guss|asphalt  
55  
Technische Informationen  
Innenraumabdichtungen  
gemäß DIN 18534  
Informationen über Gussasphalt  
Veröffentlichungen über Gussasphalt  
Heft-Nr.  
43  
Titel  
Straßen, Wege, Plätze  
44  
47  
48  
50  
51  
52  
53  
Industrieestriche aus Gussasphalt  
Gussasphalt von A bis Z – Bauweisen  
Gussasphalt in Anlagen mit wassergefährdenden Stoffen  
Schwimmende Gussasphaltestriche  
Brücken, Tröge, Tunnel  
Gussasphalt auf Kommunalen Verkehrsflächen  
Abdichtungen mit und ohne Nutzschichten aus Gussasphalt auf Parkdecks, Hofkellerdecken  
und Rampen sowie in Tiefgaragen  
54  
55  
Bauwerksabdichtungen gemäß DIN 18531 und 18533  
Innenraumabdichtungen gemäß DIN 18534  
PDF-Datei heruntergeladen werden.  
Der Asphalttaschenkalender bietet in jährlicher Neufassung auf ca. 150 Seiten wertvolle Informationen über die  
Anwendung und Eigenschaften von Asphalt, Bitumenwerkstoffen und insbesondere Gussasphalt. Er kann gegen  
eine Schutzgebühr bei der Beratungsstelle für Gussasphaltanwendung e. V. bezogen werden.  
Informationen über Gussasphalt ISSN 0172-3138  
herausgegeben  
erarbeitet  
von der bga Beratungsstelle für Gussasphaltanwendung e.V.  
von der Technischen Kommission der bga:  
Dipl.-Ing. L. Driske  
Dipl.-Ing. R. Flößer  
Dipl.-Ing. A. Götze  
R. Grischek  
Diegem  
Stuttgart  
Berlin  
Bergheim  
Bürstadt  
Köln  
Dipl.-Ing. M. Hantke  
Dipl.-Ing. S. Hofmann  
Dipl.-Ing. N. Hüttermann  
Dipl.-Ing. S. Könneke  
Dipl.-Ing. H. Marossow  
Dipl.-Ing. P. Rode  
Münster  
Dortmund  
Neubrandenburg  
Bonn  
Dipl.-Ing. H.-J. Schriek  
Dipl.-Ing. T. Sikinger  
Dipl.-Ing. H. Steidl  
Dipl.-Ing. E. Taube  
Dr.-Ing. N. Weiland  
Dipl.-Ing. D. Wietstock  
Augsburg  
Hamburg  
Wemmetsweiler  
Essen  
Hanau  
Brunsbüttel  
hergestellt  
von inpuncto:asmuth druck+medien gmbh, Standort Bonn  
zu beziehen  
von der Beratungsstelle für Gussasphaltanwendung e.V.  
Dottendorfer Str. 86, 53129 Bonn  
Telefon 02 28/23 98 99, Fax 02 28/23 93 99  
© Alle Rechte vorbehalten  
12/2018  
Technische Informationen über Gussasphalt  
Innenraumabdichtungen gemäß DIN 18534  
55  
Technische Information über Gussasphalt  
Innenraumabdichtungen gemäß DIN 18534  
Inhalt  
1
2
Allgemeines/Anwendung  
3
Geltungsbereich und Gliederung der neuen Abdichtungsnorm  
2.1 Geltungsbereich und Gliederung der DIN 18534  
3
3
3
4
Abdichtungsbauweisen mit Gussasphalt und Asphaltmastix  
3.1 Varianten der Abdichtungsbauarten  
4
4
3.2 Abdichtungsbauarten für Innenräume nach DIN 18534  
4
Baustoffe für Bauwerksabdichtungen  
4.1 Gussasphalt  
5
5
4.2 Asphaltmastix  
5
5
5
5
4.3 Polymerbitumen-Schweißbahnen  
4.4 Flüssigkunststoffe  
4.5 Grundierung, Versiegelung, Kratzspachtelung, Haftbrücken, Bitumenvoranstrich  
5
6
7
Regelwerke  
5
6
Planungs- und Baugrundsätze  
Abdichtungsbauweisen  
7
7
7.1 Abdichtungsbauweisen ohne Dämmschicht  
7.1.1 Abdichtungsbauart mit Asphaltmastix auf Trennlage  
7.1.2 Abdichtungsbauart mit Gussasphalt auf Trennlage  
7.1.3 Abdichtungsbauart mit Asphaltmastix und Gussasphalt  
7.1.4 Abdichtungsbauart mit Polymerbitumen-Schweißbahn und Gussasphalt  
7.2 Abdichtungsbauweisen mit Dämmschicht  
7
7
7
7
7
7
8
8
7.2.1 Anforderungen an Dämmstoffe  
7.2.2 Hinweise für die Ausführung der Abdichtung  
7.2.3 Hinweise für Nutzbeläge und direkt genutzte Gussasphaltestriche  
8
9
Ausführungsbeispiele (Skizzen nicht maßstäblich)  
9
8.1 Anschluss an aufgehende Bauteile mit Flüssigkunststoff  
9
8.2 Anschluss an Ablauf  
9
Reinigung, Pflege, Wartung  
10  
11  
10 Innenraumabdichtungen mit Asphaltmastix und Gussasphalt gemäß DIN 18534 (Beispiele)  
11 Musterleistungsbeschreibungen  
12  
12  
1
2
3
4
Abdichtungsbauweise aus Polymerbitumen-Schweißbahn und Gussasphalt  
Abdichtungsbauweise aus Asphaltmastix und Gussasphalt  
14  
15  
16  
Abdichtungsbauweise aus Gussasphalt oder Asphaltmastix auf Trennschicht  
Anschlüsse an aufgehende Bauteile und Durchdringungen  
1
Informationen über Gussasphalt  
2
Innenraumabdichtungen gemäß DIN 18534  
55  
2.1 Geltungsbereich und Gliederung  
der DIN 18534  
1 Allgemeines/Anwendung  
Durch die Einführung der Abdichtungsnormenreihe  
DIN 18531 bis DIN 18535 werden abzudichtende Bau-  
teile betrachtet und nicht mehr Abdichtungsbauwei-  
sen für Beanspruchungen wie in der DIN 18195.  
Die DIN 18534, Abdichtung von Innenräumen, gilt für  
die Planung, Ausführung und Instandhaltung der  
Abdichtung von Boden- und Wandflächen in Innen-  
räumen mit bahnenförmigen und flüssig zu verarbei-  
tenden Abdichtungsstoffen gegen Wasser mit einer  
planmäßigen Anstauhöhe bis 10 cm.  
Die Normenreihe umfasst folgende Bauteile:  
Beispielanwendungen sind Flächen, auf die Spritz-,  
Brauch- und Reinigungswasser einwirken wie in Ba-  
dezimmern,gewerblichgenutztenKüchen,Schwimm-  
beckenumgängen, Duschanlagen, Produktions- und  
Gewerbeflächen sowie Bodenflächen mit Ablauf.  
Dieses Dokument gilt auch für die Abdichtung von  
vorgefertigten Nasszellen oder -elementen, sofern sie  
für den Einbau in einen abzudichtenden Innenraum  
vorgesehen sind.  
Abb. 1: Zuordnung der Normen  
Die neue Normenreihe besteht aus den Normen:  
„„ DIN 18195, Abdichtung von Bauwerken – Begrif-  
fe,  
Eine ggf. erforderliche Abdichtung von Bodenflächen  
von Kleingaragen kann in Anlehnung an diese Norm  
oder DIN 18532 erfolgen.  
„„ DIN 18531, Abdichtung von Dächern sowie von  
Balkonen, Loggien und Laubengängen  
„„ DIN 18532, Abdichtung von befahrbaren Ver-  
kehrsflächen aus Beton  
DIN 18534 besteht aus den Teilen:  
„„ Teil 1:  
„„ DIN 18533, Abdichtung von erdberührten Bautei-  
len  
Anforderungen, Planungs- und Ausführungs-  
grundsätze  
„„ DIN 18534, Abdichtung von Innenräumen  
„„ DIN 18535, Abdichtung von Behältern und  
Becken.  
„„ Teil 2:  
Abdichtung mit bahnenförmigen Abdichtungs-  
stoffen  
In dieser Technischen Information werden Abdichtun-  
gen nach DIN 18534 mit Asphaltmastix und Guss-  
asphalt und Kombinationen aus:  
„„ Teil 3:  
Abdichtung mit flüssig zu verarbeitenden Ab-  
dichtungsstoffen im Verbund mit Fliesen und  
Platten (AIV-F)  
„„ Asphaltmastix und Gussasphalt  
„„ Polymerbitumen-Schweißbahn und Gussasphalt  
„„ Flüssigkunststoffen und Gussasphalt  
behandelt.  
„„ Teil 4:  
Abdichtung mit Gussasphalt oder Asphaltmastix  
„„ Teil 5:  
Für Abdichtungen nach DIN 18532 siehe TI 53.  
Abdichtung mit bahnenförmigen Abdichtungs-  
stoffen im Verbund mit Fliesen und Platten  
(AIV-B)  
Für Abdichtungen nach DIN 18531 und DIN 18533  
siehe TI 54.  
„„ Teil 6:  
Abdichtung mit plattenförmigen Abdichtungs-  
stoffen im Verbund mit Fliesen und Platten  
(AIV-P)  
2 Geltungsbereich und Gliederung  
der neuen Abdichtungsnorm  
In der neuen Norm sind die „Anforderungen, Pla-  
nungs- und Ausführungsgrundsätze“ im Teil 1 zusam-  
mengefasst und in den folgenden Normenteilen wird  
auf den Teil 1 verwiesen.  
Die Abdichtung von Innenräumen, die in DIN 18534  
geregelt ist, schließt die befahrenen Flächen aus und  
ist somit nicht für Parkhäuser und Tiefgaragen rele-  
vant.  
3
Informationen über Gussasphalt  
Tabelle 1: Normen und Anwendungsbereiche der Abdichtungsvarianten  
DIN 18534  
Anwendungsbereich  
V1  
V2  
V3  
V4  
Wassereinwirkungsklasse  
W0-I (gering)  
häuslicher Bereich ohne Bodenablauf  
Bäder/Duschen mit/ohne Bodenablauf  
Bodenflächen mit Abläufen/Rinnen  
Duschanlagen, Gewerbestätten  
X1,2  
X1,2  
-
X2  
X
-
X2  
X
X
-
X2  
X
W1-I (mäßig)  
W2-I (hoch)  
X
W3-I (sehr hoch)  
-
-
X2  
1: mit zusätzlicher Nutzschicht  
2: in Küchen nur mit zusätzlichem Schutz vor Fetten und Ölen  
Bei den Varianten V1 und V2 sind die Anschlüsse an Einbauten und Durchdringungen (z.B. Abläufe, Rinnen) sowie  
die Anschlüsse an aufgehende Bauteile mit Polymerbitumen-Schweißbahnen oder mit Flüssigkunststoffen auszu-  
führen.  
„„ Variante V4:  
3 Abdichtungsbauweisen mit Gussas-  
Abdichtung aus einer unteren Lage Polymerbitu-  
phalt und Asphaltmastix  
men-SchweißbahnundeineroberenLageGussasphalt  
3.1 Varianten der Abdichtungsbauarten  
In der nachfolgenden Tabelle sind die sinnvollen Kom-  
binationen aus Anwendungsbereich und Abdich-  
tungsvarianten zusammengestellt.  
Es gibt in der DIN 18534 vier Abdichtungsbauarten aus  
oder in Verbindung mit Asphaltmastix und Gussas-  
phalt:  
3.2 Abdichtungsbauarten für Innenräume  
nach DIN 18534  
„„ Variante V1:  
Abdichtung aus einer Lage Asphaltmastix auf Trenn-  
lage  
Gussasphalt, Asphaltmastix und Polymerbitu-  
men-Schweißbahnen sind genormte Abdichtungs-  
stoffe für Bodenflächen in Innenräumen. Für ihre  
Auswahl als Abdichtungsbauart gemäß DIN 18534-4  
sind die nutzungsbedingten Wassereinwirkungs-klas-  
sen und die untergrundbedingten Rissklassen gemäß  
DIN 18534-1 zu berücksichtigen.  
„„ Variante V2:  
Abdichtung aus einer Lage Gussasphalt auf Trennlage  
„„ Variante V3:  
Abdichtung aus einer unteren Lage Asphaltmastix  
und einer oberen Lage Gussasphalt  
Tabelle 2:  
Wasser-  
Anwendungsbereich  
Abdichtungsbauart  
Rissklasse  
einwirkungsklasse  
V2:  
R1-I bis R2-I  
Häuslicher Bereich  
ohne Bodenablauf  
V1+V3: – ohne Trennlage R1-I  
– mit Trennlage R1-I bis R2-I  
V1 bis V4  
W0-I  
V4:  
R1-I bis R3-I  
Bäder/Duschen  
mit/ohne  
V3:  
– ohne Trennlage R1-I  
– mit Trennlage R1-I bis R2-I  
R1-I bis R3-I  
V3 und V4  
W1-I  
Bodenablauf  
V4:  
V4:  
Bodenflächen  
V4  
V4  
W2-I  
W3-I  
R1-I bis R3-I  
R1-I bis R3-I  
mit Abläufen/Rinnen  
Duschanlagen,  
Gewerbestätten  
V4:  
4
Innenraumabdichtungen gemäß DIN 18534  
55  
Für die in Tabelle 2 genannten Abdichtungsbauarten  
sind nur folgende Untergründe geeignet:  
4.2 Asphaltmastix  
Asphaltmastix ist eine dichte, in heißem Zustand gieß-  
und streichbare Masse feiner Gesteinskörnung, Füller,  
Bitumen und Zusätzen.  
„„ Beton nach DIN EN 1992-1-1  
„„ Zementestrich nach DIN 18560  
„„ Dämmschichten (nur für die Abdichtungsbauart  
V4) nach DIN 18560-2 und DIN 4108-10  
Die Herstellung von Asphaltmastix erfolgt in güte-  
überwachten stationären Mischwerken. Asphaltmas-  
tixwirdinheißemZustandinbeheiztenRührwerkskes-  
seln zur Baustelle transportiert.  
Bei der Auswahl der geeigneten Abdichtungsbauart  
sind bei Bedarf weitere Einwirkungen gemäß DIN  
18534-1 (z.B. Fugenbewegungen, nutzungsbedingte  
mechanische oder thermische Einwirkungen) zu be-  
rücksichtigen.  
4.3 Polymerbitumen-Schweißbahnen  
Es werden gussasphaltverträgliche Polymerbitu-  
men-Schweißbahnen mit hoch liegender Trägereinla-  
ge aus Polyestervlies nach DIN V 20000-203 einge-  
setzt.  
4 Baustoffe für Bauwerksabdichtungen  
4.1 Gussasphalt  
4.4 Flüssigkunststoffe  
Es werden gussasphaltverträgliche Flüssigkunststoffe  
(vliesarmiert und nicht vliesarmiert) verwendet.  
Gussasphalt ist eine dichte, in heißem Zustand gieß-  
und streichbare Masse aus grober Gesteinskörnung,  
feiner Gesteinskörnung, Füller, Bitumen und Zusät-  
zen.  
4.5 Grundierung, Versiegelung, Kratzspachte-  
lung, Haftbrücken, Bitumenvoranstrich  
Das Gesteinskörnungsgemisch ist hohlraumarm zu-  
sammengesetzt. Der Bindemittelgehalt ist so auf die  
Hohlräume des Gesteinskörnungsgemisches abge-  
stimmt, dass diese in der fertigen Schicht ausgefüllt  
sind. Bei Verarbeitungstemperatur hingegen, stellt  
sich wegen des höheren Temperaturausdehnungs-  
koeffizienten des Bitumens gegenüber dem der Ge-  
steinskörnungen ein geringer Volumenüberschuss an  
Bitumen ein. Dieser ist für die Verarbeitbarkeit erfor-  
derlich.  
Grundierungen, Versiegelungen und Kratzspachte-  
lungen sind lösemittelfreie und temperaturbeständi-  
ge Reaktionsharze. Haftbrücken und Voranstriche auf  
Bitumenbasis sind unter Gussasphalt nur in Sonderfäl-  
len, keinesfalls auf frei bewitterten Flächen (z.B.  
Laubengänge), zu verwenden.  
5 Regelwerke  
Bei der Zusammensetzung des Gussasphalts sind ins-  
besondere zu berücksichtigen und in der Leistungsbe-  
schreibung anzugeben  
„„ DIN EN 1253 „Abläufe für Gebäude“,  
„„ DIN 1986-100, „Entwässerungsanlagen für Ge-  
bäude und Grundstücke – Teil 100: Bestimmun-  
gen in Verbindung mit DIN EN 752 und DIN EN  
12056“  
„„ der vorgesehene Verwendungszweck  
„„ klimatische und örtliche Verhältnisse  
„„ Verkehrslasten und Belastungsarten.  
„„ DIN 4108-10 „Anwendungsbezogene Anforde-  
rungen an Wärmedämmstoffe“  
Die Wahl des Größtkorns im Gesteinskörnungsge-  
misch richtet sich in erster Linie nach der vorgesehe-  
nen Einbaudicke.  
„„ DIN EN 12697-20 „Asphalt – Prüfverfahren für  
Heissasphalt - Eindringversuch an Würfeln oder  
zylindrischen Probekörpern“  
„„ DIN EN 13167 „Wärmedämmstoffe für Gebäude  
– Werkmässig hergestellte Produkte aus Schaum-  
glas (CG)“  
Die Beurteilung der Standfestigkeit eines Gussas-  
phalts ist über die Eindringtiefe möglich.  
Die Prüfung der Eindringtiefe wird nach DIN EN  
12697-20 am Probewürfel durchgeführt.  
„„ DIN EN 13169 „Wärmedämmstoffe für Gebäude  
– Werkmässig hergestellt Produkte aus Blähperlit  
(EPB)“  
Die Herstellung von Gussasphalt erfolgt in güteüber-  
wachten stationären Mischwerken. Der Gussasphalt  
wird im heißen Zustand in beheizten Rührwerkskes-  
seln zur Baustelle transportiert.  
„„ DIN 18202 „Toleranzen im Hochbau“  
„„ DIN 18299 „Allgemeine Regelungen für Bau-  
arbeiten jeder Art“  
5
Informationen über Gussasphalt  
„„ ATV DIN 18336 „Abdichtungsarbeiten“  
„„ ATV DIN 18354 „Gussasphaltarbeiten“  
„„ DIN 18534 „Innenraumabdichtungen“  
Fugenfüllungen – auch aus dauerelastischen Massen  
– ersetzen keine Abdichtung.  
Durchdringungen, Übergänge und Abschlüsse müs-  
sen so geplant werden, dass die Bauwerksabdichtung  
fachgerecht angeschlossen werden kann.  
6 Planungs- und Baugrundsätze  
Bei der Auswahl der Einbauteile muss der Planer die  
Einbautemperatur des Gussasphalts berücksichtigen.  
Bei der Planung des abzudichtenden Bauwerkes oder  
der abzudichtenden Bauteile sind die nachfolgenden  
Punkte zu berücksichtigen.  
Klebeflansche, Anschweißflansche oder Manschetten  
sollen so liegen, dass ihre Außenkanten mindes-  
tens150 mm von Bauwerkskanten und -kehlen sowie  
mindestens 500 mm von Bauwerksfugen entfernt  
sind. Die Anschlussflächen müssen mindestens  
100 mm breit sein.  
Die Abdichtung, bestehend aus der Vorbehandlung  
des Abdichtungsuntergrundes, der bzw. den Dich-  
tungsschichten und gegebenenfalls einer Schutz-  
oder Nutzschicht, sollte in allen Schichten von ein und  
demselben Unternehmer hergestellt werden.  
Außenkanten der Los- und Festflanschkonstruktionen  
von Einbauten und Durchdringungen sollen mindes-  
tens 300 mm von Bauwerkskanten und -kehlen sowie  
mindestens 500 mm von Bauwerksfugen entfernt an-  
geordnet werden. Der Festflansch ist im Bauwerk zu  
verankern und so einzubauen, dass seine Oberfläche  
mit der angrenzenden, abzudichtenden Bauwerksflä-  
che eine Ebene bildet.  
Dämmschichten, auf denen Abdichtungen unmittel-  
bar aufgebracht werden sollen, müssen für die jewei-  
lige Nutzung geeignet sein. Wärmedämmstoffe müs-  
sen stofflich für die Einbautemperatur des Gussas-  
phalts, bis 230 °C, geeignet sein. Zusätzlich müssen sie  
die Mindestanforderungen der DIN 4108-10 an eine  
sehr hohe oder extrem hohe Druckbelastbarkeit (ds  
oder dx) und an eine auf 2% begrenzte Langzeit-Di-  
ckenminderung der Dämmschicht erfüllen.  
Entwässerungselemente müssen an den Tiefpunkten  
liegen. Die Oberkante der Entwässerungsteile soll  
etwa 5 mm unter der Oberkante des fertigen Belages  
liegen. Die Anzahl der erforderlichen Entwässerungs-  
einrichtungen und deren Dimensionierung ist vom  
Planverfasser zu ermitteln und festzulegen.  
Flächen, auf die eine Abdichtung aufgebracht wer-  
den soll, müssen fest, eben, frei von Nestern, klaffen-  
den Rissen und Graten sein; sie dürfen nicht nass sein  
und müssen das erforderliche Gefälle aufweisen. Be-  
tonflächen, die grundiert oder versiegelt werden  
müssen, sind abtragend vorzubereiten; Stahlflächen  
sind zu entrosten. Kehlen und Kanten sollen flucht-  
gerecht und gerundet sein. Die Ebenheit der Unterla-  
ge muss DIN 18202 Toleranzen im Hochbau, Tabelle 3,  
Zeile 2, entsprechen. Ein erforderlicher Ausgleich ist  
unterhalb der Abdichtung mit geeigneten Stoffen  
vorzunehmen.  
Zwischen Gussasphaltschicht und Einbauteilen sowie  
Durchdringungen sind Fugen auszusparen und so zu  
füllen, dass keine bewegungshemmenden Fremdkör-  
per eindringen können.  
In Bereichen, in denen unter Berücksichtigung der  
Wassereinwirkung lediglich Bodenflächen abzudich-  
ten sind, ist die Abdichtungsschicht mindestens 5 cm  
über die Oberkante des Fertigfußbodens hochzufüh-  
ren.  
Die Ausbildung der Fugen in der Bauwerkskonstruk-  
tion muss auf das Abdichtungssystem sowie auf Art,  
Richtung und Größe der aufzunehmenden Bewegun-  
gen abgestimmt sein. Die Fugen sollen möglichst ge-  
radlinig verlaufen. Der Schnittwinkel von Fugen un-  
tereinander und mit Kehlen und Kanten soll nicht  
wesentlich vom rechten Winkel abweichen. Die Bau-  
werksabdichtung soll zu beiden Seiten der Fugen in  
derselben Ebene liegen. Der Abstand der Fugen von  
parallel verlaufenden Kehlen und Kanten sowie von  
Durchdringungen muss mindestens 250 mm betra-  
gen.  
Sind besondere chemische Beanspruchungen durch  
das einwirkende Wasser zu erwarten, müssen die  
Abdichtungsstoffe darauf abgestimmt sein.  
Die Abdichtung darf bei den zu erwartenden Bewe-  
gungen der Bauteile, z.B. durch Schwingungen, Tem-  
peraturänderungen oder Setzungen, ihre Schutzwir-  
kung nicht verlieren. Angaben über Art und Größe  
der Bewegungen müssen bei der Planung einer Bau-  
werksabdichtung vorliegen.  
6
Innenraumabdichtungen gemäß DIN 18534  
55  
der Gussasphaltschicht mit bitumenverträglichen  
Flüssigkunststoff-Abdichtungsystemen nach Herstel-  
lerangaben auszuführen.  
7 Abdichtungsbauweisen  
7.1 Abdichtungsbauweisen ohne Dämmschicht  
Zwischen dem aufgehenden Wandanschluss oder ei-  
ner Durchdringung und der Gussasphaltschicht ist  
eine Vergussfuge auszubilden und mit Hilfsstoffen  
nach DIN 18534-4, Punkt 7.3 c) zu verfüllen.  
7.1.1 Abdichtungsbauart mit Asphaltmastix auf  
Trennlage  
Diese einlagige Abdichtungsbauart ist für Bodenflä-  
chen ohne Abläufe im Innenbereich nach DIN 18534  
und mit nicht häufiger Einwirkung aus Spritzwasser  
geeignet, z.B. in Kellerräumen.  
Die Abdichtung von Bewegungsfugen erfolgt durch  
den Einbau von geeigneten Fugenprofilen. Für den  
Anschluss sind Polymerbitumen-Schweißbahnen mit  
hochliegender Trägereinlage mit einer Breite  
300 mm oder Flüssigkunststoffe aus ein- oder mehr-  
komponentigen synthetischen Harzen zu verwenden.  
Die Abdichtung besteht aus einer im Mittel 10 mm  
dicken, an keiner Stelle unter 7 mm oder über 15 mm  
dicken Schicht aus Asphaltmastix, die auf einer Trenn-  
lage aus Rohglasvlies mit min. 60 g/m² fugenlos auf-  
zubringen ist.  
Ein Schutz der Abdichtungsschicht in der Fläche ist  
nicht erforderlich. An aufgehenden Bauteilen ist ggf.  
ein Schutz gegen mechanische Einwirkungen erfor-  
derlich.  
An- und Abschlüsse an aufgehende Bauteile sowie  
Anschlüsse an Durchdringungen sind vor Verlegung  
der Asphaltmastixschicht mit bitumenverträglichen  
Flüssigkunststoff-Abdichtungsystemen nach Herstel-  
lerangaben auszuführen.  
7.1.3 Abdichtungsbauart mit Asphaltmastix  
und Gussasphalt  
Diese zweilagige Abdichtungsbauart ist für Bodenflä-  
chen mit hoher Wassereinwirkungsklasse geeignet,  
z.B. in öffentlichen Duschen oder in Sportstätten.  
Zwischen dem aufgehenden Wandanschluss oder ei-  
ner Durchdringung und der Asphaltmastixschicht ist  
eine Vergussfuge auszubilden und mit Hilfsstoffen  
nach DIN 18534-4, Punkt 7.3 c) zu verfüllen.  
Die Abdichtungsschicht ist aus einer Lage Asphaltmas-  
tix mit einer darauf im Verbund angeordneten Lage  
aus Gussasphalt herzustellen. Die Lage aus Asphalt-  
mastix muss im Mittel 10 mm und darf an keiner  
Stelle unter 7 mm oder über 15 mm dick sein. Die  
Lage aus Gussasphalt muss eine Mindestdicke von  
25 mm aufweisen.  
Die Abdichtung von Bewegungsfugen erfolgt durch  
den Einbau von geeigneten Fugenprofilen. Für den  
Anschluss sind Polymerbitumen-Schweißbahnen mit  
hochliegender Trägereinlage mit einer Breite  
300 mm oder Flüssigkunststoffe aus ein- oder mehr-  
komponentigen synthetischen Harzen zu verwenden.  
Bei dieser Abdichtungsbauart wird im Regelfall eine  
Nutzschicht auf der Asphaltmastix eingebaut.  
7.1.4 Abdichtungsbauart mit Polymerbitumen-  
Schweißbahn und Gussasphalt  
Diese zweilagige Abdichtungsbauart ist für Bodenflä-  
chen mit sehr hoher Wassereinwirkungsklasse, im In-  
nenbereich nach DIN 18534, z.B.im industriellen Be-  
reich, geeignet.  
7.1.2 Abdichtungsbauart mit Gussasphalt  
auf Trennlage  
Diese einlagige Abdichtungsbauweise ist für Räume  
ohne Abläufe und mit nicht häufiger Einwirkung aus  
Spritzwasser im Innenbereich nach DIN 18534 geeig-  
net, z.B. in Küchen, Hauwirtschaftsräumen und Gäs-  
te-WC.  
Die Abdichtungsschicht besteht aus einer Lage Poly-  
merbitumen-Schweißbahn mit hochliegender Träge-  
reinlage nach DIN V 20000-203 mit einer darauf im  
Verbund angeordneten 25 bis 40 mm dicken Schicht  
Gussasphaltestrich nach DIN EN 13813. Sind größere  
Dicken erforderlich, ist der Gussasphalt mehrlagig  
einzubauen.  
Sie besteht aus einer 25 mm bis 40 mm dicken Schicht  
Gussasphaltestrich nach DIN EN 13813, die auf einer  
Trennlage aus Rohglasvlies mit min. 60 g/m² fugenlos  
aufzubringen ist. Sind größere Dicken erforderlich, ist  
der Gussasphalt mehrlagig einzubauen. Die Oberflä-  
che des warmen Gussasphalts ist mit feiner Gesteins-  
körnung abzureiben.  
7.2 Abdichtungsbauweisen mit Dämmschicht  
7.2.1 Anforderungen an Dämmstoffe  
An- und Abschlüsse an aufgehende Bauteile sowie  
Anschlüsse an Durchdringungen sind vor Verlegung  
Als verformungsbeständige Dämmstoffe direkt unter  
Gussasphaltestrichen eignen sich hochdruckfeste  
7
Informationen über Gussasphalt  
Platten, z.B. aus Schaumglas (CG) nach DIN EN 13167  
Ein notwendiges Gefälle der Abdichtungskonstrukti-  
on kann in der Dämmschicht mittels geeigneter Ge-  
fälle-Dämmplatten ausgebildet werden.  
und aus Blähperlit (EPB) nach DIN EN 13169. Sie erfül-  
len die Mindestanforderungen der DIN 4108-10 an  
den Anwendungstyp DAA (Außendämmung unter  
Abdichtungen) bzw. DEO (Dämmung unter Estrich  
ohne Schallschutzanforderung) im Innenbereich, an  
eine sehr hohe oder extrem hohe Druckbelastbarkeit  
(ds oder dx) und an eine auf 2 % begrenzte Lang-  
zeit-Dickenminderung. Ihre Eigenschaften werden  
durch die Einbautemperatur des Gussasphalts bis  
230 °C und während der zwei- bis vierstündigen Ab-  
kühlphase nicht nachteilig verändert.  
Bei gedämmten Bodenflächen in feuchtebeanspruch-  
ten Innenräumen ist zur Sicherstellung dauerhaft  
trockenerGebrauchsverhältnissefürdieDämmschicht  
nur die Abdichtungsbauart mit Polymerbitu-  
men-Schweißbahn und Gussasphalt gemäß DIN  
18534-4 geeignet. Sie ist für alle Arten von häuslichen  
Bädern/Duschen sowie für Duschanlagen in Sportstät-  
ten und Gewerbestätten gemäß DIN 18534-1 anzu-  
wenden. Mit Fliesen belegte oder direkt genutzte,  
Gussasphaltestriche sind für alle Wassereinwirkungs-  
klassen geeignet.  
7.2.2 Hinweise für die Ausführung der Abdichtung  
Die Abdichtungsschicht besteht aus einer Lage Poly-  
merbitumen-Schweißbahn mit hochliegender Träge-  
reinlage und einer darauf im Verbund angeordneten  
25 bis 40 mm dicken Schicht Gussasphaltestrich. Die  
Polymerbitumen-Schweißbahn wird entweder lose  
auf einer Trennlage aus Rohglasvlies, oder auf einer  
Ausgleichsschicht aus Asphaltmastix oder Gussasphalt  
verlegt.  
Für Bäder mit nachträglich installierter Badewanne  
und/oder Duschtasse werden zunächst auf einer  
standfesten Ausgleichsschüttung geringer Dicke ver-  
formungsbeständige EPB-Dämmplatten mit nivellier-  
ter Dämmschichtoberfläche dicht gestoßen im Ver-  
band verlegt.  
Für Bäder mit bodengleicher Dusche wird zunächst  
der Sockel für das Duschelement errichtet. Die darauf  
fixierte Randabstellung für den Gussasphalteinbau ist  
auf die niveaugleiche Oberkante Duschelement und  
Gussasphaltestrich bei gemeinsamem Fliesenbelag  
bzw. Duschwanne und geschliffenen Gussasphalte-  
strich oder mit Fliesenbelag abzustimmen. Die stand-  
feste Ausgleichsschüttung und die verformungsbe-  
ständige Dämmschicht sind gegen einen an allen  
aufgehenden Bauteilen abgestellten geeigneten  
Randdämmstreifen zu arbeiten.  
Bei der Verlegung auf Trennlage wird die Polymerbi-  
tumen-Schweißbahn im Überlappungsbereich ver-  
schweißt. An aufgehenden Bauteilen ist die Abdich-  
tung hochzuführen. Hierbei ist darauf zu achten, dass  
Teilbereiche am Rand zunächst offen bleiben, damit  
die beim Gussasphalteinbau erwärmte Luft aus dem  
Aufbau entweichen kann. Die Entlüftungsöffnungen  
werden nach dem Abkühlen des Gussasphalts ver-  
schlossen.  
7.2.3 Hinweise für Nutzbeläge und direkt genutzte  
Gussasphaltestriche  
Auf Dämmschichten kann alternativ eine Ausgleichs-  
schicht aus Asphaltmastix oder Gussasphalt auf Trenn-  
lage eingebaut werden. Diese Ausgleichsschicht soll  
verhindern, dass die Abdichtung beim Einbau des  
Gussasphalts durch die aufgeheizte, in der Dämm-  
stofflage eingeschlossene Luft hochgedrückt wird.  
Ein neu hergestellter, gleichmäßig abgesandeter Gus-  
sasphaltestrich, der die Ebenheits-anforderungen der  
DIN 18202, Tabelle 3, Zeile 3 erfüllt, ist bei Fliesenfor-  
maten mit Kantenlängen bis zu 30 cm ohne zusätzli-  
che Spachtelungen belegbar. Bei Fliesenformaten mit  
Kantenlängen über 30 cm sind die erhöhten Anforde-  
rungen gemäß Zeile 4 zu erfüllen und zusätzlich muss  
eine Ausgleichsspachtelung erfolgen.  
Sind größere Dicken erforderlich, ist der Gussasphalt  
mehrlagig einzubauen. Die Oberfläche des warmen  
Gussasphalts ist mit feiner Gesteinskörnung abzurei-  
ben.  
Die Fliesen sind mit geeignetem Fliesenkleber nach  
der buttering-floating-Methode zu verlegen. Die um-  
laufende elastische Randfuge ist mit einem geeigne-  
ten Fugendichtungsstoff z.B. auf Silikon- oder Polysul-  
fid-Basis nach Herstellervorschrift zu vergießen.  
Für Bodenabläufe sind Produkte mit Klebeflansch-  
oder Lose-/Fest-Flanschsystem zu verwenden. Das un-  
tere Flanschsystem dient zur Befestigung des Bode-  
neinlaufs in der Massivdecke, in das obere Flanschsys-  
tem wird die Polymerbitumen-Schweißbahn einge-  
bunden.  
Für geschliffene Gussasphaltestriche ist zu berücksich-  
tigen, dass eine ca. 5 mm größere Einbaudicke erfor-  
8
Innenraumabdichtungen gemäß DIN 18534  
55  
derlich ist. Die Oberfläche wird in mehreren Schleif-  
gängen und mit immer feineren Werkzeugen bis zur  
gewünschten Dominanz der Gesteinskörnung (Ter-  
razzo-Optik) aufgearbeitet und mit einem geeigne-  
ten PU- oder Nitrocellulose-Lack permanent versie-  
gelt. Eine abgestimmte Ersteinpflege auf Acrylat-Ba-  
sis sichert eine antistatische und rutschhemmende  
Begehbarkeit der stets individuellen Gussasphalto-  
berfläche.  
Pultförmige Duschwannen mit am hinteren Rand  
angeordneter Schlitzrinne mit Ablaufkörper aus  
Gusseisen oder mit schmaler Sanitär-Kastenrinne aus  
Gusseisen können auch mit geschliffenen Gussasphal-  
testrichen hergestellt werden. Eine geneigte Unterla-  
ge aus verformungsbeständigen Wärmedämm-  
stoff-Gefälleelementen ermöglicht den Gussasphalt-  
einbau in gleichbleibender Dicke.  
8 Ausführungsbeispiele  
(Skizzen nicht maßstäblich)  
8.1 Anschluss an aufgehende Bauteile  
mit Flüssigkunststoff  
8.2 Anschluss an Ablauf  
6
5
4
3
2
1
6
5
4
3
2
1
10 cm  
>20 cm  
> 10 cm  
1
2
3
Klebeflansch (10 cm) oder Los-Fest-Flansch  
1
2
Versiegelung mit Epoxidharz  
Versiegelung mit Epoxidharz  
Polymerbitumen-Schweißbahn mit hochliegen-  
der Trägereinlage  
Polymerbitumen-Schweißbahn mit hochliegen-  
der Trägereinlage  
3
4
5
6
Gussasphalt (obere Lage der Abdichtung)  
Randfuge mit Fugenverguss  
Flüssigkunststoff  
4
Verstärkungsstreifen aus Polymerbitumen-  
Schweißbahn (20 cm)  
5
6
Gussasphalt (obere Lage der Abdichtung)  
Randfuge mit Fugenverguss  
ggf. Abdeckblech  
9
Informationen über Gussasphalt  
gewartet werden. (DIN 52460 „Fugen und Glasab-  
dichtungen – Begriffe“)  
9 Reinigung, Pflege, Wartung  
Abdichtungen in Verbindung mit Gussasphalt sind  
Pflege- und Wartungsarm.  
Schon bei der Planung muss aber berücksichtigt wer-  
den, dass Fugen Typ II zur Wartung und Kontrolle  
zugänglich sein müssen.  
Bitumen- bzw. Kunststofffugen in Gussasphaltschich-  
ten sind starken physikalischen und ggf. chemischen  
Einflüssen ausgesetzt. Sie müssen deshalb regelmäßig  
Wasserabläufe müssen regelmäßig kontrolliert und  
gereinigt werden.  
10  
Innenraumabdichtungen gemäß DIN 18534  
55  
10 Innenraumabdichtungen mit Asphaltmastix und Gussasphalt gemäß DIN 18534  
(Beispiele)  
11  
Informationen über Gussasphalt  
11 Musterleistungsbeschreibungen  
Allen Leistungsbeschreibungen sind ausführliche Hinweise nach ATV  
DIN 18299 und DIN 18336, Abschnitt 0, voranzustellen  
1
Abdichtungsbauweise aus Polymerbitumen-Schweißbahn und Gussasphalt  
Einheits-  
Gesamt-  
preis  
Menge  
Einheit  
OZ  
Leistungsbeschreibung  
preis  
EUR  
EUR  
1.1 Auf Betonuntergrund  
1.0  
2.0  
Betonoberfläche reinigen  
m²  
m²  
Betonoberfläche abtragend vorbereiten,  
abgetragenes Material beseitigen  
Verfahren______________________________________  
3.0  
4.0  
Versiegelung zweilagig aus lösemittelfreiem Epoxidharz nach  
DIN 18534-4, Abs. 12 herstellen. 1. Lage mind. 400 g/m2, abge-  
streut mit feuergetrocknetem Quarzsand der Körnung 0,7/1,2 mm  
2. Lage mindestens 600 g/m2, jedoch ohne Abstreuung  
m²  
m²  
Alternativ:  
Grundierung aus lösemittelfreiem Epoxidharz nach DIN 18534-4  
herstellen. Verbrauch 300 bis 500 g/m2. Die noch frische Grundie-  
rung mit feuergetrocknetem Quarzsand der Körnung 0,2/0,7 mm  
einstreuen; Verbrauch 500 bis 800 g/m2, nicht eingebundenes  
Abstreumaterial abfegen und entsorgen.  
4.1  
5.0  
Alternativ:  
m²  
kg  
Haftbrücke, z.B. Bitumenvoranstrich flächendeckend auf Beton-  
untergrund aufbringen, Verbrauch 200 bis 300 g/m2  
Kratzspachtelung:  
Unebenheiten/Rautiefen von 1,5 mm bis 5 mm mit Kratzspach-  
telung aus lösemittelfreiem Epoxidharzmörtel im Mischverhältnis  
1:3 bis 1:4 ausgleichen und mit feuergetrocknetem Quarzsand  
abstreuen.  
6.0  
6.1  
Untere Lage der Abdichtungsschicht  
m²  
m²  
Abdichtungsschicht aus Polymerbitumen-Schweißbahn mit hoch-  
liegender Trägereinlage nach DIN EN 14695 aufschweißen.  
Obere Lage der Abdichtungsschicht  
Schicht aus Gussasphaltestrich der Härteklasse AS IC ___,  
Nenndicke _____ mm als obere Lage der Abdichtung einbauen  
7.0  
8.0  
Gussasphaltoberfläche bearbeiten  
m²  
m
Verfahren:__________________________  
Fugenspalt an Abschlüssen, Anschlüssen und Durchdringungen in  
der Gussasphaltschicht herstellen  
12  
Innenraumabdichtungen gemäß DIN 18534  
55  
Einheits-  
preis  
Gesamt-  
preis  
Menge  
Einheit  
OZ  
8.1  
Leistungsbeschreibung  
EUR  
EUR  
Fugen vergießen/verfüllen  
m
Art der Vergussmasse_____________________________  
Fabrikat ____________________________________  
(vom Bieter anzugeben)  
1.2 Auf Dämmschicht *)  
1.0  
Untere Lage der Abdichtung aus Polymerbitumen-Schweißbahn  
mit hochliegender Trägereinlage nach DIN EN 14695 flächig auf  
der Ausgleichsschicht der Dämmschicht verlegen, Stöße und  
Nähte verschweißen  
m2  
Fabrikat ___________________________________________  
(vom Bieter anzugeben)  
2.0  
Obere Lage der Abdichtungsschicht  
m2  
Schicht aus Gussasphaltestrich der Härteklasse AS IC ____,  
Nenndicke _____ mm als obere Lage der Abdichtung einbauen  
3.0  
4.0  
4.1  
Gussasphaltoberfläche bearbeiten  
m2  
m
Verfahren:__________________________  
Fugenspalt an Abschlüssen, Anschlüssen und Durchdringungen in  
der Gussasphaltschicht herstellen  
Fugen vergießen/verfüllen  
m
Art der Vergussmasse_____________________________  
Fabrikat ____________________________________  
(vom Bieter anzugeben)  
*) Leistungstexte für die Ausführung von Dämmschichten sind in den Technischen Informationen Nr. 44 „Industrieestriche“ und  
Nr. 50 „Schwimmende Estriche“ enthalten.  
13  
Informationen über Gussasphalt  
2
Abdichtungsbauweise aus Asphaltmastix und Gussasphalt  
Einheits-  
preis  
Gesamt-  
preis  
Menge  
Einheit  
OZ  
Leistungsbeschreibung  
EUR  
EUR  
2.1 Auf Betonuntergrund  
1.0  
2.0  
3.0  
Betonoberfläche reinigen  
m²  
m²  
m²  
Trennlage aus Rohglasvlies mit Überlappung verlegen  
Untere Lage der Abdichtung aus Asphaltmastix i.M. 10 mm dick  
einbauen  
3.1  
4.0  
5.0  
5.1  
Obere Lage der Abdichtung aus Gussasphaltestrich der Härteklasse  
AS IC ____, Nenndicke _____ mm einbauen  
m²  
m²  
m
Gussasphaltoberfläche bearbeiten  
Verfahren:__________________________  
Fugenspalt an Abschlüssen, Anschlüssen und Durchdringungen in  
der Gussasphaltschicht herstellen  
Fugen vergießen/verfüllen  
m
Art der Vergussmasse_____________________________  
Fabrikat ____________________________________  
(vom Bieter anzugeben)  
2.2 Auf Dämmschicht *)  
1.0  
2.0  
3.0  
4.0  
4.1  
Untere Lage der Abdichtung aus Asphaltmastix i.M. 10 mm dick  
auf der Abdeckung der Dämmschicht einbauen  
m2  
m2  
m2  
m
Obere Lage der Abdichtung aus Gussasphaltestrich der Härte-  
klasse AS IC ____, Nenndicke _____ mm einbauen  
Gussasphaltoberfläche bearbeiten  
Verfahren:__________________________  
Fugenspalt an Abschlüssen, Anschlüssen und Durchdringungen in  
der Gussasphaltschicht herstellen  
Fugen vergießen/verfüllen  
m
Art der Vergussmasse_____________________________  
Fabrikat ____________________________________  
(vom Bieter anzugeben)  
*) Leistungstexte für die Ausführung von Dämmschichten sind in den Technischen Informationen Nr. 44 „Industrieestriche“ und  
Nr. 50 „Schwimmende Estriche“ enthalten.  
14  
Innenraumabdichtungen gemäß DIN 18534  
55  
3
Abdichtungsbauweise aus Gussasphalt oder Asphaltmastix auf Trennschicht  
Einheits-  
Gesamt-  
preis  
Menge  
Einheit  
OZ  
Leistungsbeschreibung  
preis  
EUR  
EUR  
3.1 Auf Betonuntergrund  
1.0  
2.0  
3.0  
4.0  
Betonoberfläche reinigen  
m²  
m²  
Trennlage aus Rohglasvlies mit Überlappung verlegen  
Abdichtung aus Asphaltmastix i.M. 10 mm dick einbauen  
Alternativ:  
Schicht aus Gussasphaltestrich der Härteklasse AS IC ____,  
Nenndicke _____ mm einbauen  
4.1  
5.0  
5.1  
Gussasphaltoberfläche bearbeiten  
m²  
m
Verfahren:__________________________  
Fugenspalt an Abschlüssen, Anschlüssen und Durchdringungen in  
der Gussasphaltschicht herstellen  
Fugen vergießen/verfüllen  
m
Art der Vergussmasse_____________________________  
Fabrikat ____________________________________  
(vom Bieter anzugeben)  
15  
Informationen über Gussasphalt  
4
Anschlüsse an aufgehende Bauteile und Durchdringungen  
Einheits-  
preis  
Gesamt-  
preis  
Menge  
Einheit  
OZ  
Leistungsbeschreibung  
EUR  
EUR  
1.0  
Abdichtungsanschluss mit bitumenverträglichem Flüssigkunst-  
stoff-Abdichtungsystem nach Herstellerangaben herstellen  
Höhe der Aufkantung __________________________cm*  
Flüssigkunststoffsystem: ___________________________  
(vom Bieter anzugeben)  
m
2.0  
Zulage für Stützen:  
Stck  
Höhe der Aufkantung __________________________cm*  
Abmessungen: _______________________________ cm*  
3.0  
4.0  
Zulage für Ecken:  
Stck  
Stck  
Abdichtungsanschluss mit bitumenverträglichem  
Flüssigkunststoff-Abdichtungsystem an Flanschkonstruktionen  
von Durchdringungen und Abläufen herstellen  
Durchdringung/Ablauf NW: _______________________*  
*) Ist vom Ausschreibenden anzugeben  
16  
Innenraumabdichtungen gemäß DIN 18534  
55  
17  
Überreicht durch:  
Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.  
Bundesfachabteilung Gussasphalt  
Kurfürstenstraße 129 · 10785 Berlin  
Tel.: 030-212 86-263 · Fax: 030-212 86-297  
Beratungsstelle für Gussasphaltanwendung e.V.  
Dottendorfer Straße 86 · 53129 Bonn  
Tel.: 02 28-23 98 99 · Fax: 02 28-23 93 99