Informationen über Gussasphalt
1 Allgemeines
2 Baustoffe
2.1 Gesteinskörnungen
NachDINEN13318EstrichmörtelundEstriche,Begriffe
Es wird unterschieden in Füller, feine und grobe
Gesteinskörnungen. Füller ist die Gesteinskörnung,
deren überwiegender Anteil durch das 0,063-mm-
Sieb fällt. Feine Gesteinskörnungen sind für den An-
wendungsbereich Gussasphalt auf 0,063 bis 2 mm
begrenzt und grobe Gesteinskörnungen sind vorwie-
gend Korngrößen bis 11 mm.
ist ein Estrich ein aus einer Schicht oder Schichten aus
Estrichmörtel (bei Gussasphalt Estrichmassen) herge-
stelltes Bauteil, das auf der Baustelle direkt auf dem
Untergrund, mit oder ohne Verbund, oder auf einer
zwischenliegenden Trenn- oder Dämmschicht verlegt
wird. Ein Estrich hat demnach eine oder mehrere
Funktionen zu erfüllen:
n
n
n
eine vorgegebene Höhenlage zu erreichen
einen Bodenbelag aufzunehmen
unmittelbar genutzt zu werden.
Im Regelfall werden natürliche Gesteinskörnungen
verwendet. Es können auch geeignete künstliche
Gesteinskörnungen eingesetzt werden. Für die Her-
stellung säureresistenter Gussasphalte werden säure-
resistente Gesteinskörnungen verwendet.
Ein schwimmender Estrich wird auf einer schall- und/
oder wärmedämmenden Schicht verlegt und ist voll-
ständig von allen aufgehenden Bauteilen, wie zum
Beispiel Wänden oder Rohrleitungen, getrennt. Estri-
che mit integrierter Fußbodenheizung werden als
Heizestriche bezeichnet.
2.2 Bindemittel
Bitumen ist ein schwerflüchtiger, dunkelfarbiger
Stoff, bestehend aus verschiedenen organischen Sub-
stanzen. Es wird bei der Destillation geeigneter Erd-
öle gewonnen und kann durch weitere Bearbeitung
in unterschiedlichen Arten und Sorten hergestellt
werden.
Schwimmende Estriche haben den Zweck, den Wär-
me- und Schallschutz zu verbessern. Ferner müssen
sie geeignet sein, alle üblichen Oberbeläge aufzu-
nehmen.
Gussasphalt-Heizestriche sind besonders wirtschaft-
lich. Die Fußbodenheizung wird ohne aufwendiges
Aufheizen direkt in Betrieb genommen. Aufgrund
der geringen Überdeckung über den Heizleitungen
ist eine geringere Vorlauftemperatur möglich. Daher
sind diese für Wärmepumpensysteme besonders ge-
eignet. Die Bemessung der Fußbodenheizung erfolgt
durch einen TGA Fachplaner.
2.3 Gussasphalt
Gussasphalt ist ein praktisch hohlraumfreies und dich-
tes Gemisch aus Gesteinskörnungen und Bitumen.
Das Gemisch aus Gesteinskörnungen ist hohlrau-
marm zusammengesetzt. Der Bindemittelgehalt ist
auf die Hohlräume des Gemisches so abgestimmt,
dass diese in der fertigen Schicht ausgefüllt sind. Bei
der Verarbeitungstemperatur stellt sich wegen des
höheren Temperaturausdehnungskoeffizienten des
Bitumens gegenüber dem der Gesteinskörnung ein
geringer Volumenüberschuss an Bitumen ein. Dieser
ist für die Verarbeitbarkeit erforderlich.
Als Anwendungsbereiche von schwimmenden Guss-
asphaltestrichen und -Heizestrichen sind zu nennen:
n
n
n
Altbausanierung
Wohn- und Geschäftsbauten
Schulen, Krankenhäuser und andere öffentliche
Gebäude
Bei der Zusammensetzung des Gussasphalts sind ins-
besondere zu berücksichtigen und in der Leistungsbe-
schreibung anzugeben:
n
Industriebauten (siehe Heft „Industrieestriche”).
Vor allen Baumaßnahmen muss der Planer die Bau-
substanz für die vorgesehene Nutzung prüfen. Nor-
men für Ausschreibungen, Leistungsbeschreibungen
und Ausführungen von Gussasphaltarbeiten sind un-
ter Abschnitt 4 (Regelwerke) aufgelistet.
n
n
n
der vorgesehene Verwendungszweck
klimatische und örtliche Verhältnisse
zu erwartende Flächenpressungen oder Punkt-
belastungen
Musterleistungsbeschreibungen für schwimmen-
de Gussasphaltestriche mit Anforderungen an den
Wärme- und Trittschallschutz sind unter Abschnitt 11
(Musterleistungsbeschreibungen) zusammengestellt.
Unter Berücksichtigung dieser Angaben bleibt die
Zusammensetzung dem Auftragnehmer überlassen.
Die Herstellung erfolgt in stationären Mischwerken.
Das Mischgut wird in heißem Zustand in beheizten
Rührwerkskesseln zur Baustelle transportiert.
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