planung  
zu berücksichtigen sind.  
6.4.5 Gestaltungshinweise  
Bei Wegen in Grünanlagen wird häufig eine opti-  
sche Gestaltung gewünscht. Für farbige Gussasphalte  
können spezielle, anfärbbare Bindemittel und Farb-  
pigmente eingesetzt werden. Farbakzente lassen sich  
auch mit farbigen Splitten erzielen.  
Abb. 4: Kreisverkehr mit Gussasphaltdeckschicht  
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Informationen über Gussasphalt  
nicht der Fall, kann es zu Wellenbildungen kommen,  
da dicker eingebaute Bereiche im noch zähflüssigen  
Zustand mehr ablaufen als dünnere.  
Eine schubfeste Verbindung des Gussasphalts für  
PKW-Verkehr wird bei Betonunterlagen durch  
den Einbau einer gussasphaltverträglichen Bitu-  
menschweißbahn erreicht, bei Asphaltunterlagen ist  
der Verbund in der Regel ohne weitere Maßnahmen  
gewährleistet.  
6.5.3 Gussasphalt  
Dem Gussasphalt können vor dem Einbau versteifen-  
de Zusätze zugegeben werden, um das Ablaufen zu  
reduzieren. Die Einbautemperatur muss möglichst  
niedrig sein. Die Dicke der einzelnen Lagen sollte  
30 mm nicht überschreiten.  
6.5.4 Einbauhinweise  
Gussasphalt auf geneigten Flächen sollte möglichst  
dünn und mehrlagig eingebaut werden.  
Elektrische Rampenheizungen können auf der ersten  
Schicht verlegt werden, hierbei muss die Überde-  
ckung der Heizmatten mindestens 15 mm betragen.  
Insbesondere bei großen Neigungen (> 10 %) sollte  
mit einer zusätzlichen Zwischenschicht gearbeitet  
werden, um die Heizmatten zu fixieren und eine  
gleichmäßige Überdeckung zu gewährleisten. Aus-  
sparungen für Zuleitungen sind bereits in der darun-  
terliegenden Schicht zu berücksichtigen.  
Abb. 5: Parkweg mit hell abgesplitteten Gussasphalt  
Eine spezielle Variante stellt der „Olympiamastix“  
dar. Hierbei handelt es ich um einen speziellen Guss-  
asphalt mit höherem Bindemittelgehalt und einem  
geringeren Grobkornanteil. In dessen Oberfläche  
wird ein gewaschener, getrockneter und ggf. vorum-  
hüllter Kies der Körnung 4 bis 8 mm eingestreut und  
angedrückt. Diese Bauweise ist nicht für befahrene  
Verkehrsflächen oder Fahrzeugstellplätze geeignet.  
6.5  
Geneigte Verkehrsflächen  
6.5.1 Grundlagen  
Obwohl Gussasphalt bei Verarbeitungstemperatur  
eine zähflüssige Masse ist, können damit unter Ein-  
haltung bestimmter Maßnahmen auch Verkehrsflä-  
chen belegt werden, die über 5 % geneigt sind. Der  
Gussasphaltbelag bietet dann eine griffige und sicher  
begeh- oder befahrbare Oberfläche.  
6.5.2 Aufbau  
Die Unterlage für den Gussasphaltbelag sollte aus Be-  
ton, Stahl oder einer Asphalttrag- bzw. -binderschicht  
bestehen.  
Die Unterlage muss den Ebenheitsanforderungen der  
DIN 18202 entsprechen, damit der Gussasphalt in kon-  
stanter Schichtdicke eingebaut werden kann. Ist dies  
Abb. 6: Parkdeckrampen links mit 2/5 mm, rechts mit  
1/3 mm abgesplittet  
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Gussasphalt auf kommunalen Verkehrsflächen  
52  
Im Randbereich vor Einbauteilen, Borden, Brücken-  
kappen und aufgehenden Bauteilen können Walzas-  
phaltschichten schlecht verdichtet werden. Um das  
EindringenvonWasserdurchunzureichendverdichte-  
tes Walzasphaltmaterial zu vermeiden empfiehlt sich  
als Deckschicht der Einbau eines Gussasphalt-Rand-  
streifens, der keiner Verdichtung bedarf.  
Eine Beschädigung von Bauteilen beim Verdichten  
von Walzasphalten mit schweren Gerät wird dadurch  
ebenfalls vermieden.  
Der Randstreifen kann im Zuge der Asphaltarbeiten  
in einem Arbeitsgang hergestellt werden.  
6.6.2 Aufbau der Flächenbefestigung  
Bei der Herstellung von Rinnen und Wasserläufen aus  
Gussasphalt im Straßen- und Brückenbereich, erfolgt  
der Regelaufbau gemäß RStO bzw. ZTV ING. Das Vor-  
oder Nachlegen des wasserdichten Gussasphaltrand-  
streifens wird nur in der Deckschicht realisiert. Die  
Oberfläche des Gussasphaltes soll für eine optimale  
Wasserführung mit feiner Gesteinskörnung gemäß  
Verfahren C der ZTV Asphalt-StB abgerieben werden.  
Abb. 7: Fußgängerrampe mit Beheizung im Bau- und  
fertigem Zustand  
6.5.5 Gestaltungshinweise  
Die Oberfläche der Deckschicht sollte mit bitumen-  
umhüllten Gesteinskörnungen 1/3 oder 2/5 mm ab-  
gestreut werden, um die notwendige Griffigkeit beim  
Befahren zu gewährleisten. Eine ebenfalls bewährte  
Variante ist die Oberflächengestaltung mit einer Rif-  
felwalze.  
6.6.3 Gussasphalt  
Für die manuelle Herstellung von Gussasphaltrand-  
streifen sollte ein Gussasphalt MA 8 N verwendet  
werden. Ist eine maschinelle Verlegung möglich, kön-  
nen auch Gussasphalte für schwere Belastung mit  
Gesteinskörnung von 11 mm Anwendung finden.  
Bei Neigungen über 5 % gelten gemäß DIN 18354  
größere Ebenheitstoleranzen für die Gussasphalto-  
berfläche als in DIN 18202.  
Die Einbaudicke von wasserführenden Randstreifen  
sollte über 20 mm betragen und in der Regel 5 bis  
10 mm tiefer als der angrenzende Fahrbahnbelag  
eingebaut werden.  
6.6  
Randstreifen, Rinnen und Wasserläufe  
6.6.1 Grundlagen  
Für eine sichere Entwässerung von Straßen und Brü-  
cken werden in der Regel Rinnen oder Wasserläufe  
benötigt. Durch diese Bauteile soll gewährleistet wer-  
den, dass auf der Fahrbahn anfallendes Regenwasser  
gezielt zu den Entwässerungseinrichtungen geleitet  
wird.  
6.6.4 Einbauhinweise  
Die Herstellung von Wasserläufen aus Gussasphalt ist  
manuell oder maschinell als Vor- oder Nachlegestrei-  
fen möglich. Werden Gussasphalt-Randstreifen vor  
dem Deckschichteinbau verlegt, können die freien  
Ränder mittels einer Schalung abgestellt oder durch  
nachträgliches Schneiden als senkrechte Kante her-  
gestellt werden.  
Rinnen aus Gussasphalt eignen sich für Straßen aller  
Art sowie für Brücken und Plätze als Gosse, Rinne oder  
Wasserlauf, da Gussasphalt wasserdicht ist und fugen-  
los verlegt werden kann. Bei geringen Längsgefällen  
kann Gussasphalt auch als Pendelrinne hergestellt  
werden.  
Beim nachträglichen Einbau von Gussasphalt-Rand-  
streifen muss der Anschluss zur vorhandenen Fahr-  
bahndeckschicht zuvor senkrecht hergestellt werden.  
Gussasphaltrinnen sind im Vergleich zu gepflasterten  
Rinnen weniger pflegeintensiv und deutlich schneller  
einzubauen.  
Oberflächen von Gussasphaltrinnen werden mit  
Quarzsand abgestreut und abgerieben. Anschlussfu-  
gen zu angrenzenden Asphaltschichten, zu Abläufen,  
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Informationen über Gussasphalt  
6.7.2 Aufbau der Flächenbefestigung  
Der Einbau erfolgt im Regelfall auf einer gebunde-  
nen Unterlage aus Asphalt oder Beton. Auf einer  
ungebundenen Unterlage, z.B. einer verdichteten  
Schottertragschicht, ist der Einbau ebenfalls möglich,  
wenn zusätzlich eine Schicht aus Gussasphalt vorge-  
legt wird.  
6.7.3 Gussasphalt  
Es ist eine Deckschicht aus Gussasphalt gemäß TL As-  
phalt StB einzubauen.  
6.7.4 Einbauhinweise  
Die optische Gestaltung der Gussasphaltoberflächen  
erfolgt in der Regel durch die Verwendung farbiger  
Abstreumaterialien. Hier sollte besonders auf die  
Materialeigenschaften der Gesteine in Bezug auf die  
vorgesehene Nutzung der Flächen geachtet werden  
(Polierresistenz, Schlagzertrümmerungswert, Affini-  
tät zu Bitumen etc.).  
Abb. 8: Randstreifen aus Gussasphalt  
Farbige Abstreumaterialien können für die optimale  
Haftung in gering belasteten Gussasphaltoberflächen  
entweder mit Bitumen oder einem farblosen, hitze-  
beständigen Kunstharz umhüllt werden. Im Vergleich  
zur Umhüllung mit Kunstharz sind die Grundfarben  
bitumenumhüllter Gesteine im Einbauprozeß nicht zu  
erkennen. Jedoch löst sich, abhängig von Nutzungs-  
intensität und Möglichkeit der natürlichen Bewitte-  
rung, die Bitumenumhüllung im Laufe der Zeit vom  
Gestein. Der Vorgang kann durch abrasive Oberflä-  
chenbearbeitung beschleunigt werden.  
Borden und Brückenkappen sind abzustellen oder  
nachträglich zu schneiden und zu verfüllen. Der Einbau  
von Bitumen-Schmelzbändern ist nicht zu empfehlen.  
Um einen festen Verbund zum Unterbau herstellen  
zu können, sollte die Unterlage aus Asphaltschichten  
bestehen.  
6.6.5 Gestaltungshinweise  
Durch die Möglichkeit des Einfärbens von Gussasphalt  
oder einer Oberflächenbearbeitung mittels farbiger  
Gesteinskörnung finden Gussasphalt-Randstreifen  
auch in der architektonischen Gestaltung ihre An-  
wendung.  
Es dürfen nur trockene, staubfreie Abstreumateriali-  
en, wenn möglich im frisch gemischten, ggf. im noch  
heißen Zustand, verwendet werden. Diese sollten für  
einen festen Verbund in der Gussasphaltoberfläche  
zusätzlich angedrückt oder angewalzt werden.  
6.7  
Spielstraßen, Schulhöfe, Sportflächen  
und verkehrsberuhigte Bereiche  
In Abstimmung mit dem Liefermischwerk und dem  
vorgesehenen Verwendungszweck kann ein Gussas-  
phalt mit einem etwas erhöhten Bindemittelgehalt  
konzipiert werden, um das Einbinden des Abstreuma-  
terials zu verbessern.  
6.7.1 Grundlagen  
Für Verkehrs- und Freizeitflächen mit unregelmäßiger  
Geometrie und komplizierten Neigungsverhältnissen  
ist der manuelle Einbau von Gussasphalt besonders  
geeignet, da keine nachträgliche Verdichtung durch  
Walzen oder Vibrationsplatten erforderlich ist.  
Beim Einbau dünner und farbig abzustreuender Guss-  
asphalt-Deckschichten sollte die Luft- und Unterlags-  
temperatur 10 °C nicht unterschreiten. Der Einbau  
sollte nur bei trockenem, windstillem Wetter erfol-  
gen.  
Die schalldämpfenden und gelenkschonenden Ei-  
genschaften von Gussasphalt werden besonders auf  
Sportflächen, wie z.B. Außenkegelbahnen, Skater-  
bahnen und Tennisplätzen geschätzt.  
Bei größeren oder unregelmäßig geformten Flächen  
sind Arbeitsfugen unvermeidlich. Damit diese sinnvoll  
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Gussasphalt auf kommunalen Verkehrsflächen  
52  
abdrücke) wenn sie mit Kraftfahrzeugen regelmäßig  
befahren, bzw. als Parkflächen genutzt werden.  
6.8  
Innerstädtische Gestaltung  
6.8.1 Grundlagen  
In innerstädtischen Bereichen werden Teilflächen mit  
unterschiedlicher Optik hergestellt um z.B. unter-  
schiedliche Nutzungsbereiche voneinander zu tren-  
nen. So können Flächen des ruhenden Verkehrs oder  
Abgrenzungen von Verkaufsständen auf Marktplät-  
zen farblich hervorgehoben werden. Insbesondere  
auf Flächen mit komplizierter Geometrie von Teilflä-  
chen bietet sich Gussasphalt an.  
Abb. 9: Planetarium aus Gussasphalt auf einem Schul-  
hof  
In Bereichen die nicht oder wenig befahren werden,  
können auch Varianten mit eingeprägter Pflasterop-  
tik angewendet werden.  
6.8.2 Aufbau der Flächenbefestigung  
Siehe Abs. 6.7.2.  
6.8.3 Gussasphalt  
Es ist eine Deckschicht aus Gussasphalt gemäß TL  
Asphalt StB einzubauen. Farbige Gussasphalte erfor-  
dern eine spezielle Mischgutzusammensetzung, die  
von den Anforderungen der TL Asphalt abweichen  
kann.  
Abb. 10: Roter Gussasphalt in Spielstraße  
6.8.4 Einbauhinweise  
Geprägter Gussasphalt:  
in die Fläche integriert werden können, sind planeri-  
sche Vorgaben und entsprechende Abstimmung mit  
dem ausführenden Betrieb erforderlich.  
Eindrücken von vorgefertigten Matten oder Schablo-  
nen in die noch heiße Gussasphaltoberfläche.  
Je nach Prägeschablone können typische Oberflächen  
von Beton- oder Naturpflastersteinen, Fliesenformate  
oder kreative Muster im Gussasphalt imitiert werden.  
6.7.5 Gestaltungshinweise  
Mit farbig gestalteten Gussasphaltoberflächen lassen  
sich Bereiche unterschiedlicher Nutzung optisch tren-  
nen. Durch die Kombination von beispielsweise Na-  
tursteinintarsien in Gussasphaltflächen können Schul-  
höfe zu attraktiven Pausenflächen gestaltet werden.  
Geprägte Fugenbilder in Gussasphalten können mit  
einem geeignetem Harz-Quarzsandgemisch aufge-  
füllt werden, um so eine „Sandfuge“ gepflasterter  
Flächen zu imitieren. Ein Vorteil dieser Bauweise  
besteht darin, dass in diesen Fugen kein Pflanzen-  
wachstum entstehen kann.  
Die Oberflächengestaltung sollte unter Berücksichti-  
gung der vorwiegenden Nutzung erfolgen.  
Schulhöfe und Spiel-/Sportflächen sollen häufig mit  
einer möglichst feinen Oberflächenstruktur herge-  
stellt werden. Solche Oberflächen sollten beim Einbau  
mit Sand abgerieben werden. Sie neigen allerdings  
zu Verformungen an der Oberfläche (Reifenprofil-  
Es können Gussasphalte im Außenbereich wie auch im  
Innenbereich geprägt werden.  
Farbige Gestaltung von Gussasphalt:  
Siehe Abs. 6.7.4.  
13  
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Informationen über Gussasphalt  
6.8.5 Gestaltungshinweise  
sigkunststoffen, oder auf Trennlage eingebaut wer-  
den. Der Gussasphalt schützt die Tragkonstruktion  
aus Beton und Stahl vor Tausalzen.  
Es gibt unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten,  
die auch miteinander kombiniert werden können.  
Beispiele:  
Gussasphalt hat zudem eine dämpfende Funktion als  
Belag von Stahltreppen.  
„„ Farbasphalte  
„„ Einfärbung von Gussasphalten mit Standard-  
bitumen durch Zugabe von hitzebeständi-  
gen Farbpigmenten  
6.9.2 Aufbau der Flächenbefestigung  
Betonfertigteiltreppen können mit (geschliffenen)  
formgerecht geschnittenen Gussasphaltplatten be-  
legt werden. Die Platten müssen mit einem geeig-  
neten Kleber auf dem Untergrund sicher befestigt  
werden.  
„„ Farbgebung von Gussasphalten mit einfärb-  
baren Bindemitteln durch Zugabe von hitze-  
beständigen Farbpigmenten  
„„ ohne Oberflächenbearbeitung oder Absan-  
den mit Quarzsand oder farbiger, feiner Ge-  
steinskörnung  
Stahltreppen mit Trögen als Stufen- und Podestkon-  
struktion können direkt mit Gussasphalt belegt oder  
befüllt werden. Ob dies mit oder ohne zusätzliche Fu-  
genausbildung erfolgt, hängt davon ab, wie groß die  
zu erwartende thermische Beanspruchung sein wird.  
Bei großen Treppen, die der Witterung ungeschützt  
ausgesetzt sind, kann die Ausführung von Fugen  
zwischen der Trogaufkantung und dem Gussasphalt  
sinnvoll sein.  
„„ geprägte Gussasphalte  
„„ besonders oberflächenbearbeitete Gussasphalte  
„„ Abstreuung mit Siliziumcarbid für Glitzeref-  
fekte im Sonnenlicht  
„„ geschliffene Gussasphalte  
„„ herkömmlich abgesandete Gussasphalte in Ver-  
bindung mit anderen Baustoffen  
„„ Schulhofgestaltung mit Pflastersteinen und  
Betonelementen  
Die Dicke der Gussasphaltschicht sollte zwischen 30  
bis 35 mm betragen.  
Anwendungsfälle: Wege, Plätze, dekorative Flächen.  
Abb. 11: Verkehrsleitung mit farbigem Gussasphalt  
6.9  
Treppen mit Gussasphalt  
6.9.1 Grundlagen  
Der Einsatz von Gussasphalt auf Treppen und Podes-  
ten im öffentlichen Bereich erfolgt meist aus opti-  
schen Gründen. Der Gussasphalt kann auf solchen  
Flächen im Verbund, mittels Bitumen-Schweißbahn  
oder in Verbindung mit gussasphaltgeeigneten Flüs-  
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Gussasphalt auf kommunalen Verkehrsflächen  
52  
6.9.3 Gussasphalt  
weitere Aufbau ist eine lose verlegte, verdeckt ge-  
nagelte Bitumenbahn V 13, auf die eine gussasphalt-  
verträgliche Bitumen-Schweißbahn aufgeschweißt  
wird. Darauf wird Gussasphalt in einer oder mehreren  
Lagen, je nach Verkehrsbeanspruchung, verlegt. Die  
Oberfläche wird mit Feinsand abgerieben oder mit  
Splitt abgestreut.  
Es ist ein Gussasphalt mit einem Größtkorn von 5 oder  
8 mm einzubauen.  
6.9.4 Einbauhinweise  
Durch Absandung oder Absplittung erreicht man eine  
hervorragende Rutschfestigkeit bei Außentreppen  
und -podesten und Rampen. Bereits mit dem mit  
Sand abgeriebenen Gussasphalt wird der Rutschsi-  
cherheitswert R 13 erzielt.  
6.10.3 Gussasphalt  
Bei befahrenen Holzbrücken wird im Regelfall Gussas-  
phalt gemäß TL Asphalt-StB eingebaut.  
Es besteht auch die Möglichkeit, den Gussasphalt zu  
schleifen. Durch den Schleifvorgang werden Rutsch-  
sicherheitswerte von R 9 bis R 11, je nach Schleifgrad,  
erzielt.  
6.10.4 Einbauhinweise  
Die Abdichtung von Holzbrücken ist derzeit in  
Deutschland nicht geregelt. Der Informationsdienst  
Holz bietet hier Empfehlungen an.  
6.10 Gussasphalt auf Holzbrücken  
6.10.1 Grundlagen  
6.10.5 Gestaltungshinweise  
Gussasphalt ist unempfindlich gegen Schwingun-  
gen, kann auch Spannungen aus langsamen Verfor-  
mungen der Unterlage schadlos abbauen und sich  
den Verformungen anpassen. Er ist daher auch für  
Holzbrücken bestens geeignet. Mit dem Belag aus  
Gussasphalt wird eine dauerhaft griffige Oberfläche  
geschaffen, die sicher begeh- und befahrbar bleibt.  
Auch auf Holzbrücken empfiehlt es sich, die Nutz-  
schicht hell abzusplitten, um durch Reflektion der  
Sonneneinstrahlung das Aufwärmen der bitumenhal-  
tigen Schichten zu verringern.  
7 Sanierung von Verkehrsflächen  
mit Gussasphalt  
6.10.2 Aufbau der Flächenbefestigung  
Der Untergrund sollte aus wetterfestem Baufurnier-  
holz bestehen, bei nur leichtem Fahrverkehr genügt  
auch eine Schalung aus gespundeten Brettern. Der  
7.1 Verkehrsflächen aus Beton  
Einzelne Betonplatten mit oberflächennahen Schä-  
den können effektiv mit Gussasphalt saniert werden.  
Diese schnelle Sanierungsvariante führt nur zu einer  
kurzzeitigen Verkehrsbeeinträchtigung.  
Der schadhafte Teil der Platten wird ausgefräst, die  
Kanten werden geschnitten und ausgestemmt. Der  
Gussasphalt wird dann in einer oder zwei Lagen von  
je 35-40 mm Dicke ohne Trennlage eingebaut, die  
Oberfläche mit heller, bitumenumhüllter Gesteins-  
körnung 1/3 oder 2/5 mm abgestreut und diese mit  
Walzen angedrückt.  
Eine umlaufende Fuge wird durch Nachschneiden des  
Anschlusses Beton/Gussasphalt 10 mm breit und 35 bis  
40 mm tief hergestellt und mit Bitumen-Heißverguss  
ausgebildet. Aufgrund der hellen Absplittung sind  
die ausgebesserten Teilflächen nach einiger Zeit der  
Nutzung in der Regel optisch nicht von angrenzenden  
Betonflächen zu unterscheiden.  
Abb. 12: Aufbringen einer Schweißbahn auf Bitumen-  
bahn V 13  
Bei zweilagigem Einbau mit zwischen den Lagen ein-  
gelegtem Glasgittergewebe o.ä. können sogar dau-  
15  
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Informationen über Gussasphalt  
„„ Auswahl eines geeigneten Asphaltaufbaus (Ori-  
entierung an ZTV A und an vorhandenem Auf-  
bau)  
„„ Anschluss an vorhandene Fahrbahn durch eine  
fachgerecht ausgeführte Fuge  
Die Sanierung von Teilflächen einer Befestigung aus  
Asphalt unterscheidet sich von der oben beschrie-  
benen Sanierung von Betonplatten nur darin, dass  
auf einer tragfähigen Asphaltunterlage (Asphalttrag-  
oder –binderschicht) die neue Gussasphaltdeckschicht  
im Verbund zur Unterlage eingebaut wird.  
7.3 Verkehrsflächen mit Gussasphalt  
auf Pflaster  
Pflasterstraßen können zum Zweck der Lärmminde-  
rung und der Verbesserung anderer Oberflächenei-  
genschaften (Ebenheit, Griffigkeit) mit Gussasphalt  
überbaut werden. Voraussetzung hierfür ist, dass das  
Pflaster lagesicher und standfest ist.  
In vielen Städten gibt es mit Asphalt überbaute Pflas-  
terflächen. Bei Aufgrabungen innerhalb dieser Flä-  
chen kann Gussasphalt, im Regelfall mehrlagig, zum  
Auffüllen verwendet werden.  
Abb. 13: Deckschichterneuerung mit Gussasphalt  
nach Aufgrabung für Versorgungsleitungen  
erhaft Betonfugen überbaut werden, ohne dass die  
Fuge an der Oberfläche übernommen werden muss.  
Voraussetzung hierfür sind unbeweglich festliegende  
Betonplatten. In jedem Fall sind die Anschlussfugen  
an die Betonfahrbahn als Vergussfuge auszubilden.  
Eine Sanierung „ausgewaschener“ oder schadhafter  
Betonoberflächen ist mit entsprechend eingestellter  
Gussasphaltrezeptur auch im Bereich von Busspuren  
und Haltestellen möglich (s. 6.2).  
7.2  
Verkehrsflächen aus Asphalt  
Mit Gussasphalt geschlossene Aufgrabungen oder  
nur in Teilflächen sanierte Deckschichten halten er-  
fahrungsgemäß länger als Maßnahmen mit anderen  
Baustoffen, weil Gussasphalt hohlraumfrei ist, Was-  
ser nicht eindringen kann und Frostschäden nicht  
auftreten können. Gussasphalt bedarf auch keiner  
Verdichtung.  
Voraussetzungen für das fachgerechte Sanieren von  
Aufgrabungen sind u.a.:  
„„ eine tragfähige Unterlage (ungebundene Schich-  
ten sind z.B. durch Fallgewichtsgerät zu prüfen)  
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Gussasphalt auf kommunalen Verkehrsflächen  
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Überreicht durch:  
Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.  
Bundesfachabteilung Gussasphalt  
Kurfürstenstraße 129 · 10785 Berlin  
Tel.: 030-212 86-263 · Fax: 030-212 86-297  
Beratungsstelle für Gussasphaltanwendung e.V.  
Dottendorfer Straße 86 · 53129 Bonn  
Tel.: 02 28-23 98 99 · Fax: 02 28-23 93 99  
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