59  
Technische Informationen  
Schwimmende  
Gussasphaltestriche  
Informationen über Gussasphalt  
Veröffentlichungen über Gussasphalt  
Heft-Nr. Titel  
43 Straßen, Wege, Plätze  
44  
47  
52  
53  
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Industrieestriche aus Gussasphalt  
Gussasphalt von A bis Z – Bauweisen  
Gussasphalt auf kommunalen Verkehrsflächen  
Abdichtungen aus Gussasphalt auf Parkdecks, Hofkellerdecken und Rampen sowie in Tiefgaragen  
Bauwerksabdichtungen gemäß DIN 18531 und 18533  
Innenraumabdichtungen gemäß DIN 18534  
Gussasphalt in Anlagen mit wassergefährdenden Stoffen  
Brücken, Tröge, Tunnel  
Nachhaltiges Bauen mit Gussasphalt (in Bearbeitung)  
Schwimmende Gussasphaltestriche  
Diese „Technischen Informationen“ können unter www.gussasphaltwissen.de bestellt werden.  
Unter „gussasphalt kompakt“ finden Sie kostenfreie Sonderdrucke zu einzelnen Fachthemen, die ebenfalls unter  
www.gussasphaltwissen.de als PDF-Datei heruntergeladen werden können.  
Der jährlich neu erscheinende Asphalt-Taschenkalender bietet auf mehr als 150 Seiten wertvolle Informationen  
über die Anwendung und Eigenschaften von Asphalt, Bitumenwerkstoffen und insbesondere Gussasphalt.  
Er kann gegen eine Schutzgebühr bei der Beratungsstelle für Gussasphaltanwendung e.V. bezogen werden.  
Informationen über Gussasphalt ISSN 0172-3138  
herausgegeben  
erarbeitet  
von der bga Beratungsstelle für Gussasphaltanwendung e.V.  
von der Technischen Kommission der bga:  
Dipl.-Ing. L. Driske  
Dipl.-Ing. R. Flößer  
R. Grischek  
Hamburg  
Stuttgart  
Bergheim  
Hanau  
Dipl.-Ing. H. Gerigk  
Dipl.-Ing. A. Götze  
Dipl.-Ing. M. Hantke  
Dipl.-Ing. S. Hofmann  
R. Hofmeister  
Berlin  
Bürstadt  
Köln  
Herford  
Dipl.-Ing. N. Hüttermann  
Dipl.-Ing. S. Könneke  
Dipl.-Ing. S. Lorenz  
Dipl.-Ing. H. Marossow  
Dipl.-Ing. P. Rode  
Dipl.-Ing. H.-J. Schriek  
Dipl.-Ing. T. Sikinger  
H. Steidl  
Ladbergen  
Dortmund  
Bardowick  
Neubrandenburg  
Bonn  
Holzwickede  
Bardowick  
Bonn  
Dipl.-Ing. E. Taube  
Dipl.-Ing. D. Wietstock  
Essen  
Brunsbüttel  
hergestellt  
von inpuncto:asmuth, druck + medien gmbh, Standort Bonn  
Socialmedialogos: Freepik.com  
zu beziehen  
von der bga Beratungsstelle für Gussasphaltanwendung e.V.  
Dottendorfer Str. 86, 53129 Bonn  
Telefon 02 28/23 98 99, Fax 02 28/23 93 99  
© Alle Rechte vorbehalten  
03/2023  
Technische Informationen über Gussasphalt  
#gussasphalt  
Schwimmende Gussasphaltestriche  
59  
Schwimmende Gussasphaltestriche  
Inhalt  
1
2
Allgemeines  
2
2
Baustoffe  
2.1 Gesteinskörnungen  
2.2 Bindemittel  
2
2
2.3 Gussasphalt  
2
3
4
5
Eigenschaften von Gussasphalt  
Regelwerke  
3
4
Planungs- und Ausschreibungshinweise  
5.1 Gussasphaltestriche und Gussasphalt-Heizestriche  
5.2 Dämmstoffe  
5
5
5
5.3 Schallschutz  
7
5.4 Wärmeschutz  
8
5.5 Brandschutz  
10  
12  
12  
15  
14  
17  
17  
17  
18  
5.6 Bauen im Bestand  
5.7 Direkt genutzte Gussasphaltestriche  
Bauliche Erfordernisse  
Ausführung  
6
7
8
9
Reinigung, Pflege, Wartung  
Prüfungspflichten des Auftragnehmers  
10 Ausführungsbeispiele  
11 Musterleistungsbeschreibungen  
11.1 Gussasphaltestrich auf Dämmschicht für Anforderungen an den Wärmeschutz  
11.2 Gussasphaltestrich auf Dämmschicht für Anforderungen an den Trittschallschutz  
1
Informationen über Gussasphalt  
1 Allgemeines  
2 Baustoffe  
2.1 Gesteinskörnungen  
NachDINEN13318EstrichmörtelundEstriche,Begriffe  
Es wird unterschieden in Füller, feine und grobe  
Gesteinskörnungen. Füller ist die Gesteinskörnung,  
deren überwiegender Anteil durch das 0,063-mm-  
Sieb fällt. Feine Gesteinskörnungen sind für den An-  
wendungsbereich Gussasphalt auf 0,063 bis 2 mm  
begrenzt und grobe Gesteinskörnungen sind vorwie-  
gend Korngrößen bis 11 mm.  
ist ein Estrich ein aus einer Schicht oder Schichten aus  
Estrichmörtel (bei Gussasphalt Estrichmassen) herge-  
stelltes Bauteil, das auf der Baustelle direkt auf dem  
Untergrund, mit oder ohne Verbund, oder auf einer  
zwischenliegenden Trenn- oder Dämmschicht verlegt  
wird. Ein Estrich hat demnach eine oder mehrere  
Funktionen zu erfüllen:  
n
n
n
eine vorgegebene Höhenlage zu erreichen  
einen Bodenbelag aufzunehmen  
unmittelbar genutzt zu werden.  
Im Regelfall werden natürliche Gesteinskörnungen  
verwendet. Es können auch geeignete künstliche  
Gesteinskörnungen eingesetzt werden. Für die Her-  
stellung säureresistenter Gussasphalte werden säure-  
resistente Gesteinskörnungen verwendet.  
Ein schwimmender Estrich wird auf einer schall- und/  
oder wärmedämmenden Schicht verlegt und ist voll-  
ständig von allen aufgehenden Bauteilen, wie zum  
Beispiel Wänden oder Rohrleitungen, getrennt. Estri-  
che mit integrierter Fußbodenheizung werden als  
Heizestriche bezeichnet.  
2.2 Bindemittel  
Bitumen ist ein schwerflüchtiger, dunkelfarbiger  
Stoff, bestehend aus verschiedenen organischen Sub-  
stanzen. Es wird bei der Destillation geeigneter Erd-  
öle gewonnen und kann durch weitere Bearbeitung  
in unterschiedlichen Arten und Sorten hergestellt  
werden.  
Schwimmende Estriche haben den Zweck, den Wär-  
me- und Schallschutz zu verbessern. Ferner müssen  
sie geeignet sein, alle üblichen Oberbeläge aufzu-  
nehmen.  
Gussasphalt-Heizestriche sind besonders wirtschaft-  
lich. Die Fußbodenheizung wird ohne aufwendiges  
Aufheizen direkt in Betrieb genommen. Aufgrund  
der geringen Überdeckung über den Heizleitungen  
ist eine geringere Vorlauftemperatur möglich. Daher  
sind diese für Wärmepumpensysteme besonders ge-  
eignet. Die Bemessung der Fußbodenheizung erfolgt  
durch einen TGA Fachplaner.  
2.3 Gussasphalt  
Gussasphalt ist ein praktisch hohlraumfreies und dich-  
tes Gemisch aus Gesteinskörnungen und Bitumen.  
Das Gemisch aus Gesteinskörnungen ist hohlrau-  
marm zusammengesetzt. Der Bindemittelgehalt ist  
auf die Hohlräume des Gemisches so abgestimmt,  
dass diese in der fertigen Schicht ausgefüllt sind. Bei  
der Verarbeitungstemperatur stellt sich wegen des  
höheren Temperaturausdehnungskoeffizienten des  
Bitumens gegenüber dem der Gesteinskörnung ein  
geringer Volumenüberschuss an Bitumen ein. Dieser  
ist für die Verarbeitbarkeit erforderlich.  
Als Anwendungsbereiche von schwimmenden Guss-  
asphaltestrichen und -Heizestrichen sind zu nennen:  
n
n
n
Altbausanierung  
Wohn- und Geschäftsbauten  
Schulen, Krankenhäuser und andere öffentliche  
Gebäude  
Bei der Zusammensetzung des Gussasphalts sind ins-  
besondere zu berücksichtigen und in der Leistungsbe-  
schreibung anzugeben:  
n
Industriebauten (siehe Heft „Industrieestriche”).  
Vor allen Baumaßnahmen muss der Planer die Bau-  
substanz für die vorgesehene Nutzung prüfen. Nor-  
men für Ausschreibungen, Leistungsbeschreibungen  
und Ausführungen von Gussasphaltarbeiten sind un-  
ter Abschnitt 4 (Regelwerke) aufgelistet.  
n
n
n
der vorgesehene Verwendungszweck  
klimatische und örtliche Verhältnisse  
zu erwartende Flächenpressungen oder Punkt-  
belastungen  
Musterleistungsbeschreibungen für schwimmen-  
de Gussasphaltestriche mit Anforderungen an den  
Wärme- und Trittschallschutz sind unter Abschnitt 11  
(Musterleistungsbeschreibungen) zusammengestellt.  
Unter Berücksichtigung dieser Angaben bleibt die  
Zusammensetzung dem Auftragnehmer überlassen.  
Die Herstellung erfolgt in stationären Mischwerken.  
Das Mischgut wird in heißem Zustand in beheizten  
Rührwerkskesseln zur Baustelle transportiert.  
2
Schwimmende Gussasphaltestriche  
59  
Siehe auch Technische Informationen über Guss-  
asphalt, Heft „Gussasphalt von A bis Z – Bauweisen“.  
n
ermöglicht auf geeigneten Wärmedämmstoffen  
geringe Konstruktionshöhen, auch bei Niedrig-  
energie- und Passivhäusern.  
Siehe auch Technische Informationen über Guss-  
asphalt, Heft 47 „Gussasphalt vonA bis Z – Bauweisen“.  
n
n
n
n
hat auch als direkt genutzter Estrich eine geringe  
Wärmeableitung (= 0,900 W/mK)  
ist infolge seines viskoelastischen Verhaltens un-  
empfindlich gegen Stoß und Schlag.  
3 Eigenschaften von Gussasphalt  
neigt aufgrund des Bindemittels als direkt ge-  
nutzter Estrich nicht zur Staubbildung.  
kann Spannungen, z.B. aus langsam ablaufenden  
Temperaturänderungen oder Bauwerksbewe-  
gungen und Setzungen, durch Relaxation rissfrei  
abbauen.  
In DIN EN 13813 wird Gussasphalt nach den Ergebnis  
sen des Eindringversuchs gemäß DIN EN 12697 – 20  
Asphalt – Prüfverfahren für Heißasphalt, Bestimmung  
der Eindringtiefe an Würfeln oder Marshall-Probe-  
körpern in die Härteklassen ICH 10, IC 10, IC 15, IC 40  
und IC 100 eingeteilt.  
n
n
ist hohlraumfrei und wasserdicht, nimmt kein  
Wasser auf und kann weder quellen noch schwin-  
den.  
Im Wohnungsbau wird für die Herstellung schwim-  
mender Gussasphaltestriche im Regelfall Gussasphalt  
der Härteklasse IC 10 verwendet.  
ist dicht und porenfrei und bietet deshalb keine  
Ansatzflächen, in denen sich Bakterien, Mikro-  
ben oder Ungeziefer festsetzen können, ist ge-  
ruchlos und geschmacksneutral.  
Für Gussasphalt-Heizestriche gilt eine höhere Anfor-  
derung an die Eindringtiefe bei 40 °C (siehe ICH 10  
Tabelle 1).  
n
ist praktisch nicht brennbar (siehe Gutachten zu  
Brandversuchen).  
Aufgrund seiner Zusammensetzung und der Binde-  
mitteleigenschaften weist Gussasphalt eine Fülle von  
vorteilhaften Eigenschaften für die Anwendung als  
Estrich auf.  
n
n
ist mit allen Bodenbelägen belegbar.  
ist mit geeigneten Kunststoffbeschichtungen in  
nahezu allen Farben und Farbkombinationen  
gestaltbar.  
Gussasphaltestrich  
n
n
ist als direkt genutzter Estrich mit Wasser oder  
Seifenlösung leicht zu reinigen. Reinigungsma-  
schinen können ebenfalls eingesetzt werden.  
kanndurchSchleifeneineterrazzoähnlicheOber-  
fläche zur direkten Nutzung erhalten.  
ist dauerhaft und damit wirtschaftlich.  
ist wiederverwendbar und damit nachhaltig.  
n
n
n
kann auch auf großen Flächen fugenlos einge-  
baut werden.  
ist nach dem Erkalten belegreif – keine Abbinde-  
zeit erforderlich.  
vermindert Trittschall auf Massivdecken um bis  
zu 14 dB(A), in Verbindung mit Dämmschich-  
ten werden Trittschallverbesserungsmaße bis 33  
dB(A) erreicht.  
n
n
Gutachten bestätigen, dass von Gussasphaltbelägen  
keine Emissionen ausgehen.  
n
hat eine besonders hohe innere Dämpfung. Der  
Verlustfaktor für durchlaufende Schallwellen be-  
trägt bei Raumtemperatur 0,18 (Beton: 0,0063),  
die Schalllängsleitung ist gering.  
Tabelle 1: Härteklassen von Gussasphalt nach DIN EN 13813 – aufgebrachte Last 525N – Eindringtiefe in 0,1 mm  
Klasse  
ICH 10  
IC 10  
IC 15  
Eindringtiefe in 1/10 mm  
15  
IC 40  
IC 100  
Prüfbedingungen  
22 1 °C, 100 mm2, 5 h  
10  
20  
10  
40  
40 1 °C, 100 mm2, 2 h  
40 1 °C, 500 mm2, 0,5 h  
60  
> 15 bis 40  
> 40 bis 100  
IC für Indentation on Cubes (Eindringtiefe am Probewürfel), H für Heizestrich  
3
Informationen über Gussasphalt  
Stoff- und Prüfnormen für Gussasphaltestriche  
4 Regelwerke  
DIN EN 12591  
Bitumen und bitumenhaltige  
Bindemittel – Anforderungen an  
Straßenbaubitumen  
Bei Planung,Ausschreibung undAusführung von Gus-  
sasphaltestrichen und Gussasphalt-Heizestrichen auf  
Dämmschichten sind u. a. folgende Regelwerke in  
ihrer jeweils aktuellen Fassung zu beachten:  
DIN EN 13305  
Bitumen und bitumenhaltige Bin-  
demittel – Spezifikationsrahmen  
für Hartbitumen für industrielle  
Anwendungen  
Vertragsgrundlagen  
VOB/A DIN 1960  
Allgemeine Bestimmungen für  
die Vergabe von Bauleistungen  
DIN EN 13813  
Estrichmörtel, Estrichmassen und  
Estriche – Anforderungen und  
Prüfungen  
VOB/B DIN 1961  
Allgemeine Vertragsbedingun-  
gen für die Ausführung von Bau-  
leistungen  
Ausgewählte Prüfnormen fürWärme- undTrittschall-  
dämmstoffe  
VOB/C DIN 18299 Allgemeine Regelungen für Bau-  
arbeiten jeder Art  
DIN EN 826  
Wärmedämmstoffe für das Bau-  
wesen – Bestimmung des Verhal-  
tens bei Druckbeanspruchung  
VOB/C DIN 18354 Gussasphaltarbeiten  
DIN EN 1606  
Wärmedämmstoffe für das Bau-  
wesen – Bestimmung des Lang-  
zeit-Kriechverhaltens bei Druck-  
beanspruchung  
Planungs- und Ausführungsnormen  
DIN 4102-4  
Brandverhalten von Baustoffen  
und Bauteilen – Teil 4: Zusam-  
menstellung und Anwendung  
klassifizierter Baustoffe, Bauteile  
und Sonderbauteile  
DIN EN 12431  
Wärmedämmstoffe für das Bau-  
wesen – Bestimmung der Dicke  
von Dämmstoffen unter schwim-  
menden Estrichen  
DIN 4108-10  
Wärmeschutz und Energieeinspa-  
rung in Gebäuden – Teil 10: An-  
wendungsbezogene Anforderun-  
gen an werkmäßig hergestellte  
Wärmedämmstoffe  
DIN 4109  
Schallschutz im Bauwesen  
Abdichtung erdberührter Bauteile  
Innenraumabdichtung  
Tabelle 2: Einsatzbereiche für Gussasphaltestriche  
DIN 18533  
DIN 18534  
DIN 18202  
DIN 18560  
DIN EN 1264-4  
DIN 18560-4  
DIN 18560-1  
Einsatz-  
bereich  
Umgebungs-  
temperatur  
Härteklasse  
Toleranzen im Hochbau  
Estriche im Bauwesen  
Beheizte  
Räume  
ICH 10  
IC 10  
+ 10 °C  
+ 5 °C  
Fußbodenheizung, Systeme und  
Komponenten – Teil 4: Installa-  
tion  
IC 15  
0 °C  
Nicht beheiz- IC 15  
0 °C  
te Räume  
IC 40  
Keine Angaben  
Keine Angaben  
DIN EN 13501-1  
Klassifizierung von Bauproduk-  
ten und Bauarten nach ihrem  
Brandverhalten – Teil 1: Klassifi-  
zierung mit den Ergebnissen aus  
den Prüfungen zum Brandverhal-  
ten  
Im Freien  
IC 40  
Kühlräume  
IC 40 oder IC 100 Keine Angaben  
Die angegebenenTemperaturen dürfen nicht unterschritten  
werden.  
4
Schwimmende Gussasphaltestriche  
59  
den Heizelementen von mindestens 15 mm. System-  
abhängig kann es erforderlich sein, den Gussasphalt-  
Heizestrich in 2 Lagen mit je 25 mm einzubauen.  
5 Planungs- und  
Ausschreibungshinweise  
5.1 Gussasphaltestriche und  
Gussasphalt-Heizestriche  
Für geschliffene Gussasphalt-Heizestriche wird eine  
zweilagigeAusführungmitjeweils25mmempfohlen.  
Folgende Begriffe sind für das weitere Verständnis  
wichtig:  
Bei Warmwasserfußbodenheizungen darf die mittle-  
reTemperatur im Bereich der Heizelemente von 45 °C,  
bei Elektro-Fußbodenheizung 55 °C, auf Dauer nicht  
überschritten werden.  
n
n
n
Nenndicke: Vorgegebene Estrichdicke  
Mindestdicke: Kleinster, zulässiger (Einzel-) Wert  
Höchstdicke: Größter, zulässiger (Einzel-) Wert  
Nach DIN 18560 werden alle Estriche durch Kurz-  
bezeichnungen beschrieben, die Hinweise auf den  
Estrichmörtel oder die Estrichmasse sowie die Druck-  
festigkeit oder Härte geben. Gussasphaltestrich auf  
Dämmschicht wird nach DIN 18560-2 wie folgt be-  
zeichnet, z.B.:  
Wie bei allen Terrazzobelagssytemen üblich, sind  
Mehreinbaudickenzuberücksichtigen,umdieDicken-  
verringerung beim Schleifen zu kompensieren. Direkt  
genutzte Gussasphaltestriche mit Nenndicken über  
40 mm sind grundsätzlich zweilagig herzustellen.  
Estrich DIN 18560 – AS IC 10 – S 25  
5.2 Dämmstoffe  
Gussasphaltestrich (AS) der Härteklasse (10), ermittelt  
als Eindringtiefe am Normwürfel (IC), schwimmend (S)  
verlegt mit einer Nenndicke von (25) mm.  
Dämmstoffe direkt unter Gussasphaltestrich  
Als Dämmstoffe direkt unter Gussasphaltestrich eig-  
nen sich hochdruckfeste Platten, z.B. aus Blähperlit  
(EPB) oder Schaumglas (CG), deren Eigenschaften  
durch die Einbautemperatur des Gussasphaltes bis  
250°C und während der zwei- bis vierstündigen Ab-  
kühlphase nicht nachteilig verändert werden.  
Bei Gussasphaltestrichen auf Dämmschicht wird  
die Tragfähigkeit der Estrichkonstruktion durch die  
Dauerdruckbelastbarkeit der Dämmschicht definiert,  
da im Gussasphaltestrich keine nennenswerte Last-  
verteilung von oben nach unten erfolgt. Somit ist  
bei geeigneter Dämmschicht eine Nenndicke des  
Gussasphaltestrichs der Härteklasse IC10 nach DIN  
EN 13813 von 25 mm ausreichend. Grundsätzlich  
sind dauerhafte Punktlasten (z. B. Möbelfüße) zu  
berücksichtigen, die auf den Gussasphalt einwirken.  
Bei Gussasphaltestrichen auf Dämmschicht der Klasse  
IC10 (IC15) darf unter Einwirkung einer Einzellast  
auf Dauer keine Pressung größer als 0,25 N/mm²  
betragen.  
Es sind die Angaben der Dämmstoffhersteller zur  
Verformungsbeständigkeit der Dämmstoffe zu be-  
rücksichtigen.  
Geeignete Dämmplatten aus EPB und CG für hohe  
Druckbelastbarkeit werden mit „DEO dh“ oder „DEO  
ds“ nach DIN 4108-10 gekennzeichnet:  
DEO Innendämmung der Decke oder Bodenplatte  
(oberseitig) unter Estrich ohne Schallschutzan-  
forderungen  
Bei Gussasphaltestrichen ist die Temperatur des  
Estrichs in der Nutzung zu beachten. Ferner können  
in unbeheizten Räumen oder in Räumen mit niedri-  
gen Temperaturen andere Härteklassen erforderlich  
werden.  
dh  
ds  
Hohe Druckbelastbarkeit  
Sehr hohe Druckbelastbarkeit  
Zusätzlich werden langjährig zulässige Druckspan-  
nungen nach DIN EN 1606 als Bemessungswerte aus-  
gewiesen.  
Für Aufstandsflächen von Einzellasten werden daher  
im Allgemeinen zusätzliche Überlegungen erforder-  
lich. Die Beanspruchbarkeit der Dämmschichten ist  
zu beachten.  
Trittschall-Dämmstoffe  
Als Trittschall-Dämmstoffe eignen sich Dämmplatten  
z.B. aus Mineralwolle (MW) mit akustisch vorteilhaf-  
ten, geringen Steifigkeiten bis 50 MN/m³ nach DIN  
4109, Beiblatt 1, Tabelle 17 und Zusammendrückbar-  
keiten bis 2 mm nach DIN EN 12431.  
Gussasphalt-Heizestriche sind i.d.R. nach DIN 18560-2  
in der Bauart A (Heizelemente innerhalb des Estrichs)  
zu planen und auszuführen. Bei Gussasphalt-Heiz-  
estrichen der Härteklasse AS–ICH10 beträgt die Nenn-  
dicke mindestens 35 mm, bei einer Überdeckung über  
5
Informationen über Gussasphalt  
Geeignete Trittschall-Dämmplatten aus MW werden  
denTabellen 3 und 4 ist bei derAddition mit demWert  
0 anzusetzen.  
mit „DES sm“ oder „DES sg“ nach DIN 4108-10 ge-  
kennzeichnet:  
Die Zusammendrückbarkeit C von Trittschalldämm-  
stoffen ergibt sich aus der Differenz zwischen der  
Lieferdicke dL und der Dicke unter Belastung dB. Sie  
wird nach DIN EN 12431 geprüft und ist aus der Kenn-  
zeichnung ersichtlich, z.B.  
DES  
Innendämmung der Decke oder Bodenplatte  
(oberseitig) unter Estrich mit Schallschutzan-  
forderungen  
sg  
Geringe Zusammendrückbarkeit (C 2 mm)  
20 – CP2: dL = 20 mm, C = 2 mm.  
Bei Gussasphaltestrichen müssen Dämmstoffe mit  
geringer Steifigkeit mit einer ausreichend dicken,  
verformungsbeständigen Dämmplatte abgedeckt  
werden.  
Werden Trittschall- und Wärmedämmstoffe in ei-  
ner Dämmschicht zusammen eingesetzt, muss der  
Dämmstoff mit der geringeren Zusammendrückbar-  
keit oben liegen.  
Dämmschüttungen aus Blähperlit  
Mehrere Lagen aus Dämmstoffen  
Dämmschüttungen aus Blähperlit müssen zum Errei-  
chen einer ausreichenden Verformungsbeständigkeit  
(physikalische Bindung) um etwa 20Vol.-% verdichtet  
werden. Die Herstellerangaben sind zu beachten. Un-  
gebundene Schüttungen aus Natur- oder Brechsand  
dürfen für den Ausgleich von Unebenheiten nicht  
verwendet werden.  
Die Dämmschicht kann aus einer oder mehreren La-  
gen von Dämmstoffen bestehen. Die Zusammen-  
drückbarkeiten müssen addiert werden und dürfen  
2 mm nicht überschreiten.  
Die Zusammendrückbarkeit von geeigneten, druck-  
belastbaren Wärmedämmstoffen für Nutzlasten nach  
Tabelle 5: Genormte Dämmstoffe für Gussasphaltestriche  
DIN EN 13162  
DIN EN 13165  
Wärmedämmstoffe für Gebäude – Werkmäßig hergestellte Produkte aus Mineralwolle  
(MW)  
Besondere Eignung für Anforderungen an den Schallschutz unter einer verformungs- und  
temperaturbeständigen Wärmedämmplatte  
Wärmedämmstoffe für Gebäude – Werkmäßig hergestellte Produkte aus Polyurethan-Hart-  
schaum (PUR/PIR)  
Besondere Eignung für Anforderungen an den Wärmeschutz; ausschließlich Produkte mit  
ausgewiesener mehrstündiger Temperaturbeständigkeit unter einer verformungs- und tem-  
peraturbeständigen Wärmedämmplatte definierter Dicke  
DIN EN 13166  
Wärmedämmstoffe für Gebäude – Werkmäßig hergestellte Produkte aus Phenolharz-Hart-  
schaum (PF)  
Besondere Eignung für Anforderungen an den Wärmeschutz unter einer verformungs- und  
temperaturbeständigen Wärmedämmplatte  
DIN EN 13167  
DIN EN 13169  
DIN EN 13171  
Wärmedämmstoffe für Gebäude – Werkmäßig hergestellte Produkte aus Schaumglas (CG)  
Besondere Eignung als Dämmschicht unter Gussasphalt für Anforderungen an Verformungs-  
und Temperaturbeständigkeit, geeignet für Wärmeschutz  
Wärmedämmstoffe für Gebäude – Werkmäßig hergestellte Produkte aus Blähperlit (EPB)  
Besondere Eignung als Dämmschicht unter Gussasphalt für Anforderungen an Verformungs-  
und Temperaturbeständigkeit, geeignet für Wärme- und Schallschutz  
Wärmedämmstoffe für Gebäude – Werkmäßig hergestellte Produkte aus Holzfasern (WF)  
Eignung für Anforderungen an Wärme- und Schallschutz, im Regelfall unter einer verfor-  
mungs- und temperaturbeständigen Abdeckplatte  
Allgemeine  
bauaufsichtliche  
Zulassung  
Wärmedämmschüttung aus Blähperlit  
Besondere Eignung für Höhen- und Unebenheitsausgleich unter einer verformungs- und  
temperaturbeständigen Abdeckplatte, geeignet für Wärme- und Schallschutz  
6
Schwimmende Gussasphaltestriche  
59  
Bei Gussasphaltestrichen müssen Dämmschichten  
aus losen Schüttungen mit einer ausreichend dicken,  
ver- formungsbeständigen Dämmplatte abgedeckt  
wer- den.  
35 mm Gussasphaltestrich auf Trennlage, festgestellt.  
Auf einer Massivdecke wurde das günstige Trittschall-  
verbesserungsmaß w = 14 dB ermittelt.  
Art und Dicke der Dämmstoffe sind vom Planverfas-  
ser zu bemessen und auszuschreiben. Ausführungs-  
beispiele sind auch den Produktinformationen der  
Dämmstoffhersteller zu entnehmen.  
Anforderungen auf Massiv- und Holzbalkendecken  
Für die Trittschalldämmung auf Massiv- und Holz-  
balkendecken sind die normativen Anforderungen  
der DIN 4109 an den bewerteten Norm-Trittschall-  
pegel L´n,w zu erfüllen.  
Die Dämmschicht ist, falls erforderlich, nach Angabe  
des Planverfassers durch geeignete Maßnahmen vor  
Eigenfeuchtigkeit aus der Unterlage, z.B. bei jungen  
Beton- oder Bodenplatten durch eine Abdichtung,  
zu schützen. Diese Maßnahme ist keine Bauwerksab-  
dichtung nach DIN 18533.  
Besonderheiten von Holzbalkendecken  
Holzbalkendecken unterscheiden sich von Massiv-  
decken durch das wesentlich geringere Flächenge-  
wicht sowie durch den inhomogenen und uneinheit-  
lichen Aufbau. Schwimmende Estriche können bei  
gleichem Aufbau daher nur geringere Trittschallver-  
besserungsmaße erreichen.  
Umgekehrt schützt eine Abdichtung nach DIN 18533  
auf der Bodenplatte gleichzeitig vor Eigenfeuchtig-  
keit aus der Unterlage.  
Zur Erfüllung der normativen Anforderungen an den  
bewerteten Norm-Trittschallpegel L´n,w werden regel-  
mäßig zusätzliche Maßnahmen an den Deckenunter-  
seiten und/oder in den Gefachen erforderlich.  
5.3 Schallschutz  
Akustisches Verhalten von Gussasphalt  
Durch das Bindemittel Bitumen hat Gussasphalt ei-  
ne besonders hohe innere Dämpfung. Der Verlust-  
faktor für durchlaufende Schallwellen beträgt bei  
Raumtemperatur 0,18 im Vergleich zu 0,0063 bei  
Beton. Durch die 30-fach höhere innere Dämpfung  
verbessert Gussasphalt deutlich den Trittschallschutz  
und Schall-Längsdämmung von Decken.  
Trittschallverbesserungsmaße aus Eignungsprüfun-  
gen in Prüfständen  
Die in Tabelle 6 dargestellten Trittschallverbesse-  
rungsmaße unterschiedlicher Gussasphaltestrichkon-  
struktionen wurden bei anerkannten Prüfinstituten  
geprüft und nach DIN EN ISO 140 durchgeführt und  
ausgewertet.  
Seine besondere akustische Eignung wurde im Auf-  
trag der bga in einem Musteraufbau, bestehend aus  
Tabelle 6: Beispiele für Trittschallverbesserungsmaße  
Aufbau  
Aufbauhöhe Trittschallverbesserungsmaß Lw,R / LH,w  
Auf Betondecke: R = 60 dB, Ln,w (Ci) = 73 (-12) dB  
10 mm Dämmschüttung Perlite  
13 mm Dämmplatte Retrofit GA  
25 mm Gussasphalt IC 10  
45 mm  
65 mm  
18 dB  
20 dB  
10 mm Dämmschüttung Perlite  
30 mm Dämmplatte Fesco GA  
25 mm Gussasphalt IC 10  
25 mm Dämmplatte Fesco ETS 5+  
25 mm Gussasphalt IC 10  
50 mm  
77 mm  
30 dB  
31 dB  
42 mm Dämmplatte Fesco ETS 5+  
35 mm Gussasphalt IC 10  
20 mm Dämmschüttung Perlite  
42 mm Dämmplatte Fesco ETS 5+  
35 mm Gussasphalt IC 10  
97 mm  
33 dB  
7
Informationen über Gussasphalt  
Schwimmende Gussasphaltestriche für die akusti-  
Bei der Errichtung neuer Wohn- und Nichtwohnge-  
bäudewerdendieMindestanforderungenandieWär-  
medämmung der Gebäudehülle erhöht. Die Trans-  
missionswärmeverluste HT der wärmeübertragenden  
Umfassungsteile eines zu errichtenden Wohngebäu-  
des dürfen die gebäudetypabhängigen Höchstwerte  
in Anlage 1, Tabelle 2 nicht überschreiten.  
sche Sanierung von Bestandsdecken  
In Tabelle 6 ist u. a. ein geprüfter Aufbau mit einer  
Aufbauhöhe von nur 50 mm und einem Lw,R = 30 dB  
benannt.  
Derartige Aufbauten sind z.B. geeignet, bei der Sa-  
nierung von massearmen Bestandsdecken abgebro-  
chene marode Verbundestriche mit häufig gleicher  
Aufbauhöhe durch leichtere schwimmende Estriche  
zu ersetzen, die komfortorientierte Anforderungen  
an den Schallschutz erfüllen.  
Kompakte  
hochwärmedämmende  
Fußboden-  
konstruktionen mit Gussasphalt unterstützen im be-  
sonderen Maße die funktionelle und gestalterische  
Optimierung des verfügbaren Innenraumes beheizter  
Gebäude.  
Luftschalldämmung von Massivdecken  
Schwimmende Estriche können die Erfüllung von  
Anforderungen R´w 52 – 55 dB gemäß DIN 4109 an  
die Luftschalldämmung von Decken in Gebäuden in  
Massivbauart wirksam unterstützen.  
Anforderungen an wärmegedämmte Decken für den  
Neubau von Wohngebäuden  
Für die verschiedenen Wärmeschutzniveaus von  
Wohngebäuden können als Anhaltswerte für die er-  
forderliche energetische Qualität von Fußbodenkon-  
struktionen auf Kellerdecken und Decken gegen Erd-  
reich nachfolgende U-Werte herangezogen werden:  
Schwimmende Gussasphaltestriche können das  
hierfür erforderliche Trittschallverbesserungsmaß  
Lw 24 dB auf Massivdecken mit einer flächenbe-  
zogenen Masse m´ 250 kg/m² gemäß Beiblatt 1 zu  
DIN 4109 in besonders kompakter Bauweise erfüllen.  
Wärmeschutzniveaus für Wohngebäude  
Kellerdecke, Decke gegen Erdreich  
Schall-Längsdämmung von Massivdecken  
Anhaltswerte für Wärmedurchgangskoeffizienten:  
Auf durchgehenden Geschoßdecken erreichen  
schwimmende Gussasphaltestriche auf Massivdecken  
mit m´ 300 kg/m² gemäß Beiblatt 1 zu DIN 4109, Ta-  
belle 29 bei der Schall-Längsdämmung einen wesent-  
lich höheren RL,w,R Wert im Vergleich mit schwimmen-  
den Zement-, Anhydrit- oder Magnesia-Estrichen:  
Umax in W/m²K  
Referenzgebäude  
0,35  
0,20  
Wärmeschutz Variante A  
Durchlaufende CT, CA, MA:  
RL,w,R = 38 dB  
Quelle: GEG Gebäudeenergiegesetz  
Durchlaufende AS:  
RL,w,R = 44 dB  
SchwimmendeGussasphaltestrichereduzierendieun-  
erwünschte Schall-Längsleitung im unteren Flanken-  
bereich nachträglich errichteter, leichterTrennwände.  
Werden Altbauten saniert, müssen sie bauteilbezo-  
gene Anforderungen an die U-Werte erfüllen. Dies  
wird mit einer nachträglichen Wärmedämmung von  
Fassade, Dach, Fußboden und Decken erreicht. Ferner  
werden Anforderungen an die Effizienz und das zu-  
lässige Alter der Heizkessel gestellt.  
Funktionell oder optisch störende Trennfugen in den  
Estrichscheiben großflächiger Geschoßdecken kön-  
nen häufig vermieden und die Flexibilität von Trenn-  
wandsystemen sichergestellt werden.  
5.4 Wärmeschutz  
Anforderungen an wärmegedämmte Decken für die  
Altbausanierung  
Zielstellung bei Neubau und Sanierung ist die Redu-  
zierung des Jahres-Primärenergiebedarfs um durch-  
schnittlich 80% bis 2050. Für das zu errichtende  
Wohngebäude ist der Jahres-Primärenergiebedarf  
nach DIN V 18599: 2018-09 zu ermitteln.  
Für die nachträgliche Wärmedämmung von Keller-  
decken und Decken gegen Erdreich von Gebäuden  
mit normalen Innentemperaturen gelten gemäß GEG.  
8
Schwimmende Gussasphaltestriche  
59  
Anlage 3, Tabelle 1 folgende maximale Wärmedurch-  
gangskoeffizienten:  
Wärmegedämmte Gussasphaltestriche  
Gussasphaltestriche ermöglichen durch ihre geringe  
Dicke im Zusammenwirken mit geeigneten Dämm-  
stoffen kompakte hochwärmedämmende Fußboden-  
konstruktionen für maximale Raumhöhen und opti-  
male Raumausnutzung.  
Änderung von Kellerdecken Maximaler Wärme-  
von Gebäuden mit nor-  
malen Innentemperaturen  
nach GEG  
durchgangskoeffizi-  
ent Umax in W/m²K  
Deckenbekleidungen auf  
der unbeheizten Seite  
0,30  
0,50  
Schwimmende Gussasphaltestriche reduzieren den  
Flächen-, Material- und Energieverbrauch von Fuß-  
bodenkonstruktionen. Sie bewähren sich als effizien-  
te Funktionslösungen in beheizten Neubauten und  
bei der Altbausanierung.  
Neue / nachträgliche Fuß-  
bodenaufbauten auf der  
beheizten Seite  
Sanierungsaufbau nach GEG  
Ausführungsbeispiele Wärmeschutz – Kellerdecke an unbeheizte Seite  
R  
(W/mK)  
2,100  
0,170  
0,050  
0,024  
0,050  
0,100  
0,900  
1/R  
(m2K/W)  
0,0952  
Dicke  
(m)  
Baustoffschichten  
Stahlbetondecke  
Bitumenschweißbahn  
Ausgleichschüttung  
SilvaGard  
Fesco GA  
Abdeckung  
0,200  
0,010  
0,025  
0,025  
0,002  
0,025  
0,2000  
1,0417  
0,5000  
0,0200  
0,0278  
Gussasphaltestrich IC 10  
Schichtdicke  
0,087  
Wärmedurchlaßwiderstand  
Übergangswiderstand innen  
Übergangswiderstand außen  
Wärmedurchgangswiderstand  
S 1/L =  
1/ai =  
1/aa =  
1/k =  
1,8847  
0,1700  
0,1700  
2,2247  
Wärmedurchgangskoeffizient  
u - Wert ( W/m²K )  
u =  
0,45  
Ausführungsbeispiele Wärmeschutz – Kellerbodenplatte gegen Erdreich  
R  
(W/mK)  
2,100  
0,170  
0,050  
0,024  
0,050  
0,100  
0,900  
1/R  
(m2K/W)  
0,0952  
0,0235  
0,2000  
2,0833  
0,6000  
0,0200  
0,0278  
Dicke  
(m)  
Baustoffschichten  
Stahlbetondecke  
Bitumenschweißbahn  
Ausgleichschüttung  
SilvaGard  
Fesco GA  
Abdeckung  
0,200  
0,004  
0,010  
0,050  
0,030  
0,002  
0,025  
Gussasphaltestrich IC 10  
Schichtdicke  
0,117  
Wärmedurchlaßwiderstand  
Übergangswiderstand innen  
Übergangswiderstand außen  
Wärmedurchgangswiderstand  
S 1/L =  
1/ai =  
1/aa =  
1/k =  
3,0499  
0,1700  
0,1700  
3,3899  
Wärmedurchgangskoeffizient  
u - Wert ( W/m²K )  
u =  
0,29  
9
Informationen über Gussasphalt  
Neubau nach GEG  
Ausführungsbeispiele Wärmeschutz – Kellerbodenplatte gegen Erdreich Variante A  
R  
(W/mK)  
2,100  
0,170  
0,050  
0,024  
0,050  
0,100  
0,900  
1/R  
(m2K/W)  
0,0952  
0,0235  
0,3000  
3,333  
Dicke  
(m)  
Baustoffschichten  
Stahlbetondecke  
Bitumenschweißbahn  
Ausgleichschüttung  
SilvaGard  
0,200  
0,004  
0,015  
0,080  
0,040  
0,002  
0,025  
Fesco GA  
0,8000  
0,0200  
0,0278  
Abdeckung  
Gussasphaltestrich IC 10  
Schichtdicke  
0,166  
Wärmedurchlaßwiderstand  
Übergangswiderstand innen  
Übergangswiderstand außen  
Wärmedurchgangswiderstand  
S 1/L =  
1/ai =  
1/aa =  
1/k =  
4,5999  
0,1700  
0,1700  
4,9399  
Wärmedurchgangskoeffizient  
u - Wert ( W/m²K )  
u =  
0,20  
Konstruktionsdetails durch brandschutztechnische  
Nachweise (z.B. DIN 4102-4 bzw. allgemeine bauauf-  
sichtliche Prüfzeugnisse) abgedeckt, wird ihre brand-  
schutztechnische Beurteilung erforderlich.  
Hinweis für den Planer  
Die vorstehenden Tabellen sind Beispiele. Bei der  
jeweiligen Berechnung sind die Angaben der Dämm-  
stoffhersteller zu verwenden. Art und Dicke der  
Dämmstoffe sind in der Leistungsbeschreibung ein-  
zusetzen.  
Für mehrere typische Fälle von Holzbalkendecken  
(feuerbeständig, F 90-B von oben sowie hochfeuer-  
hemmend F 60-B von oben) wurden an der Ma-  
terialprüfanstalt für das Bauwesen, Braunschweig,  
Holzbalkendecken u.a. die nachfolgend skizzierten  
Deckenkonstruktionen mit Gussasphaltestrichen  
auf Dämmschichten für den Trittschallschutz brand-  
schutztechnisch beurteilt.  
5.5 Brandschutz  
Gussasphalt ist im Brandverhalten eingestuft in die  
Euroklasse Bfl - s1 nach DIN EN 13501-1 bzw. in die Bau-  
stoffklasse B1 nach DIN 4102-4. Durch seinen hohen  
Mineralstoffgehalt (> 90 Masse-%) leistet Gussasphalt  
keinen Beitrag zur Brandausbreitung und bewirkt  
keine nennenswerte Temperaturweiterleitung in be-  
nachbarte Räume.  
Mit schwimmenden Gussasphaltestrichen können die  
brandschutztechnische Ausstattung von Holzbalken-  
decken und gleichzeitig der Trittschall- und Wärme-  
schutz bei geringer Gesamtdicke verbessert werden.  
Brandschutz auf Holzbalkendecken  
Brandschutz auf Massivdecken  
Bei der Umnutzung von Altbauten, insbesondere bei  
Dachgeschossausbauten, werden bauaufsichtlich ho-  
he Anforderungen an den Feuerwiderstand von Holz-  
balkendecken gegen Brandbeanspruchung von der  
Deckenoberseite gestellt.  
Gussasphaltestriche sind als klassifizierte Deckenauf-  
lagen in DIN 4102-4 verzeichnet. Gussasphaltestriche  
direkt auf Massivdecken oder auf Dämmschichten  
schützen Geschossdecken gegen Brandbeanspru-  
chung von oben. In Abhängigkeit vom tragenden  
Untergrund können Anforderungen an die Feuer-  
widerstandsklassederMassivdeckebisF180-ABerfüllt  
werden. Maßgeblich für die örtlichen Brandschutz-  
Ist ihre Ausführung mit zusätzlichen Deckenauflagen  
für hochfeuerhemmende (F 60-B) bzw. für feuerbe-  
ständige (F 90-B) Deckenkonstruktion nicht in allen  
10  
Schwimmende Gussasphaltestriche  
59  
anforderungen sind die Bauordnungen der Länder  
inklusive zugehöriger Vorschriften und Verordnun-  
gen. Umfangreiche Praxisbrandversuche bildeten die  
Grundlage für die Einstufung von Gussasphaltestrich  
als klassifizierter Baustoff in die DIN 4102-4. Es wurde  
festgestellt, dass der Verwendung von Gussasphalt-  
estrichen in allen Bereichen von Hochbauten (z.B.  
Bauten besonderer Art und Nutzung wie Versamm-  
lungsstätten, Hochhäuser, usw.) brandschutztech-  
nisch keine Bedenken entgegenstehen.  
Aufbauskizze F 90-B:  
Aufbauhöhe der Deckenauflage:  
77 mm  
Flächenmasse der Deckenauflage:  
i.M. 77 kg/m²  
Aufbauskizze F 60-B:  
Aufbauhöhe der Deckenauflage:  
50 mm (³ 60 mm)  
Flächenmasse der Deckenauflage:  
i.M. 63 kg/m² (i.M. 87 kg/m²)  
Brandschutzanforderungen an Geschossdecken in  
den Bauordnungen der Länder  
die Bauordnungen der Bundesländer in ihrer jeweils  
gültigen Fassung.  
Grundlage für die örtlichen Brandschutzanforderun-  
gen an einzelne Bauteile, wie Geschossdecken, sind  
Sie regeln in Abhängigkeit von Gebäudenutzung und  
Gebäudeklasse (Klasse 1 bis 5 nach Gebäudehöhe,  
11  
Informationen über Gussasphalt  
Zahl und Größe der Nutzungseinheiten) Aufgaben  
Für Schüttdämmstoffe ist ein Rieselschutz vorzuse-  
hen, der ein Ausweichen verhindert.  
der einzelnen Baustoffe und Bauteile, die Anforde-  
rungen an das Brandverhalten von Baustoffen und an  
die Feuerwiderstandsfähigkeit von Bauteilen.  
Schwimmende Gussasphaltestriche folgen rissfrei  
möglichen Bewegungen biegeweicher Holzbalken-  
decken. Dies ist auch bei den Nutzbelägen zu be-  
achten.  
Decken als tragende und raumabschließende Bau-  
teile zwischen Geschossen werden nach ihrer Feu-  
er- widerstandsfähigkeit (feuerbeständig, hochfeuer-  
hemmend oder feuerhemmend) unterschieden, der  
bestimmte Feuerwiderstanddauern (90, 60 oder 30  
Minuten) zugeordnet sind.  
5.7 Direkt genutzte Gussasphaltestriche  
Für die direkte Nutzung und Belastung werden Guss-  
asphaltestriche durch Beschichtungen oder durch ge-  
schliffene Oberflächen vorbereitet.  
5.6 Bauen im Bestand  
Gussasphaltestriche eignen sich wegen ihrer gerin-  
gen Dicke, Wasserfreiheit und schnellen Nutzbarkeit  
besonders gut für die Sanierung von Fußböden in  
Altbauten.  
Beschichtungen  
Die Oberfläche von Gussasphalt kann mit geeigneten,  
auf Gussasphalt abgestimmten Kunststoffen, farblich  
gestaltet oder öl- und kraftstoffbeständig sowie elek-  
trisch leitfähig beschichtet werden.  
Häufig ist durch geringe Aufbauhöhen der Einbau  
von Dämmschichten nicht möglich. Gussasphaltestri-  
che auf Trennschicht verbessern zusätzlich den Tritt-  
schallschutz der Fußbodenkonstruktionen. Bei einem  
35 mm dicken Gussasphaltestrich auf einer Trennlage  
wurde auf einer 14 cm dicken Betondecke ein Tritt-  
schallverbesserungsmaß von 14 dB (A) gemessen.  
Vor allen Sanierungsmaßnahmen muss der Planer die  
Bausubstanz für die vorgesehene Nutzung prüfen.  
Bei Holzbalkendecken sind die Zwischenräume zwi-  
schen den Balken häufig mit losen Schüttungen, z.B.  
aus Sand oder Schlacke auf Einschubbrettern, aufge-  
füllt. Trockene und intakte Auffüllungen stellen eine  
zusätzliche Schall- und Wärmedämmung dar und  
sollten nur in Ausnahmefällen entfernt und ersetzt  
werden.  
Polyurethanbeschichtung mit Chips auf einem Guss-  
asphaltestrich, Detail: Lastverteilung der schweren  
Arbeitsmaschine  
Wenn keine zusätzliche Dämmung zwischen den Bal-  
ken erforderlich wird, kann eine tragfähige Dielung  
belassen werden.  
Polyurethanbeschichtung mit Chips auf einem Guss-  
asphaltestrich, Detailansicht  
12  
Schwimmende Gussasphaltestriche  
59  
Geschliffene Gussasphaltestriche  
6 Bauliche Erfordernisse  
Der tragende Untergrund muss zur Aufnahme des  
schwimmenden Estrichs ausreichend trocken sein und  
eine ebene Oberfläche nach DIN 18202, Tabelle 3,  
Zeile 2 haben. Die in DIN 18202 festgelegten Grenz-  
abmaße für Bauwerksmaße sowie Winkeltoleranzen  
müssen ebenfalls eingehalten sein.  
In Altbauten entsprechen die Untergründe oft nicht  
den Anforderungen nach DIN 18202. Unebenheiten  
sind auszugleichen.  
Die Oberfläche des tragenden Untergrundes darf  
keine Erhebungen, Rohrleitungen oder ähnliches auf-  
weisen, die zu Schallbrücken und/oder Schwankun-  
gen in der Estrichdicke führen können.  
Gussasphalt Terrazzo – Speichergebäude Hafencity  
Hamburg: Einbindung restaurierterTragwerksstützen  
Rohrleitungen  
Falls ausnahmsweise Rohrleitungen auf dem tragen-  
den Untergrund verlegt werden müssen, sind folgen-  
de Punkte in der Planung und in der Ausführung zu  
beachten:  
n
n
Die Leitungen müssen in ihrer Lage fixiert sein.  
Durch einen geeigneten Ausgleich ist eine ebe-  
ne und tragfähige Unterlage zur Aufnahme der  
Dämmschicht – mindestens jedoch der Trittschall-  
dämmung einschließlich ihrer verformungsbe-  
ständigen Abdeckung – herzustellen. Die not-  
wendige Konstruktionshöhe ist einzuplanen.  
Bei Planung der Leitungstrassen und deren Ver-  
legung ist darauf zu achten, dass ein Anarbeiten  
mit plattenförmigen Dämmstoffen ohne Mehr-  
aufwand möglich ist.  
n
GussasphaltTerrazzo – Ohnsorgtheater Hamburg, Ca-  
fé: Gestaltung durch eingelassene Messingschienen  
Einbinden der Bodendosen von Unterflurkanalsyste-  
men in eine mehrlagige Wärmedämmung für einen  
Gussasphaltestrich mit oberflächenbündigen Kabel-  
auslässen  
13  
Informationen über Gussasphalt  
Gegebenenfalls ist die Ausbildung eines vom Estrich  
Dämmschichten und Abdeckung  
getrennten Rohrleitungskanals sinnvoll, auch unter  
dem Aspekt einer nachträglichen Zugänglichkeit der  
Rohrleitungen ohne Beschädigung des Estrichs.  
Zur Herstellung der Dämmschicht sind die Dämm-  
platten dicht gestoßen und im Verband zu verlegen.  
Mehrlagige Dämmschichten sind so zu verlegen, dass  
lagenweise die Stöße gegeneinander versetzt sind.  
Bauwerksabdichtungen sind vom Planverfasser fest-  
zulegen und müssen vor Einbau des Estrichs im Zu-  
sammenhang mit den Rohbauarbeiten hergestellt  
werden (siehe DIN 18560-2, Abschnitt 4.1).  
Geeignete Trittschalldämmstoffe sind nur einlagig  
unter verformungsbeständigen Abdeckplatten zu  
verlegen. Als untere Lagen können auch thermisch  
geeignete, duroplastische Hartschaum-Wärme-  
dämmplatten eingesetzt werden. Ihre Eignung ist  
zuvor in Prüfungen festzustellen und gemeinsam mit  
den Produkten und Dicken geeigneter temperatur-  
beständiger Abdeckplatten bekanntzugeben.  
Aufgehende Bauteile, für die ein Wandputz vorgese-  
hen ist, müssen vor dem Verlegen der Dämmschicht  
verputzt sein.  
7 Ausführung  
Ausgleichsschüttung  
Die maximale Zusammendrückbarkeit aller Dämm-  
schichten darf unter Gussasphaltestrichen nicht mehr  
als 2 mm betragen. Die Zusammendrückbarkeit ge-  
eigneter druckbelastbarer Wärmedämmstoffe ist  
hierbei mit dem Wert 0 anzusetzen.  
Die Dämmplatten müssen flächig auf dem Unter-  
grund aufliegen und mit dichten Stößen verlegt wer-  
den. Gegebenenfalls ist eine Ausgleichsschüttung  
einzubauen. Bei der Verwendung von losen Schütt-  
dämmstoffen sind Vorkehrungen zu treffen, die ein  
Ausweichen verhindern. Insbesondere auf Holzbal-  
kendecken ist ein Rieselschutz erforderlich.  
Die Dämmschicht ist mit einer trittfesten und tem-  
pe- raturbeständigen Abdeckung, z.B. mit Rippen-  
pappe, Rohglasvlies, Rohfilzpappe oder Ähnlichem  
abzudecken.  
Ungebundene Schüttungen aus Natur- oder Brech-  
sand dürfen nicht verwendet werden.  
Einbau von Gussasphalt  
Gussasphalt wird heiß verarbeitet und kann weit-  
gehend unabhängig von Witterungsbedingungen  
eingebaut werden.  
Der frisch verlegte Gussasphaltestrich darf nach dem  
Abkühlen, in der Regel nach zwei bis vier Stunden,  
genutzt werden. Gussasphaltestriche der Härteklasse  
IC 10 dürfen nicht unter + 5 °C, solche der Härteklasse  
IC 15 nicht unter 0 °C abkühlen.  
Einbau von Perlite-Ausgleichsschüttung auf Bitu-  
men-Abdichtungsbahn  
Verlegen von Dämmplatten auf Ausgleichsschüttung  
14  
Schwimmende Gussasphaltestriche  
59  
Tabelle 7: Ebenheitstoleranzen nach DIN 18202  
Spalte  
1
2
3
4
5
6
Stichmaße als Grenzwerte in mm bei  
Messpunktabständen in m bis  
Zeile  
Bezug  
0,1  
1
4
10  
15  
Nichtflächenfertige Oberseiten von Decken, Unterbeton und  
Unterböden  
1
2
10  
15  
20  
25  
30  
Nichtflächenfertige Oberseiten von Decken, Unterbeton und  
Unterböden mit erhöhten Anforderungen, z.B. zur Aufnahme  
von schwimmenden Estrichen, Industrieböden, Fliesen und  
Plattenbelägen, Verbundestrichen  
5
8
12  
15  
20  
Fertige Oberflächen für untergeordnete Zwecke, z.B. in La-  
gerräumen, Kellern  
Flächenfertige Böden, z.B. Estriche als Nutzestriche, Estriche  
zur Aufnahme von Bodenbelägen, Bodenbeläge, Fliesenbelä-  
ge, gespachtelte und geklebte Beläge  
3
4
2
1
4
3
10  
9
12  
12  
15  
15  
Flächenfertige Böden mit erhöhten Anforderungen, z.B. mit  
selbst verlaufenden Spachtelmassen  
Für Gussasphalt-Heizestriche eignen sich Heizelemen-  
te aus Kupferrohrleitungen. Diese sind so zu befes-  
tigen, dass ihre planmäßige Lage – horizontal und  
vertikal – sichergestellt ist. Sie werden untereinander  
mit Hartlötung nach Herstellervorschrift verbunden.  
Die im Regelfall direkt auf der Unterlage fixierten  
Heizelemente sind in die Estrichmasse vollständig  
eingebettet (Bauart A nach DIN 18560-2).  
DIN 18202 ist eine Passungsnorm. Die darin festge-  
legten Toleranzen, z.B. die in Tabelle 8 aufgeführten  
Ebenheitstoleranzen, gelten für handwerklich ein-  
wandfreie Arbeiten. Sie gelten bis zum Zeitpunkt der  
Abnahme.  
Randstreifen  
Schwimmende Estriche sind von Wänden und ande-  
ren aufgehenden Bauteilen und Durchdringungen zu  
trennen. Hierzu ist nach DIN 18560-2 ein Randstreifen  
vorzusehen, der mindestens die Trittschalldämmung  
Estriche müssen in Dicke und Eigenschaften möglichst  
gleichmäßig sein und eine ebene Oberfläche entspre-  
chend DIN 18202, Zeile 3, aufweisen.  
Einbau von Gussasphalt-Heizestrich mit Kupferrohr-  
leitung  
Gussasphalteinbau auf Abdeckung  
15  
Informationen über Gussasphalt  
von diesen Bauteilen trennt. Werden auf Gussas-  
Ist der Gussasphaltestrich als Untergrund zur Aufnah-  
me weiterer Beläge vorgesehen, dann ist der nicht  
gebundene Abreibsand vom Verleger der Beläge bei  
der notwen- digen Reinigung des Untergrundes als  
Nebenleistung zu entfernen.  
phalt „starre“ Beläge wie z.B. Holzpflaster, Parkett  
oder keramische Fliesen verlegt, muss ein so dicker  
Randstreifen gestellt werden, dass die Fuge zwischen  
Gussasphalt undWand etwa 10–15 mm beträgt, wenn  
nichts anderes vorgeschrieben ist. Das gilt in jedem  
Fall für Heizestriche. Die Randstreifen sind erst nach  
Fertigstellung des Fußbodenbelages vom Verleger  
der Oberbeläge abzuschneiden.  
Bei direkt genutzten Gussasphaltestrichen ist das Ent-  
fernen des ungebundenen Abreibsandes durch den  
Gussasphalt-Fachbetrieb eine besondere Leistung.  
Werden Bodenbeläge darauf verklebt, so ist ggf.  
durch den Oberbelaghersteller ein saugfähiger Un-  
tergrund durch eine gussasphaltgeeignete Spachte-  
lung herzustellen.  
Bewegungsfugen des Baukörpers müssen im Estrich  
an gleicher Stelle übernommen werden.  
Die Oberfläche des warmen Gussasphaltestrichs ist  
so mit Sand abzureiben, dass ein Überschuss an nicht  
gebundenem Sand auf der Oberfläche verbleibt.  
Gussasphalttransport mit Schrägaufzug zum Einbau-  
geschoss  
16  
Schwimmende Gussasphaltestriche  
59  
8 Reinigung, Pflege, Wartung  
Ausführungsbeispiele  
Direkt genutzte Gussasphaltestriche können trocken  
und/oder nass mit Wasser und Seifenlauge gereinigt  
werden und erfordern keine besondere Wartung.  
1. Schwimmender Gussasphaltestrich auf  
Zwischengeschossdecke ausBeton  
Prüfungspflichten des Auftragnehmers  
VOB Teil B, DIN 1961 „Allgemeine Vertragsbedingun-  
gen für die Ausführung von Bauleistungen“  
§ 4, Nr. 3: Hat der Auftragnehmer Bedenken gegen  
die vorgeseheneArt derAusführung (auch wegen der  
Sicherung gegen Unfallgefahren), gegen die Güte der  
vom Auftraggeber gelieferten Stoffe oder Bauteile  
oder gegen die Leistungen anderer Unternehmer, so  
hat er sie dem Auftraggeber unverzüglich – möglichst  
schon vor Beginn der Arbeiten – schriftlich mitzutei-  
len; der Auftraggeber bleibt jedoch für seine Anga-  
ben, Anordnungen oder Lieferungen verantwortlich.  
1 – Gussasphaltestrich  
2 – Dämmschicht mit Abdeckung  
3 – Ausgleichsschüttung  
4 – Bitumenbahn zum Schutz der Dämmschicht  
vor Eigenfeuchtigkeit aus jungem Beton  
5 – Betondecke  
2. Schwimmender Gussasphaltestrich mit Wand-  
anschluss  
VOB Teil C, DIN 18354 „Gussasphaltarbeiten“,  
3.1 Allgemeines  
Randstreifen aus  
Mineralwolle  
Der Auftragnehmer hat bei seiner Prüfung Bedenken  
(siehe VOB Teil B § 4 Nr. 3) insbesondere geltend zu  
machen bei  
Parkett, Holzpflaster  
Gussasphaltestriche  
Abdeckung  
n
n
fehlenden Höhenbezugspunkten je Geschoss  
Untergründen, die nicht den Erfordernissen der  
Normen der Reihe DIN 18560 „Estriche im Bau-  
wesen“ entsprechen  
Dämmschicht  
Ausgleichsschüttung  
Betondecke  
n
Untergründen mit  
Abweichungen von der Waagerechten oder  
von dem Gefälle, das in der Leistungsbeschrei-  
bung vorgeschrieben oder nach der Sachlage  
notwendig ist  
falscher Höhenlage  
unzulässigen Unebenheiten  
Rissen und Löchern gefrorenen, feuchten, ver-  
ölten oder verschmutzten Flächen  
Rückständen von Gips, Mörtel, Beton oder  
Farben  
n
n
n
fehlenden Ausrundungen von Kanten, Kehlen  
und Ecken  
ungeeigneter Art, Lage und Ausbildung von Be-  
wegungsfugen und durchdringenden Bauteilen  
fehlenden Entwässerungseinrichtungen.  
17  
Informationen über Gussasphalt  
11 Musterleistungsbeschreibungen  
11.1 Gussasphaltestrich auf Dämmschicht für Anforderungen an den Wärmeschutz  
11.2 Gussasphaltestrich auf Dämmschicht für Anforderungen an den Trittschallschutz  
18  
Schwimmende Gussasphaltestriche  
59  
1 Gussasphaltestrich auf Dämmschicht für Anforderungen an den Wärmeschutz  
Einheits-  
Gesamt-  
Menge/  
Einheit  
Pos.  
1.1  
Leistungsbeschreibung  
Preis in  
EUR  
preis in  
EUR  
Abdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit auf Bodenplatten  
aus Beton, gemäß DIN 18533 mit Überdeckung lose verlegen,  
Nähte und Stöße verschweißen oder verkleben  
Produkt: .............................................................oder gleichwertig  
m²  
Bedarfsposition1):  
Schutz vor Eigenfeuchte aus Zwischengeschossdecken aus jun-  
gem Beton (gegen aufsteigende Feuchtigkeit) mit Überdeckung  
lose verlegen, Nähte und Stöße verschweißen oder verkleben  
Produkt: .............................................................oder gleichwertig  
m²  
m²  
1.2  
2.1  
Trittfester Rieselschutz auf Holzbalkendecken in einer Lage mit  
ca. 10 cm Überdeckung lose verlegen  
Produkt: .............................................................oder gleichwertig  
Schalldämmenden, temperaturbeständigen Randdämmstreifen  
aus Mineralwolle, Rippenpappe oder gleichwertig, an Wänden  
und aufgehenden Bauteilen abstellen2)  
m
Produkt: ........................................................................................  
Einbaudicke: .................................................................................  
3.1  
3.2  
Mechanisch gebundener Schüttdämmstoff zum Ausgleich von  
Unebenheiten 10 mm einbauen  
m²  
Produkt: .......................................................................................  
Bedarfsposition3):  
Stck.  
Ausgleich mit mechanisch gebundenem Schüttdämmstoff z.B.  
zwischen Versorgungsleitungen auf der Rohdecke bis ....... mm  
dick einbauen  
Sack zu.....................Liter  
Produkt: .......................................................................................  
Dämmschicht für den Wärmeschutz  
1)  
2)  
3)  
Keine Abdichtung nach DIN 18534.  
Bei „starren“ Nutzbelägen muss die Fuge zwischen Gussasphalt und Wand etwa 10 15 mm betragen.  
Herstellerangaben für maximale Einbaudicken sind zu berücksichtigen.  
19  
Informationen über Gussasphalt  
1 Gussasphaltestrich auf Dämmschicht für Anforderungen an den Wärmeschutz  
Einheits-  
Preis in  
EUR  
Gesamt-  
preis in  
EUR  
Menge/  
Einheit  
Pos.  
4.1  
Leistungsbeschreibung  
Phenolharz-Hartschaumplatte nach DIN EN 13166 dicht ge-  
stoßen, lose im Verband vollflächig auf der Unterlage verlegen,  
abzudecken mit Pos. 5.0 in einer Mindestdicke von 25 mm  
m²  
Produkt: …………………………………………………..........…........  
Dicke: ..............................................................................................  
oder  
4.2  
4.3  
Blähperlit-Perlite-Dämmplatte nach DIN EN 13169 dicht ge-  
stoßen, lose im Verband vollflächig auf der Unterlage verlegen  
Produkt: „Fesco GA“ oder gleichwertig  
m²  
m²  
Dicke: .............................................................................................  
oder  
PUR/PIR-Hartschaumplatte nach DIN EN 13165, mit ausgewiese-  
ner mehrstündiger Temperaturbeständigkeit, dicht gestoßen,  
lose im Verband vollflächig auf der Unterlage verlegen, abzu-  
decken mit Pos. 5.0 in einer Mindestdicke von 25 bzw. 30 mm  
(ab 80 mm PIR-Dicke) Produkt: „SilvaGard“ oder gleichwertig  
Dicke: ......................................................................................  
oder  
4.4  
Schaumglas-Dämmplatte nach DIN EN 13167 dicht gestoßen,  
lose im Verband vollflächig auf der Unterlage verlegen  
m²  
Produkt: ..................................................................................  
Dicke: ......................................................................................  
oder  
4.5  
Holzfaser-Dämmplatte nach DIN EN 13171 dicht gestoßen, lose  
im Verband vollflächig auf der Unterlage verlegen, im Regelfall  
abzudecken mit einer Abdeckplatte nach Pos. 5.0  
m²  
Produkt: ..................................................................................  
Dicke: ......................................................................................  
20  
Schwimmende Gussasphaltestriche  
59  
1 Gussasphaltestrich auf Dämmschicht für Anforderungen an den Wärmeschutz  
Einheits-  
Gesamt-  
Menge/  
Einheit  
Pos.  
5.1  
Leistungsbeschreibung  
Preis in  
EUR  
preis in  
EUR  
Verformungs- und temperaturbeständige Blähperlit-Abdeck-  
platte nach DIN EN 13169, lose im Verband auf der Unterlage  
verlegen oder lose im Verband, mit zur Wärmedämmschicht  
versetzten Stößen lverlegen Produkt: „Fesco GA“ oder gleich-  
wertig  
m²  
Dicke: ......................................................................................  
6.1  
Temperaturbeständige Abdeckung der Dämmschicht aus  
Rippenpappe, Rohglasvlies, Wollfilzpappe o.ä. verlegen  
m²  
Art: ..........................................................................................  
Produkt: ..........................................................................................  
7.1  
7.2  
Gussasphaltestrich DIN 18560 - AS - IC .... - S .... einbauen, die  
Oberfläche im noch heißen Zustand mit Sand abreiben oder  
m²  
m²  
Gussasphalt-Heizestrich DIN 18560 - AS - ICH 10 - S .... - H ...  
einbauen, die Oberfläche im noch heißen Zustand mit Sand  
abreiben  
7.3  
Zulage: 5 mm Mehrdicke Gussasphalt zu Positionen 7.1 und 7.2  
m²  
21  
Informationen über Gussasphalt  
2 Gussasphaltestrich auf Dämmschicht für Anforderungen an den Trittschallschutz  
Einheits-  
Preis in  
EUR  
Gesamt-  
preis in  
EUR  
Menge/  
Einheit  
Pos.  
1.1  
Leistungsbeschreibung  
Bedarfsposition auf Massivdecken1):  
m²  
Bitumenbahn mit Überdeckung zum Schutz vor Eigenfeuchte  
auf jungem Beton lose verlegen, Nähte und Stöße verschwei-  
ßen oder verkleben  
Produkt: .............................................................oder gleichwertig  
1.2  
2.1  
Rieselschutz auf Holzbalkendecken aus einer Lage Bitumenbahn  
V 13, Glasvlies o.ä. mit ca. 10 cm Überdeckung lose verlegen  
m²  
m
Produkt: ..........................................................................................  
Schalldämmenden, temperaturbeständigen Randdämmstreifen  
aus Mineralwolle, Rippenpappe oder gleichwertig, an Wänden  
und aufgehenden Bauteilen abstellen2)  
Produkt: ..........................................................................................  
Dicke: ..............................................................................................  
3.1  
3.2  
Mechanisch gebundener Schüttdämmstoff zum Ausgleich von  
m²  
Unebenheiten 10 mm dick einbauen  
Produkt: ..........................................................................................  
Dicke: ..............................................................................................  
Bedarfsposition3):  
Stck.  
Ausgleich mit mechanisch gebundenem Schüttdämmstoff z.B.  
zwischen Versorgungsleitungen auf der Rohdecke bis ... mm  
dick einbauen  
Sack zu ..................... Liter  
Produkt: ..........................................................................................  
Dämmschicht für den Trittschallschutz  
4.1  
Blähperlit/Mineralwolle Mehrschicht-Trittschalldämmplatte,  
nach DIN EN 13169 dL - dB = 2 mm, dicht gestoßen, lose im  
Verband vollflächig auf der Unterlage verlegen  
m²  
Produkt: „Fesco ETS 5+“ (s´ 40 MN/m³) oder gleichwertig  
Dicke: ..............................................................................................  
1)  
2)  
3)  
Keine Abdichtung nach DIN 18534.  
Bei „starren“ Nutzbelägen muss die Fuge zwischen Gussasphalt und Wand etwa 10 15 mm betragen.  
Herstellerangaben für maximale Einbaudicken sind zu berücksichtigen.  
22  
Schwimmende Gussasphaltestriche  
59  
2 Gussasphaltestrich auf Dämmschicht für Anforderungen an den Trittschallschutz  
Einheits-  
Preis in  
EUR  
Gesamt-  
preis in  
EUR  
Menge/  
Einheit  
Pos.  
4.2  
Leistungsbeschreibung  
oder  
Mineralwolle-Trittschalldämmplatte, nach DIN EN 13162, Eig-  
nung gemäß Prüfzeugnis des Herstellers, dL - dB 2 mm, dicht  
gestoßen, lose im Verband vollflächig auf der Unterlage verle-  
gen, abzudecken mit einer Abdeckplatte nach Pos. 5.1  
m²  
Produkt: ..........................................................................................  
Dicke: ..............................................................................................  
5.1  
Verformungs- und temperaturbeständige Blähperlit-Abdeck-  
platte nach DIN EN 13169, mindestens 15 mm dick auf Mineral-  
wolle- Trittschalldämmplatten, dicht gestoßen, im Verband, mit  
zur Dämmschicht versetzten Stößen verlegen  
m²  
Produkt: „Retrofit GA“ oder gleichwertig  
Dicke: ..............................................................................................  
6.1  
7.1  
Temperaturbeständige Abdeckung der Dämmschicht aus  
Rippenpappe, Rohglasvlies, Wollfilzpappe o.ä. verlegen4)  
m²  
m²  
Art: .................................................................................................  
Gussasphaltestrich DIN 18560 - AS - IC .... - S .... einbauen, die  
Oberfläche im noch heißen Zustand mit Sand abreiben  
oder  
7.2  
7.3  
Gussasphalt-Heizestrich DIN 18560 - AS - ICH 10 - S .... - H ...  
einbauen, die Oberfläche im noch heißen Zustand mit Sand  
abreiben  
m²  
m²  
Zulage: 5 mm Mehrdicke Gussasphalt zu Positionen 7.1 und 7.2  
4)  
Die Abdeckung ist an den Rändern bis zur Oberkante des Randstreifens hoch zu führen.  
23  
Informationen über Gussasphalt  
24  
Überreicht durch:  
Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.  
Bundesfachabteilung Gussasphalt  
Kurfürstenstraße 129 · 10785 Berlin  
Tel.: 030-212 86-263 · Fax: 030-212 86-297  
Beratungsstelle für Gussasphaltanwendung e.V.  
Dottendorfer Straße 86 · 53129 Bonn  
Tel.: 02 28-23 98 99