61  
Technische Informationen  
Abdichtungen von befahrenen  
Verkehrsflächen aus Holz  
Informationen über Gussasphalt  
Veröffentlichungen über Gussasphalt  
Heft-Nr. Titel  
43 Straßen, Wege, Plätze  
44  
52  
53  
54  
55  
57  
58  
59  
60  
61  
62  
Industrieestriche aus Gussasphalt  
Gussasphalt auf kommunalen Verkehrsflächen  
Abdichtungen aus Gussasphalt auf Parkdecks, Hofkellerdecken und Rampen sowie in Tiefgaragen  
Bauwerksabdichtungen gemäß DIN 18531 und 18533  
Innenraumabdichtungen gemäß DIN 18534  
Brücken, Tröge, Tunnel  
Nachhaltiges Bauen mit Gussasphalt  
Schwimmende Gussasphaltestriche  
Gussasphalt in Anlagen mit wassergefährdenden Stoffen  
Gussasphalt von Verkehrsflächen aus Holz  
Gussasphalt von A bis Z – Bauweisen  
Informationen über Gussasphalt ISSN 0172-3138  
herausgegeben  
erarbeitet  
von der bga Beratungsstelle für Gussasphaltanwendung e.V.  
von der Technischen Kommission der bga:  
1.  
2.  
3.  
4.  
5.  
6.  
Dipl.-Ing. Driske  
Dipl.-Ing. Gerigk  
Dipl.-Ing. Götze  
Dipl.-Ing. Grischek  
Dipl.-Ing. Hofmann  
Hofmeister  
Hamburg  
Hanau  
Berlin  
Bergheim  
Köln  
Herford  
7.  
8.  
9.  
Dipl.-Ing. Hüttermann  
Dipl.-Ing. Könneke  
Leutert  
Dipl.-Ing. Lorenz  
Dipl.-Ing. Marossow  
Dipl.-Ing. Rode  
Sandrock B. SC  
Dipl.-Ing. Schriek  
Dipl.-Ing. Sikinger  
Steidl  
Dipl.-Ing. Wetzlberger  
Dipl.-Ing. Wietstock  
Wurzer M. P.  
Pinneberg  
Dortmund  
Würzburg  
Bardowick  
Neubrandenburg  
Siegburg  
Kirchheim  
Holzwickede  
Bardowick  
Bonn  
10.  
11.  
12.  
13.  
14.  
15.  
16.  
17.  
18.  
19.  
Stuttgart  
Brunsbüttel  
Stuttgart  
Die Technischen Informationen der Beratungsstelle für Gussasphaltanwendungen kann gegen eine Gebühr als  
PDF-Datei bezogen werden.  
Asphalttaschenkalender:  
Der jährlich überabeitete Asphalttaschenkalender bietet auf ca. 150 Seiten wertvolle Informationen über die An-  
wendung und Eigenschaften von Asphalten, Bitumenwerkstoffen und insbesondere Gussasphalten. Er kann gegen  
eine Schutzgebühr bei der Beratungsstelle für Gussasphaltanwendung e.V. bezogen werden.  
Informationen über Gussasphalt ISSN  
hergestellt  
von inpuncto:asmuth druck + medien gmbh, Standort Bonn  
Socialmedialogos: Freepik.com  
zu beziehen  
von der Beratungsstelle für Gussasphaltanwendung e.V.  
Rheinweg 24, 53113 Bonn  
© Alle Rechte vorbehalten  
01/2025  
Technische Informationen über Gussasphalt  
#gussasphalt  
Abdichtungen von befahrenen Verkehrsflächen aus Holz  
61  
Technische Information über Gussasphalt  
Abdichtung von befahrenen Verkehrsflächen aus Holz  
Inhalt  
1
2
3
Allgemeines  
2
2
Begriffsbestimmungen  
Baustoffe und Baustoffgemische  
2
2
2
2
3.1  
3.2  
3.3  
Gesteinskörnungen  
Bindemittel  
Gussasphalt  
4
Eigenschaften von Gussasphaltschichten  
3
3
3
3
4.1  
4.2  
4.3  
Schichtdicken  
Abrutschsicherung bei Rampen aus Holz.  
Oberflächenbehandlung der Nutzschicht  
5
6
Regelwerke  
4
Planungsgrundsätze  
4
4
4
5
5
6
6
6
7
6.1  
6.2  
6.3  
6.4  
6.5  
6.6  
6.7  
6.8  
6.9  
Allgemeines  
Nutzungsklassen  
Holzunterlage  
Abdichtungsuntergrund  
Einbau der Unterlagsbahn  
Einbau der Polymerbitumen-Schweißbahn  
Einbau Gussasphalt  
Entwässerung  
Fugen  
7
7
7
6.9.1 Bewegungsfugen  
6.9.2 Randfugen und Arbeitsnähte  
6.10 Abdichtungsan- und -abschlüsse  
7
7
8
6.10.1 Abdichtungsanschlüsse  
6.10.2 Abdichtungsabschlüsse  
7
8
Ausführungsbeispiele (Prinzipskizzen)  
7.1 Regelaufbau 1a  
9
9
9
9
9
7.2 Anschluss an aufgehende Bauteile  
7.3 Randabschluss  
7.4 Abrutschsicherung Rampe  
Muster-Leistungsverzeichnisse  
10  
10  
12  
8.1 Abdichtungsbauweisen ohne Dämmschicht – Bauweisen 1a, Nutzungsklassen N1-V bis N4 V  
8.2 Abschlüsse, Anschlüsse und Abdichtungen über Bauwerksfugen  
1
Informationen über Gussasphalt  
1 Allgemeines  
2 Begriffsbestimmungen  
Begriffe sowie Abkürzungen und Bezeichnungen für  
die Anwendung der Normenreihen für die Abdich-  
tung von Bauwerken sind in Anlehnung an die Nor-  
menreihen DIN 18532-1 & 2 und DIN 18195:2017-07  
beschrieben.  
In dieser Technischen Information werden Abdich-  
tungen von befahrenen Verkehrsflächen aus Holz  
behandelt.  
In den Normen werden befahrbare Abdichtungen  
und Beläge auf Holz nicht behandelt, sodass die  
Technische Kommission der Beratungsstelle für Guss-  
asphaltanwendung diese Technische Information 61  
erarbeitet hat.  
3 Baustoffe und Baustoffgemische  
3.1 Gesteinskörnungen  
Abdichtungen in Verbindung mit Gussasphaltschich-  
ten werden zum Schutz von Verkehrsflächen aus Holz  
eingesetzt und sollen verhindern, dass Wasser in da-  
runterliegende Bauteile oder Stockwerke eindringt.  
Die Gesteinskörnungen sind in den „Technischen Lie-  
ferbedingungen für Gesteinskörnungen im Straßen-  
bau“, TL Gestein-StB, definiert.  
Untergründe aus Stahl oder Beton werden in dieser  
TI nicht behandelt.  
Im Regelfall werden natürliche Gesteinskörnungen  
verwendet. Es können aber auch geeignete industriell  
hergestellte Gesteinskörnungen eingesetzt werden.  
Vorteile von Gussasphalt sind:  
3.2 Bindemittel  
„
„
hohe Verformungsbeständigkeit  
Für die Herstellung von Gussasphalt werden mit-  
telharte und harte Straßenbaubitumen und poly-  
mermodifizierte Bitumen nach TL VBit-StB 22, sowie  
Hartbitumen nach DIN EN 13305 verwendet.  
hohe Griffigkeit, die auch nach langjähriger  
Nutzung den Anforderungen entspricht  
„
lange Nutzungsdauer, da alterungsbeständig  
durch die geschlossene Oberfläche  
In der Regel werden viskositätsreduzierende Zusät-  
ze zur Verringerung der Verarbeitungstemperatur  
eingesetzt. Härte und Menge des Bitumens haben  
bestimmenden Einfluss auf die Eigenschaften des  
Gussasphalts. Diese können darüber hinaus durch Zu-  
sätze unterschiedlichen Beanspruchungen spezifisch  
angepasst werden.  
„
„
umweltfreundliche Wiederverwendbarkeit  
wartungsarm und dadurch kostengünstig in der  
Unterhaltung  
„
„
geringe Lebenszykluskosten  
Wärme- und schalldämmend  
Deshalb ist Gussasphalt besonders geeignet für Ver-  
kehrsflächen und Ingenieurbauwerke, bei:  
Zur Herstellung farbiger Gussasphalte werden ein-  
färbbare Bindemittel und spezielle, temperatur-  
beständige Farbpigmente eingesetzt.  
„
Verkehrsflächen auf denen eine maschinelle Ver-  
dichtung nicht möglich ist wie z.B.:  
3.3 Gussasphalt  
† Parkhäuser und Tiefgaragen  
† unterkellerte Hofflächen  
† Rampen  
Gussasphalt ist eine dichte, in heißem Zustand gieß-  
und streichbare Masse aus einem Gesteinskörnungs-  
gemisch (grobe Gesteinskörnung, feine Gesteins-  
körnung, Füller) und Bitumen oder Bitumen und  
Zusätzen.  
„
„
„
2
Verkehrsflächen, mit Zufahrtsbeschränkungen  
wie z.B.  
† Innenhöfe mit schmalen Zugängen  
Das Gemisch aus Gesteinskörnungen ist praktisch  
hohlraumfrei zusammengesetzt. Alle Gesteinskör-  
nungen müssen frost- und verwitterungsbeständig  
sein. Der Bindemittelgehalt ist so auf die Hohlräume  
des Gesteinskörnungsgemisches abgestimmt, dass  
diese in der fertigen Schicht ausgefüllt sind. Bei der  
Ingenieurbauwerken mit begrenzter Belastbar-  
keit oder geringer Aufbauhöhe wie z.B.  
† Fußgängerbrücken  
Bauwerke an die hohe Anforderungen an die  
Dauerhaftigkeit gestellt werden  
Abdichtungen von befahrenen Verkehrsflächen aus Holz  
61  
Verarbeitungstemperatur hingegen stellt sich wegen  
4 Eigenschaften von  
Gussasphaltschichten  
des höheren Temperaturausdehnungskoeffizienten  
des Bitumens, gegenüber dem der Gesteinskörnun-  
gen, ein geringerVolumenüberschuss an Bitumen ein.  
Dieser ist für die Verarbeitbarkeit erforderlich.  
4.1 Schichtdicken  
Die Schicht aus Gussasphalt, die mit der Polymer-  
bitumen-Schweißbahn im Verbund die Abdichtung  
darstellt, wird in einer Nenndicke von 2,5 cm, die  
Nutzschicht aus Gussasphalt im Regelfall in 3 cm  
einschl. dem Abstreumaterial ausgeführt.  
Bei der Zusammensetzung des Gussasphalts sind ins-  
besondere zu berücksichtigen und in der Leistungsbe-  
schreibung anzugeben:  
„
„
„
der vorgesehene Verwendungszweck  
klimatische und örtliche Verhältnisse  
Verkehrslasten und Belastungsarten.  
Auf Rampen sollten Gussasphaltschichten mit mög-  
lichst geringer Schichtdicke eingebaut werden, um  
das Ablaufen des Gussasphalts zu reduzieren. Bei  
beheizten Rampen mit starker Neigung kann die  
Elektroflachheizung ggf. mit einer Einbettschicht auf  
der unteren Gussasphaltschicht fixiert werden.  
Auch die Wahl der Oberflächenbehandlung (absan-  
den, absplitten) sollte im Vorfeld festgelegt werden,  
weil diese Einfluss auf die Auswahl der Mischgutzu-  
sammensetzung haben kann.  
4.2 Abrutschsicherung bei Rampen aus Holz.  
Zur Aufnahme der auftretenden Schubkräfte sind auf  
Rampen aus Holz, im Abstand von max. 5 m quer zum  
Gefälle, auf der Abdichtungsbahn verzinkte T-Profile  
mit beidseitigem DIN-gerechten Klebeflansch anzu-  
ordnen. Diese werden oberflächenbündig mit der ers-  
ten Lage Gussasphalt hergestellt. Sie sind im Abstand  
von ca. 25 cm kraftschlüssig mit dem Untergrund zu  
verbinden (s. 9.4).  
Unter Berücksichtigung dieser Angaben bleibt die  
Zusammensetzung des Mischguts dem Auftragneh-  
mer überlassen.  
Für Abdichtungen auf befahrenen Verkehrsflächen,  
die durch parkende Fahrzeuge beansprucht werden,  
sind Gussasphaltestriche (AS) nach DIN EN 13813 zu  
verwenden.  
Auf Holzbrücken mit vorwiegend dynamischer Bean-  
spruchung können auch Gussasphalte (MA) gemäß  
den TL Asphalt-StB verwendet werden.  
4.3 Oberflächenbehandlung der Nutzschicht  
Direkt bewitterte Nutzschichten aus Gussasphalt sind  
grundsätzlich abzusplitten. Zur besseren Haftung ist  
der Splitt leicht mit Bindemittel zu umhüllen.  
Die Wahl des Größtkorns im Gesteinskörnungsge-  
misch richtet sich in erster Linie nach der vorgesehe-  
nen Einbaudicke der Gussasphaltschicht.  
Eine helle Absplittung reflektiert die Sonneneinstrah-  
lung und reduziert die Aufwärmung um bis 10 K. Dies  
wirkt sich positiv auf die Verformungsbeständigkeit  
aus. Ein heller Abstreusplitt kann mit einem einfärb-  
baren Sonderbindemittel vorumhüllt werden, um die  
gewünschte Optik und die lichttechnischen Eigen-  
schaften der Oberfläche sicherzustellen.  
Die Verformungsbeständigkeit von Gussasphalt wird  
auf Grund seiner thermoplastischen Eigenschaften  
nicht über die Druckfestigkeit klassifiziert. Die Beur-  
teilung der Verformungsbeständigkeit ist anhand der  
Eindringtiefe eines Stempels an einem Probewürfel  
aus Gussasphalt möglich. Diese Prüfung wird nach DIN  
EN 12697-20 durchgeführt.  
Neben den üblichen Absplittungen mit Splitt der Kör-  
nung 2/5 mm hat sich ebenfalls ein Splitt der Körnung  
1/3 mm bewährt, weil dadurch die Befahrbarkeit, z. B.  
mit Einkaufswagen, verbessert wird.  
Bei Gussasphalten mit Sonderbindemitteln und Farb-  
pigmenten handelt es sich um Sondervarianten, die  
einer einzelvertraglichen Regelung bedürfen. Es ist  
auch zu berücksichtigen, dass im Zuge des gestal-  
terischen Schwerpunktes eingesetzte Gesteinskör-  
nungen nicht zwangsläufig den Anforderungen der  
Straßenbauvorschriften entsprechen.  
Es ist zu berücksichtigen, dass über einen längeren  
Zeitraum einzelne Splittkörner durch die Fahrzeu-  
ge herausgelöst werden können. Das erfordert eine  
regelmäßige Reinigung von Rinnen, Abläufen und  
Fugen.  
3
Informationen über Gussasphalt  
Andere Absplittvarianten, bzw. Oberflächenbehand-  
brauchsfertige Polymermodifi-  
zierte Bitumen  
lungen sind möglich, müssen aber einzelvertraglich  
vereinbart werden.  
TL VBit-StB 22 2)  
Technische Lieferbedingungen  
für gebrauchsfertige viskositäts-  
veränderte Bitumen  
Auf nicht frei bewitterten Flächen in Parkdeck-  
ebenen, kann die Nutzschicht mit Sand abgerieben  
werden. Auf diesen Flächen können Reifenprofil-  
abdrücke entstehen, die aber keinen technischen  
Mangel darstellen.  
zu beziehen bei:  
1)  
Beuth Verlag GmbH, 10772 Berlin  
2)  
FGSV-Verlag, Wesselinger Str. 17, 50999 Köln  
6 Planungsgrundsätze  
6.1 Allgemeines  
Für die Planung und Umsetzung von dauerhaften  
Belägen und Abdichtungen auf Holz stehen derzeit  
Fachplanern und ausführenden Unternehmen unzu-  
reichende Planungsgrundsätze zur Verfügung. Diese  
Technische Information soll Planern eine zuverlässige  
Umsetzung von Konstruktionsdetails und praktischen  
Erkenntnissen ermöglichen. Die Abdichtungs- und  
Gussasphaltarbeiten sind von einem Unternehmen  
auszuführen. Im Hinblick auf die dynamisch stark  
beanspruchten Asphaltbeläge und Abdichtungssys-  
teme ist der Planer gefordert, sich rechtzeitig mit  
Abdichtungssystemen auf Holz zu beschäftigen.  
Praxistaugliche Lösungen für die spezifischen Heraus-  
forderungen von Belägen auf Holz bieten jedoch ein  
großes Potenzial. StandardisierteAufbauten für Fahr-  
bahnbeläge und Abdichtungssysteme sowie bewähr-  
te Problemlösungen sind entscheidend, um diesen  
interessanten Markt weiter zu erschließen und die  
Leistungsfähigkeit von Holz und Gussasphalt weiter  
unter Beweis zu stellen.  
5 Regelwerke  
VOB1) Vergabeordnung für Bauleistungen  
ATV-DIN 18354 1) Gussasphaltarbeiten  
DIN EN 13813 1)  
Estrichmörtel, Estrichmassen und  
Estriche — Estrichmörtel und  
Estrichmassen — Eigenschaften  
und Anforderungen  
ZusätzlicheTechnischeVertragsbedingungendesBun-  
desministeriums für Digitales undVerkehr (BMDV) zur  
VOB:  
ZTV Asphalt-StB 2) Zusätzliche Technische Vertrags-  
bedingungen und Richtlinien für  
den Bau von Verkehrsflächenbe-  
festigungen aus Asphalt  
6.2 Nutzungsklassen  
Dicken und Zusammensetzungen der Schichten sind  
im Wesentlichen von der Funktion der Verkehrsflä-  
chen, der Verkehrsbelastung und der Bauweise ab-  
hängig.  
TL Asphalt-StB 2) Technische Lieferbedingungen  
für Asphaltmischgut für den Bau  
von Verkehrsflächenbefestigun-  
gen  
Je nach Nutzung der Bauteile durch Fahrzeuge oder  
Personen und bezogen auf die Art der Verkehrsfläche  
mit den jeweils unterhalb dieser Flächen liegenden  
Nutzungsbereichen, können in Anlehnung an die  
Normen vier Nutzungsklassen (N1-V bis N 4-V) unter-  
schieden und diesen typischen Arten von Verkehrs-  
flächen zugeordnet werden (siehe Tabelle 1).  
TL Gestein-StB 2)  
TechnischeLieferbedingungenfür  
Gesteinskörnungen im Straßen-  
bau  
TL Bitumen-StB 2) Technische Lieferbedingungen  
für Straßenbaubitumen und ge-  
4
Abdichtungen von befahrenen Verkehrsflächen aus Holz  
61  
Tabelle 1: Zuordnung der Abdichtungsbauweisen zu Nutzungsklassen und Verkehrsflächen  
Bauweise  
Nutzungsklassen  
N1-V  
Verkehrsflächen  
1a  
X
Fußgänger- und Radwegbrücken  
Zwischendecks von Parkhäusern für PKW-Verkehr  
Freidecks von Parkhäusern für PKW-Verkehr  
X
X1  
N2-V  
Zwischendecks von Parkhäusern für PKW- und leichten LKW-Verkehr  
Freidecks von Parkhäusern für PKW- und leichtem LKW-Verkehr  
X
N3-V  
N4-V  
X1  
X
Fahrbahntafeln von Brücken für Fahrzeuge aller Art  
(Straßenbrücken, für die nicht die Regelungen der ZTV-ING gelten)  
1) Für frei bewitterte Parkflächen werden zusätzliche planerische Überlegungen notwendig.  
müssen Kanten gefast und Kehlen gerundet werden.  
Schrauben- und Nagelköpfe dürfen nicht überstehen.  
6.3 Holzunterlage  
Die Verwendung bitumenhaltiger Fahrbahnbeläge  
auf Holztragwerken ist in Deutschland in keiner Norm  
geregelt. Fahrbahnplatten aus Holz sind im Gegen-  
satz zu solchen Bauwerken aus Beton weicher, dyna-  
mischer und daher ist die Abdichtung in Verbindung  
mit Gussasphalt angeraten.  
Vor dem Einbau der Abdichtung sind die folgenden  
Prüfungen vorzunehmen.  
Die Prüfung der Ebenheit der Holzunterlage erfolgt  
bei einer Neigung der Fläche 2,5 % nach DIN  
18202:2013-10, Tabelle 3, Zeile 2, bei Neigungen > 2,5  
% nach DIN 18354.  
In dieser Technischen Information wird ein System-  
aufbau ohne Verbund zwischen Abdichtung und  
Holzplatte behandelt.  
Der oberflächennahe Bereich des Holzuntergrundes  
muss trocken sein. Die bauseitige Abdeckung der  
Holzflächen, mit einem Vlies zum Schutz der Holz-  
elemente, ist während der Bauzeit wichtig. Die Be-  
schichtung kann vor Aufbringen der Abdichtung auf  
den Holzelementen verbleiben.  
Eine Verbundabdichtung wie auf Beton, wird nicht  
empfohlen, da die Holzunterlage nicht so getrocknet  
werden kann, dass ein Abdichtungsaufbau mit einer  
Polymerbitumen-Schweißbahn und Gussasphalt im  
Verbund aufgebracht werden kann.  
Grundsätzlich sind Abdichtungen bei günstigen  
Witterungsbedingungen herzustellen. Müssen aus  
zwingenden Gründen die Abdichtungsarbeiten bei  
ungünstigen Witterungsbedingungen ausgeführt  
werden, so sind besondere Maßnahmen vorzusehen,  
die eine vertragsgemäße Ausführung ermöglichen.  
Um eine nachträglicheWasseraufnahme der Holzkon-  
struktion zu vermeiden, ist bis zum Aufbringen der  
Unterlagsbahn, die Holzkonstruktion werksseitig mit  
einem wasserabweisenden Vlies zu schützen.  
6.4 Abdichtungsuntergrund  
Bei der Bauweise befindet sich die Abdichtungs-  
schicht direkt auf der Holzkonstruktion unterhalb  
der Schutz- und Nutzschicht. Es ist nur die Bauweise  
1a zu auszuführen. Der Holzuntergrund ist so be-  
reitzustellen, dass eine ebene, tragfähige und für  
die nachfolgenden Schichten geeignete Unterlage  
entsteht. Sie muss frei von Splittern, Graten, Stu-  
fen, Verschmutzungen und Resten von holzfremden  
Stoffen sein. Sie muss mechanisch so befestigt und  
fixiert sein, dass die nachfolgenden Schichten sicher  
aufgenommen werden können. Erforderlichenfalls  
5
Informationen über Gussasphalt  
oder sonstigen Gegenständen auf der Abdichtung  
und Schutzschicht ist ohne besondere Schutzmaß-  
nahmen unzulässig. Beim Einbau der Bahnen muss  
die Lufttemperatur mindestens +5 °C betragen. Die  
Unterlage muss frostfrei sein.  
6.5 Einbau der Unterlagsbahn  
Auf der Holzkonstruktion wird eine kaltselbstkle-  
bende Elastomerbitumen-Unterlagsbahn mit unter-  
seitiger Trennfolie verlegt. Die Bahn wird im Über-  
lappungsbereich verdeckt genagelt. Die Längs- und  
Quernähte werden nach dem Abziehen der Trennfo-  
lie im Nahtbereich kaltverklebt und mit dem Hand-  
brenner verschweißt und angedrückt. Die Längsnaht-  
überdeckung beträgt mindestens 10 cm, die Quer-  
nahtüberdeckung ebenso mindestens 10 cm.  
Im Übrigen sind die Verarbeitungshinweise der  
Schweißbahnhersteller zu beachten.  
Der nachfolgende im Verbund aufgebrachte Guss-  
asphalt ist sowohl die 2. Lage derAbdichtung als auch  
die Schutzlage der darunterliegenden Polymerbitu-  
menschweißbahn. Dadurch entsteht ein robustes und  
wartungsarmes Abdichtungssystem.  
Die Ausführung der Gesamtleistung aus Unterlags-  
bahn, Schweißbahnverlegung und des Gussasphalt-  
einbaus ist aus Gewährleistungsgründen durch das-  
selbe Fachunternehmen auszuführen!  
6.7 Einbau Gussasphalt  
Beim Einbau des Gussasphalts muss die Lufttempera-  
tur mindestens +5 °C betragen. Die Unterlage muss  
frostfrei sein. Die Temperatur des Gussasphaltes darf  
die Temperatur von 230 °C nicht überschreiten.  
6.6 Einbau der Polymerbitumen-Schweißbahn  
Der Einbau des Gussasphaltes sollte in Bahnen erfol-  
gen und in der ersten Lage mit einer Nenndicke von  
2,5 cm eingebaut werden. Die Dicke der Schutzschicht  
darf an keiner Stelle 2 cm unterschreiten.  
Die Polymerbitumen-Schweißbahn mit hochliegen-  
der Trägerlage ist eine Schweißbahn die speziell zur  
Verwendung unter Gussasphaltbelägen konzipiert  
ist. Die Bahn wird auf einem Wickelkern zwangsge-  
führt und mit einem Mehrfachbrenner mit Wind-  
schutz aufgeschweißt. Die einzelnen Flammen müs-  
sen gleichmäßig auf der gesamten Breite der Bahn  
verteilt sein. Wegen der Unterlagsbahn ist es für  
einen fachgerechten Einbau zwingend notwendig,  
dass die Brennerflammen richtig dosiert werden. In  
dem dadurch entstehenden Bitumenwulst wird die  
Bahn eingebettet und zusätzlich mit einen Druckholz  
angedrückt (Siehe DIN 18532-1 Abs. 7.4.1.1.1 u. Abs.  
7.4.1.1.4). Der Einsatz vom Einzelgasbrennern ist nur  
in Sonderfällen bei Anschlüssen oder kleinen Instand-  
setzungsarbeiten zulässig.  
Es dürfen keine Vermischungen mit dem Bindemit-  
tel der Schweißbahn vorkommen, die zu nachtei-  
ligen Eigenschaftsänderungen der Schutzschicht  
führen. Innerhalb der Abdichtung aus Polymerbitu-  
menschweißbahn und Gussasphalt dürfen sich keine  
Gleitbewegungen ergeben.  
Die Schutzschicht aus Gussasphalt darf von Hand  
oder maschinell verlegt werden. Die Schutzschicht ist  
möglichst kurzfristig nach dem Einbau der Schweiß-  
bahn aufzubringen. Um einen geringen Wärmeein-  
trag in die Holzkonstruktion sicherzustellen, ist auf  
die Einbautemperatur von max. 230°C zu achten.  
Durch ein gleichmäßigesVorlegen von geringen Guss-  
asphaltmengen und eine zügige Verarbeitung, ist  
sicherzustellen, dass die Dichtungsschicht nicht mehr  
als unvermeidbar erwärmt wird.  
Die Dichtungsschicht darf nicht mehr als für den Ein-  
bau der Schutzschicht unbedingt notwendig began-  
gen oder befahren werden. Drehen oderWenden von  
Fahrzeugen auf der Dichtungsschicht ist unzulässig.  
Die Dichtungsschicht darf nicht beschädigt werden  
und nicht länger als unvermeidbar ohne Schutzschicht  
bleiben. Das Abstellen von Fahrzeugen, Maschinen  
Bei Neigungen größer 5% sind Schubverbundsiche-  
rungen nach 9.4 auszuführen.  
6
Abdichtungen von befahrenen Verkehrsflächen aus Holz  
61  
„
„
Befahrene Bewegungsfugen sind grundsätzlich  
mit Fugenprofilen herzustellen.  
6.8 Entwässerung  
Die Planung der Entwässerung muss im Zusammen-  
hang mit der Planung des Bauwerks erfolgen. Das  
gilt für ein ggf. erforderliches Gefälle in der Abdich-  
tungs- und der Nutzungsebene und die Anordnung  
von Entwässerungsrinnen und Bodenabläufen. Ein  
erforderliches Gefälle ist mit der Holzkonstruktion  
auszubilden. (2,5%)  
Es sind Stoffe auszuwählen, die bei den auftre-  
tenden Fugenbewegungen und äußeren Einwir-  
kungen eine dauerhafte Abdichtung sicherstel-  
len.  
„
Die Flächenabdichtung ist ggf. unter Verwen-  
dung ergänzender Komponenten über der Fuge  
durchzuführen oder dauerhaft an eine Fugen-  
abdichtungskonstruktion anzuschließen.  
Eine Gefälleausbildung mit Gussasphalt ist nicht zu-  
lässig.  
Bewegungsfugen sollten geradlinig und nicht durch  
GebäudeeckenoderAussparungenverlaufen.Schnitt-  
winkel mit Kehlen oder Kanten und von Fugen unter-  
einander sollten möglichst rechtwinklig sein.  
Für eine sichere Entwässerung werden in der Regel  
Rinnen oder Abläufe benötigt. Die Anzahl der Ent-  
wässerungseinrichtungen ist vom Planer rechnerisch  
zu ermitteln und nachzuweisen.  
6.9.2 Randfugen und Arbeitsnähte  
Abläufe und Rinnen müssen einen Klebe - oder Los-  
Fest-Flansch aufweisen. Die Anschlüsse müssen aus-  
reichend breit sein, um die Polymer-Bitumenschweiß-  
bahn sicher anschließen zu können. Die Anschlussflä-  
chen bei Klebeflanschen müssen mindestens 120 mm  
breit sein.  
An allen aufgehenden Bauteilen oder an Durchdrin-  
gungen sind Fugen herzustellen. Nach Einbau der  
Gussasphaltschichten sind diese Fugen zu verfüllen.  
Die Fugen sind in einer Breite von mindestens 15 mm  
auszuführen.  
Die Art der Ausführung der Arbeitsnähte hängt auch  
von der Lage der Flächen und der gewählten Bau-  
weise ab. Bei frei bewitterten Flächen sind Tempe-  
raturwechselbeanspruchungen von –20 °C im Winter  
bis +70 °C Oberflächentemperatur im Sommer zu  
erwarten. Arbeitsnähte können verschweißt oder als  
Fuge ausgebildet werden.  
6.9 Fugen  
6.9.1 Bewegungsfugen  
Bewegungsfugen in der Holzkonstruktion müssen  
die planmäßigen Bewegungen der angrenzenden  
Bauteile infolge von Setzungen, Temperaturänderun-  
gen und Einwirkungen durch Verkehr zwängungsfrei  
ermöglichen. Die hierfür erforderlichen Fugenkonst-  
ruktionen müssen unter diesen Bewegungen dauer-  
haft dicht sein. Sie müssen mit derAbdichtungsschicht  
wasserdicht verbunden sein.  
Alle Fugen und Arbeitsnähte sind regelmäßig zu kon-  
trollieren und zu warten.  
6.10 Abdichtungsan- und -abschlüsse  
6.10.1 Abdichtungsanschlüsse  
Bei Nutzungsklasse N4-V (siehe Tabelle 1) erfolgt die  
Abdichtung als Sonderkonstruktionen (z. B. mit Fahr-  
bahnübergängen mit einer ETA auf der Grundlage  
der ETAG 032 oder der TL/TP FÜ). Bei N1-V bis N3-V  
sind Fugenabdichtungen unter Berücksichtigung fol-  
gender Prinzipien zu planen und auszuführen. Wird  
hiervon abgewichen, sind auch hierfür Sonderkonst-  
ruktionen erforderlich.  
Abdichtungsanschlüsse an aufgehenden Gebäudetei-  
len, z.B. an Wänden, Stützen, Türlaibungen, Einbau-  
ten und Durchdringungen, sind sorgfältig zu planen  
und, wenn mit Bitumenbahnen vorgesehen, zweila-  
gig auszuführen und zu fixieren. Es ist zu empfehlen,  
dass Fachfirmen rechtzeitig während der Planungs-  
phase zur Beratung hinzugezogen werden.  
Die Planung der Fugenabdichtung hat nach folgen-  
den Grundsätzen zu erfolgen:  
Durchdringungen sind mit Verbindungselementen  
(Los-Festflansch) auszurüsten. Die durchdringenden  
Einbauteile müssen so angeordnet werden, dass die  
Abdichtung von allen Seiten einwandfrei an sie her-  
angeführt und über die Verbindungselemente was-  
serdicht angeschlossen werden können. Die Ober-  
kante des festen Flansches muss auf der Höhe der  
„
Die zu erwartenden Fugenbewegungen sind vom  
Planer zu ermitteln und anzugeben.  
„
Bewegungsfugen in derTragkonstruktion sind an  
gleicher Stelle in allen Schichten der Fahrbahn-  
konstruktion auszubilden.  
7
Informationen über Gussasphalt  
Unterkante der angrenzenden Abdichtung oder et-  
was tiefer liegen.  
Kreisförmige Durchdringungen sind in der Regel mit  
Mantelrohren auszuführen, die ihrerseits mit ge-  
eigneten Verbindungselementen ausgestattet sein  
müssen. Flansche oder Manschetten müssen so ange-  
ordnet werden, dass ihre Außenkanten mindestens  
150 mm von Bauwerkskanten und -kehlen sowie min-  
destens 500 mm von Bauwerksfugen entfernt sind.  
Die Anschlussflächen müssen mindestens 120 mm  
breit sein. Diese Bauteile müssen so eingebaut sein,  
dass die Abdichtung von allen Seiten an sie herange-  
führt und an dieVerbindungselemente angeschlossen  
werden kann.  
Außenkanten von Los- und Festflanschkonstruktio-  
nen müssen mindestens 300 mm von Bauwerkskanten  
und -kehlen sowie mindestens 500 mm von Bauwerks-  
fugen entfernt angeordnet werden. Der Festflansch  
ist im Bauwerk zu verankern und so einzubauen,  
dass seine Oberfläche mit der angrenzenden, abzu-  
dichtenden Bauwerksfläche eine Ebene bildet.  
6.10.2 Abdichtungsabschlüsse  
Bereits bei der Planung ist festzulegen, wie hoch  
die Abdichtung an aufgehende Gebäudeteile ge-  
führt werden muss. Im Regelfall ist die Abdichtung  
mindestens 15 cm über Oberkante Belag nach oben  
zu führen und dort mit Klemmschiene oder -profil  
gegen Abrutschen und Hinterläufigkeit zu sichern.  
Jede aufgehende Abdichtung muss wirksam gegen  
mechanische Beschädigungen geschützt werden.  
An den freien Rändern einer Holzkonstruktion sind  
T-förmige Abschlussprofile – der waagerechte Schen-  
kel bündig mit der Holzkonstruktion – fest verankert  
einzubauen.  
Der Überstand von Abdeckungen oder Randprofilen  
muss eine Tropfkante von mindestens 2 cm Abstand  
von den zu schützenden Bauwerksstellen erhalten.  
Der äußere Schenkel von Abdeckungen oder Rand-  
profilen soll den oberen Rand von Bekleidungen  
überlappen und zwar bei einer Gebäudehöhe  
„
„
„
Bis 8 m = 5 cm  
Über 8 bis 20 m = 8 cm  
Über 20 m = 10 cm  
Der Überstand von Abdeckungen oder Randprofilen  
muss eine Tropfkante von mindestens 2 cm von den  
zu schützenden Bauwerksteilen erhalten.  
8
Abdichtungen von befahrenen Verkehrsflächen aus Holz  
61  
7.3 Randabschluss  
7 Ausführungsbeispiele  
(Prinzipskizzen)  
7.1 Regelaufbau 1a  
1. Holzunterlage mit wasserabweisenden Vlies  
2. Unterlagsbahn  
1. Holzunterlage mit wasserabweisenden Vlies  
2. Unterlagsbahn  
3. Abdichtungsschicht aus einer Lage Polymer-  
bitumen-Schweißbahn  
3. Abdichtungsschicht aus einer Lage Polymer-  
bitumen-Schweißbahn  
4. Befestigung  
5. Los- Festflansch  
4. 1. Lage Gussasphalt  
6. 1. Lage Gussasphalt  
7. Nutzschicht aus Gussasphalt  
8. Oberflächenbehandlung  
9. Fugenverguss  
5. Nutzschicht aus Gussasphalt  
6. Oberflächenbehandlung  
7.2 Anschluss an aufgehende Bauteile  
7.4 Abrutschsicherung Rampe  
1. Holzunterlage mit wasserabweisenden Vlies  
2. Elastomerbitumen-Unterlagsbahn  
3. Polymerbitumen-Schweißbahn  
4. Verzinkter Stahlwinkel  
1. Holzunterlage mit wasserabweisenden Vlies  
2. Anschlusswinkel mit Flansch  
3. Haftgrund  
4. Unterlagsbahn  
5. Holz-Senkkopfschraube  
5. Abdichtungsschicht aus einer Lage Polymer-  
bitumen-Schweißbahn  
6. 1. Lage Gussasphalt  
7. Nutzschicht aus Gussasphalt  
8. Oberflächenbehandlung  
6. 1. Lage Gussasphalt  
7. Nutzschicht aus Gussasphalt  
8. Fugenverguss  
9. Abdeckblech  
10. Oberflächenbehandlung  
9
Informationen über Gussasphalt  
8 Muster-Leistungsverzeichnisse  
8.1 Abdichtungsbauweisen ohne Dämmschicht – Bauweisen 1a,  
Nutzungsklassen N1-V bis N4 V  
Einheits-  
Preis in  
EUR  
Gesamt-  
preis in  
EUR  
Menge/  
Einheit  
Pos.  
Leistungsbeschreibung  
1.0  
2.0  
Vliesuntergrund von grober Verschmutzung reinigen  
m²  
m²  
Kaltselbstklebende Elastomerbitumen-Unterlagsbahn liefern  
und lose mit 10 cm Überlappung verlegen. Die Stöße und Nähte  
müssen verdeckt genagelt und mit einem Handbrenner ver-  
schweißt werden.  
3.0  
1. Lage der Abdichtungsschicht  
m²  
Abdichtungsschicht aus Polymerbitumen-Schweißbahn mit  
hochliegender Trägereinlage nach DIN EN 14695 nach  
DIN 18532-2, aufschweißen.  
3.1  
3.2  
2. Lage der Abdichtungsschicht  
m²  
m
Abdichtungsschicht aus Gussasphalt nach DIN 18532-2,  
einbauen. Nenndicke 2,5 cm.  
Fugen an Anschlüssen, Abschlüssen und Durchdringungen in  
der Gussasphaltschicht aus Pos. 3.1 mindestens 1,5 cm aussparen  
und mit geeigneten Fugenmasse füllen  
Art der Vergussmasse: _____________________________________  
Fabrikat __________________________________________________  
(vom Bieter anzugeben)  
4.0  
4.1  
Nutzschicht aus Gussasphalt, Nenndicke _______ cm.  
m²  
m²  
Bitumenumhüllte Gesteinskörnung der Kornklasse 1/3 mm bis  
2/5 mm auf die Oberfläche der Pos. 7 aufbringen  
4.2  
4.3  
Alternativ: wie Pos. 7.1, jedoch mit farblosem Bindemittel  
m²  
m²  
Alternativ auf nicht freibewitterten Flächen:  
Abreiben mit feuergetrocknetem Quarzsand.  
4.4  
4.5  
Nicht gebundenes Abstreumaterial abfegen und entsorgen  
m²  
m²  
Fugen an Anschlüssen, Abschlüssen und Durchdringungen in  
der Gussasphaltschicht aus Pos. 4.0 mindestes 1,5 cm aussparen  
und mit geeigneten Fugenmasse füllen  
Art der Vergussmasse: _____________________________________  
Fabrikat __________________________________________________  
(vom Bieter anzugeben)  
10  
Abdichtungen von befahrenen Verkehrsflächen aus Holz  
61  
Einheits-  
Preis in  
EUR  
Gesamt-  
preis in  
EUR  
Menge/  
Einheit  
Pos.  
5.0  
Leistungsbeschreibung  
Ausgleich mit Gussasphalt,  
Abrechnung nach Wiegescheinen  
t
11  
Informationen über Gussasphalt  
8.2 Abschlüsse, Anschlüsse und Abdichtungen über Bauwerksfugen  
Einheits-  
Preis in  
EUR  
Gesamt-  
preis in  
EUR  
Menge/  
Einheit  
Pos.  
1.0  
Leistungsbeschreibung  
Abdichtungsabschluss zweilagig an aufgehenden Bauteilen  
(Wände) einschließlich Haftbrücke herstellen  
m
Höhe der Aufkantung: _____________________________ cm*  
Einbindetiefe in die Fläche: _________________________ cm*  
1. Lage aus: ____________________________________________  
(vom Bieter anzugeben)  
2. Lage aus: ____________________________________________  
(vom Bieter anzugeben, bei begrünten Flächen durchwurze-  
lungsfest)  
2.0  
Abdichtungsabschluss zweilagig an aufgehenden Bauteilen  
(Stützen) einschließlich Haftbrücke herstellen  
m²  
Höhe der Aufkantung __________________________________ cm*  
Einbindetiefe in die Fläche: _____________________________ cm*  
Abmessungen: ________________________________________ cm*  
1. Lage aus: ____________________________________________  
(vom Bieter anzugeben)  
2. Lage aus: ____________________________________________  
(vom Bieter anzugeben, bei begrünten Flächen durchwurze-  
lungsfest)  
3.0  
4.0  
Abdichtungsanschluss zweilagig an Flanschkonstruktionen von  
Durchdringungen und Abläufen herstellen  
m
m
Durchdringung/Ablauf NW: _____________________________*  
Abschluss der hochgeführten Abdichtung der Pos. 1 und 2 mit  
Klemmschiene 50 x 5 mm, L 2,50 m einschließlich Haftbrücke  
herstellen  
Klemmschiene im Abstand 200 mm andübeln, mit Edelstahl-  
Sechskantschrauben M 8 befestigen  
4.1  
4.2  
Zulage zu Position 4.0 für Rundungen, r = ________________cm*  
Zulage zu Position 4.0 für Eckwinkel  
Stk  
12  
Abdichtungen von befahrenen Verkehrsflächen aus Holz  
61  
Einheits-  
Preis in  
EUR  
Gesamt-  
preis in  
EUR  
Menge/  
Einheit  
Pos.  
5.0  
Leistungsbeschreibung  
Abschluss wie Position 4, jedoch einschließlich Schutz der senk-  
rechten Abdichtung herstellen  
m
Höhe des Schutzprofils: _________________________________ cm*  
Zulage zu Position 6.0 für Rundungen, r = ________________ cm*  
Zulage zu Position 5.0 für Eckwinkel  
5.1  
5.2  
6.0  
Stk  
Stk  
m
Alternativ zu den Positionen 4.0 und 5.0 Abdichtung mit An-  
press- und Schutzprofil einschließlich Haftbrücke herstellen  
Höhe des Profils: _______________________________________ cm*  
Zulage zu Position 7.0 für Rundungen, r = ________________ cm*  
Zulage zu Position 7.0 für Eckwinkel  
6.1  
6.2  
7.0  
Stk  
Stk  
m
Metallfugenprofil über befahrbaren Bewegungsfugen, Fugen-  
typ II, nach Herstellerangaben einbauen und an die Dichtungs-  
schicht der Fläche anschließen  
Fugenbewegungen horizontal: _________________________ cm*  
Fugenbewegungen vertikal: ____________________________ cm*  
Fabrikat: ________________________________________________  
(vom Bieter anzugeben)  
Typ: ____________________________________________________  
(vom Bieter anzugeben)  
7.1  
7.2  
7.3  
Zulage zu Position 7.0 für Eckausbildungen  
Zulage zu Position 7.0 für Aufkantungen  
Zulage zu Position 7.0 für Fugenkreuzungen  
Stk  
Stk  
Stk  
*
Ist vom Ausschreibenden anzugeben  
13  
Überreicht durch:  
Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.  
Bundesfachabteilung Gussasphalt  
Kurfürstenstraße 129 · 10785 Berlin  
Tel.: 030-212 86-263 · Fax: 030-212 86-297  
Beratungsstelle für Gussasphaltanwendung e.V.  
Rheinweg 24 · 53113 Bonn  
Tel.: 02 28-23 98 99