TECHNISCHE INFORMATIONEN  
ABDICHTUNG AUS GUSS-  
ASPHALT AUF PARKDECKS,  
HOFKELLERDECKEN UND  
RAMPEN SOWIE TIEFGARAGEN  
Technische Informationen über Gussasphalt  
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Gussasphalt von A bis Z – Bauweisen  
Straßen,Wege, Plätze (Heft 43)  
Industrieestriche aus Gussasphalt (Heft 44)  
Gussasphalt auf kommunalen Verkehrsflächen (Heft 52)  
Abdichtung aus Gussasphalt auf Parkdecks, Hofkellerdecken und Rampen sowie in Tiefgaragen  
Bauwerksabdichtungen gemäß DIN 18531 und 18533 (Heft 54)  
Innenraumabdichtungen gemäß DIN 18534 (Heft 55)  
Brücken, Tröge, Tunnel (Heft 57)  
Nachhaltiges Bauen mit Gussasphalt (Heft 58)  
Schwimmende Gussasphaltestriche (Heft 59)  
Gussasphalt in Anlagen mit wassergefährdenden Stoffen (Heft 60)  
Abdichtung von befahrenen Verkehrsflächen aus Holz (Heft 61)  
Der Asphalttaschenkalender bietet in jährlicher Neufassung auf mehr als 150 Seiten wertvolle Informationen über  
die Anwendung und Eigenschaften von Asphalt, Bitumenwerkstoffen und insbesondere Gussasphalt.  
Er kann gegen eine Schutzgebühr bei der Beratungsstelle für Gussasphaltanwendung e.V. bezogen werden.  
gussasphalt  
bga  
Informationen über Gussasphalt, ISSN 0172-3138  
herausgegeben von der bga Beratungsstelle für Gussasphaltanwendung e.V., Bonn  
erarbeitet von der Technischen Kommision der bga  
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Dipl.-Ing. Hans-Joachim Schriek (Obmann),  
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Dipl.-Ing. Hendrik Marossow,  
Technischer Berater  
Hüneke Neubrandenburg GmbH  
Dipl.-Ing. Lars Driske,  
Technischer Berater  
Dipl.-Ing. Peter Rode,  
ö.b.u.v. Sachverständiger  
Hubert Gerigk,  
Alexander Sandrock B.Sc.,  
Südhessische Asphalt Mischwerke GmbH & Co. KG  
Bickhard Bau SE  
Dipl.-Ing. Andreas Götze,  
Dipl.-Ing. Thomas Sikinger,  
Multivia GmbH & Co. KG  
ö.b.u.v. Sachverständiger  
Rainer Grischek,  
Heiko Steidl,  
ASIS Asphalt- und Isoliergesellschaft mbH  
bga e.V.  
Ralf Hofmeister,  
Dipl.-Ing. Konrad Ulbricht,  
HOFMEISTER Gussasphalt GmbH & Co. KG  
Thannhauser und Ulbricht Gussasphalt und Estrich  
GmbH  
Dipl.-Ing. Norbert Hüttermann,  
Kemna Bau Andrea GmbH & Co. KG  
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Dipl.-Ing. Frank Wetzlberger,  
Leonhard Weiss GmbH & Co. KG  
Dipl.-Ing. Swen Könneke,  
Dortmunder Gussasphalt GmbH & Co. KG  
Dipl.-Ing. Dirk Wietstock,  
Total Bitumen Deutschland GmbH  
Herbert Leutert,  
Leonhard Weiss GmbH & Co. KG  
Christian Wurzer,  
Lautenschlager + Kopp GmbH + Co. KG  
Dipl.-Ing. Sebastian Lorenz,  
Multivia GmbH & Co. KG  
Bezug  
Satz  
bga Beratungsstelle für Gussasphaltanwendung e.V.  
Rheinweg 24, 53113 Bonn  
Telefon 0228 239899, info@gussasphalt.de  
rheinsatz, Köln  
© Alle Rechte vorbehalten, 11/2025  
ABDICHTUNG AUS GUSSASPHALT AUF PARKDECKS, HOFKELLERDECKEN  
UND RAMPEN SOWIE TIEFGARAGEN  
Inhalt  
1
2
3
Allgemeines ...............................................................................................................................................................................................................  
3
3
Begriffsbestimmungen ........................................................................................................................................................................................  
Baustoffe und Baustoffgemische .....................................................................................................................................................................  
3.1 Gesteinskörnungen .....................................................................................................................................................................................  
3.2 Bindemittel .....................................................................................................................................................................................................  
3.3 Gussasphalt ....................................................................................................................................................................................................  
3
3
3
4
4
Eigenschaften von Gussasphaltschichten ...................................................................................................................................................  
4.1 Schichtdicken .................................................................................................................................................................................................  
4.2 Oberflächenbehandlung der Nutzschicht .........................................................................................................................................  
4
4
4
5
6
Regelwerke .................................................................................................................................................................................................................  
5
Planungsgrundsätze ..............................................................................................................................................................................................  
6.1 Allgemeines ....................................................................................................................................................................................................  
6.2 Vorbereitung und Vorbehandlung des Abdichtungsuntergrundes ......................................................................................  
6.3 Einbau der Polymerbitumen-Schweißbahn ......................................................................................................................................  
6.4 Auswahl und Einbau der Wärmedämmschicht ...............................................................................................................................  
5
5
7
8
8
7
Abdichtungsbauweisen .......................................................................................................................................................................................  
7.1 Abdichtungsbauweisen ohne Dämmschicht ..................................................................................................................................  
7.1.1 Bauweise 1a – Abdichtungsschicht auf dem Konstruktionsbeton unter der Nutzschicht ..............................  
7.1.2 Bauweise 1b – Abdichtungsschicht auf dem Konstruktionsbeton, direkt genutzt .............................................  
7.2 Abdichtungsbauweisen mit Dämmschicht ......................................................................................................................................  
7.2.1 Bauweise 2a – Abdichtungsschicht auf dem Konstruktionsbeton unter der Wärmedämmschicht ............  
9
9
9
9
9
9
7.2.2 Bauweise 2b – Abdichtungsschicht auf der Wärmedämmschicht unter der Lastverteilungsschicht ......... 10  
7.3 Abdichtungsbauweisen mit Flüssigkunststoff und Gussasphalt ............................................................................................ 10  
7.3.1 Bauweise 1a – Abdichtung mit vliesarmiertem Flüssigkunststoff und einer Schutzschicht aus  
Gussasphalt und einer Nutzschicht ......................................................................................................................................... 10  
7.3.2 Bauweise 1b – Abdichtung mit vliesarmiertem Flüssigkunststoff und einer Schicht aus Gussasphalt .... 10  
7.4 Entwässerung ................................................................................................................................................................................................ 10  
7.5 Fugen ................................................................................................................................................................................................................. 11  
7.5.1 Bewegungsfugen ............................................................................................................................................................................. 11  
7.5.2 Randfugen und Arbeitsnähte ..................................................................................................................................................... 11  
7.6 Abdichtungsan- und -abschlüsse .......................................................................................................................................................... 11  
7.6.1 Abdichtungsanschlüsse ................................................................................................................................................................ 11  
7.6.2 Abdichtungsabschlüsse ................................................................................................................................................................ 12  
Ausgabe 11-2025  
1
ABDICHTUNG AUS GUSSASPHALT AUF PARKDECKS, HOFKELLERDECKEN  
UND RAMPEN SOWIE TIEFGARAGEN  
8
Ausführungsbeispiele (Prinzipskizzen) .......................................................................................................................................................... 12  
8.1 Anschluss an aufgehende Bauteile mit Flüssigkunststoff .......................................................................................................... 12  
8.2 Anschluss an Ablauf .................................................................................................................................................................................... 12  
8.3 Randabschluss mit Winkelprofil ............................................................................................................................................................ 13  
8.4 Anschlussdetail Schrammbord ............................................................................................................................................................... 13  
8.5 Verdunstungsrinne im Gussasphalt .................................................................................................................................................... 13  
9
Muster-Leistungsverzeichnisse ......................................................................................................................................................................... 14  
9.1 Abdichtungsbauweisen ohne Dämmschicht – Bauweisen 1a, 1b* sowie mit Dämmschicht in der Bau-  
weise 2a für Nutzungsklassen N1-V bis N4-V .................................................................................................................................. 14  
9.2 Abdichtungsbauweisen mit Dämmschicht – Bauweise 2b für Nutzungsklassen N2-V und N3-V ........................... 16  
9.3 Abschlüsse, Anschlüsse und Abdichtungen über Bauwerksfugen ......................................................................................... 18  
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Ausgabe 11-2025  
ABDICHTUNG AUS GUSSASPHALT AUF PARKDECKS, HOFKELLERDECKEN  
UND RAMPEN SOWIE TIEFGARAGEN  
K
K
K
Verkehrsflächen mit Zufahrtsbeschränkungen,  
wie z. B.  
1
ALLGEMEINES  
In dieser Technischen Information werden Abdichtungen  
und Beläge mit Gussasphalt auf Parkdecks, Hofkellerde-  
cken, Rampen und in Tiefgaragen behandelt. Hierbei wird  
zwischen nicht gedämmten und wärmegedämmten Bau-  
weisen unterschieden.  
K
Innenhöfe mit schmalen Zugängen  
Ingenieurbauwerke mit begrenzter Belastbarkeit oder  
geringer Aufbauhöhe wie z. B.  
K
Fußgängerbrücken  
Bauwerke, an die hohe Anforderungen an die Dauer-  
haftigkeit gestellt werden  
Des Weiteren werden Abdichtungen mit Schichten aus  
Gussasphalt auf Brückenbauwerken aus Beton, die nicht  
im Rahmen der ZTV-ING ausgeführt werden, beschrieben.  
In den Normen der Reihe DIN 18532 werden weitere Ab-  
dichtungsvarianten geregelt, z.B.  
2 BEGRIFFSBESTIMMUNGEN  
K 3: Abdichtung mit zwei Lagen Polymerbitumenbahnen,  
Begriffe sowie Abkürzungen und Bezeichnungen für  
die Anwendung der Normenreihen für die Abdichtung  
von Bauwerken (DIN 18531 bis DIN 18535) sind in DIN  
18195:2025-12 festgelegt.  
K
4: Abdichtung mit einer Lage Kunststoff- oder  
Elastomerbahn,  
K 5: Abdichtung mit einer Lage Polymerbitumenbahn  
und einer Lage Kunststoff- oder Elastomerbahn,  
auf die in dieser Technischen Information nicht eingegan-  
gen wird.  
3 BAUSTOFFE UND BAUSTOFFGEMISCHE  
Abdichtungen in Verbindung mit Gussasphaltschichten  
werden zum Schutz von Verkehrsflächen aus Beton vor  
Tausalzen eingesetzt und sollen verhindern, dass Wasser  
in darunterliegende Bauteile oder Stockwerke eindringt.  
3.1 GESTEINSKÖRNUNGEN  
Gesteinskörnungen sind in den „Technischen Lieferbe-  
dingungen für Gesteinskörnungen im Straßenbau“, TL  
Gestein-StB, definiert.  
Untergründe aus Stahl oder Holz werden hier nicht be-  
handelt.  
Im Regelfall werden natürliche Gesteinskörnungen ver-  
wendet. Es können aber auch geeignete rezyclierte und  
industriell hergestellte Gesteinskörnungen eingesetzt  
werden.  
Vorteile von Gussasphalt sind:  
K
K
hohe Verformungsbeständigkeit  
hohe Griffigkeit, die auch nach langjähriger Nutzung  
den Anforderungen entspricht  
3.2 BINDEMITTEL  
K
lange Nutzungsdauer, da durch geschlossene Oberflä-  
che alterungsbeständig  
Für die Herstellung von Gussasphalt werden mittelharte  
und harte Straßenbaubitumen und polymermodifizier-  
te Bitumen nach TL Bitumen-StB, TL VBit-StB sowie Hart-  
bitumen nach DIN EN 13305 verwendet.  
K
K
umweltfreundliche Wiederverwendbarkeit  
wartungsarm und dadurch kostengünstig in der Un-  
terhaltung  
Es werden viskositätsreduzierende Zusätze zur Verringe-  
rung der Verarbeitungstemperatur eingesetzt. Härte und  
Menge des Bitumens haben bestimmenden Einfluss auf  
die Eigenschaften des Gussasphalts. Diese können darü-  
ber hinaus durch weitere Zusätze unterschiedlichen Bean-  
spruchungen spezifisch angepasst werden.  
K
wärme- und schalldämmend  
Deshalb ist Gussasphalt besonders geeignet für:  
K
Verkehrsflächen, auf denen eine maschinelle Verdich-  
tung nicht möglich ist, wie z. B.:  
Zur Herstellung farbiger Gussasphalte werden einfärbba-  
re Bindemittel und spezielle, temperaturbeständige Farb-  
pigmente eingesetzt.  
K
K
K
Parkhäuser und Tiefgaragen  
unterkellerte Hofflächen  
Rampen  
Ausgabe 11-2025  
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ABDICHTUNG AUS GUSSASPHALT AUF PARKDECKS, HOFKELLERDECKEN  
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3.3 GUSSASPHALT  
4 EIGENSCHAFTEN VON GUSSASPHALT-  
SCHICHTEN  
Gussasphalt ist eine dichte, in heißem Zustand gieß- und  
streichbare Masse aus einem Gesteinskörnungsgemisch  
und Bitumen oder Bitumen und Zusätzen.  
4.1 SCHICHTDICKEN  
Das Gemisch aus Gesteinskörnungen ist hohlraumarm  
zusammengesetzt. Alle Gesteinskörnungen müssen frost-  
und verwitterungsbeständig sein. Der Bindemittelgehalt  
ist so auf die Hohlräume des Gesteinskörnungsgemisches  
abgestimmt, dass diese in der fertigen Schicht ausgefüllt  
sind. Bei Verarbeitungstemperatur hingegen stellt sich,  
wegen des höheren Temperaturausdehnungskoeffizien-  
ten des Bitumens gegenüber dem der Gesteinskörnungen,  
ein geringer Volumenüberschuss an Bitumen ein. Dieser  
ist für die Verarbeitbarkeit erforderlich.  
Die Schicht aus Gussasphalt, die mit der Polymerbitumen-  
Schweißbahn die Abdichtung darstellt, wird mit einer Min-  
destdicke von 25mm ausgeführt, die Nutzschicht aus  
Gussasphalt im Regelfall mit 30mm. Bei einlagigen Bau-  
weisen (1b) beträgt die Nenndicke der Schicht aus Guss-  
asphalt mindestens 35mm.  
Auf Rampen sollten Gussasphaltschichten mit möglichst  
geringer Schichtdicke eingebaut werden, um das Ablau-  
fen des Gussasphalts zu reduzieren. Bei beheizten Rampen  
mit starker Neigung kann die Elektroflachheizung ggf. mit  
einer Einbettschicht auf der unteren Gussasphaltschicht  
fixiert werden.  
Bei der Zusammensetzung des Gussasphalts sind insbe-  
sondere zu berücksichtigen und in der Leistungsbeschrei-  
bung anzugeben:  
4.2 OBERFLÄCHENBEHANDLUNG DER  
NUTZSCHICHT  
K
K
K
der vorgesehene Verwendungszweck,  
klimatische und örtliche Verhältnisse und  
Verkehrslasten und Belastungsarten.  
Direkt bewitterte Nutzschichten aus Gussasphalt sind  
grundsätzlich abzusplitten. Zur besseren Haftung ist der  
Splitt mit Bindemittel zu umhüllen.  
Auch dieWahl der Oberflächenbehandlung (absanden, ab-  
splitten) sollte im Vorfeld festgelegt werden, weil dies Ein-  
fluss auf die Auswahl der Mischgutzusammensetzung  
haben kann.  
Eine helle Absplittung reflektiert die Sonneneinstrahlung  
und reduziert die Aufwärmung um bis 10K, was sich po-  
sitiv auf die Verformungsbeständigkeit auswirkt. Heller  
Abstreusplitt kann mit einem einfärbbaren Sonderbinde-  
mittel vorumhüllt werden, um die gewünschte Optik und  
die lichttechnischen Eigenschaften der Oberfläche bereits  
während der Herstellung zu erreichen.  
Unter Berücksichtigung dieser Angaben bleibt die Zusam-  
mensetzung des Mischguts dem Auftragnehmer überlas-  
sen. Für Abdichtungen auf befahrenen Verkehrsflächen,  
die durch parkende Fahrzeuge beansprucht werden, sind  
Gussasphaltestriche (AS) nach DIN EN 13813 zu verwen-  
den. Auf Verkehrsflächen mit vorwiegend dynamischer  
Beanspruchung sind auch Gussasphalte (MA) gemäß den  
TL Asphalt-StB zu verwenden.  
Neben den üblichen Absplittungen mit Splitt der Körnung  
2/5mm hat sich ein Splitt der Körnung 1/3mm bewährt,  
weil dadurch die Befahrbarkeit, z.B. mit Einkaufswagen,  
verbessert wird. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass über  
einen längeren Zeitraum einzelne Splittkörner durch die  
Fahrzeuge herausgelöst werden können. Das erfordert eine  
regelmäßige Reinigung von Rinnen, Abläufen und Fugen.  
Die Wahl des Größtkorns im Gesteinskörnungsgemisch  
richtet sich in erster Linie nach der vorgesehenen Einbau-  
dicke der Gussasphaltschicht.  
Die Verformungsbeständigkeit von Gussasphalt wird auf  
Grund seiner thermoplastischen Eigenschaften nicht über  
die Druckfestigkeit klassifiziert. Die Beurteilung der Ver-  
formungsbeständigkeit ist anhand der Eindringtiefe eines  
Stempels an einem Probewürfel aus Gussasphalt möglich.  
Diese Prüfung wird nach DIN EN 12697-20 durchgeführt.  
Andere Absplittvarianten, bzw. Oberflächenbehandlungen  
(Riffelwalze) sind möglich, müssen aber einzelvertraglich  
vereinbart werden.  
Auf nicht frei bewitterten Flächen, in Tiefgaragen oder in  
Parkdeckzwischengeschossen, kann die Nutzschicht mit  
Sand abgerieben werden. Auf diesen Flächen können Rei-  
fenprofilabdrücke entstehen, die aber keinen technischen  
Mangel darstellen.  
Bei Gussasphalten mit Sonderbindemitteln und Farbpig-  
menten handelt es sich um Sondervarianten, die einer ein-  
zelvertraglichen Regelung bedürfen. Es ist auch zu berück-  
sichtigen, dass im Zuge des gestalterischen Schwerpunktes  
eingesetzte Gesteinskörnungen nicht zwangsläufig den  
Anforderungen der Straßenbauvorschriften entsprechen.  
4
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ABDICHTUNG AUS GUSSASPHALT AUF PARKDECKS, HOFKELLERDECKEN  
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5 REGELWERKE  
6 PLANUNGSGRUNDSÄTZE  
)
VOB¹  
Vergabe- und Vertragsordnung für  
6.1 ALLGEMEINES  
Bauleistungen  
Dicken und Zusammensetzungen der Schichten sind im  
Gussasphaltarbeiten  
)
ATV DIN 18354¹  
Wesentlichen von der Funktion der Verkehrsflächen, der  
Verkehrsbelastung und der Bauweise abhängig.  
)
DIN 18532¹  
Abdichtung von befahrbaren Ver-  
kehrsflächen aus Beton  
Anforderungen, Planungs- und Aus-  
führungsgrundsätze  
Abdichtung mit einer Lage Polymer-  
bitumenbahn und einer Lage Guss-  
asphalt  
Abdichtung mit zwei Lagen Polymer-  
bitumenbahnen  
Abdichtung mit einer Lage Kunststoff-  
oder Elastomerbahn  
Abdichtung mit einer Lage Polymer-  
bitumenbahn und einer Lage Kunst-  
stoff- oder Elastomerbahn  
Abdichtung mit flüssig zu verarbei-  
tenden Abdichtungsstoffen  
Je nach Nutzung der Bauteile durch Fahrzeuge oder Perso-  
nen und bezogen auf die Art der Verkehrsfläche mit den  
jeweils unterhalb dieser Flächen liegenden Nutzungsbe-  
reichen werden vier Nutzungsklassen (N1-V bis N 4-V) un-  
terschieden und Arten von Verkehrsflächen zugeordnet  
(siehe Tabelle 1).  
– Teil 1:  
– Teil 2:  
– Teil 3:  
– Teil 4:  
– Teil 5:  
Zugangsbereiche von Fußgängerbrücken und von Parkbau-  
ten sowie Bodenplatten von Kleingaragen sind untergeord-  
nete Verkehrsflächen und keiner dieser Nutzungsklassen  
zugeordnet. Diese Flächen können auch nach DIN 18532  
abgedichtet werden.  
Bodenplatten  
– Teil 6:  
Bodenplatten, z. B. von Tiefgaragen, werden durch Was-  
ser von außen beansprucht und im Regelfall gemäß DIN  
18533 „Abdichtung erdberührter Bauteile“von außen ab-  
gedichtet. Da durch Fahrzeuge imWinter auch große Men-  
gen an Tauwasser mit Chloriden eingebracht werden, sind  
diese Bodenplatten im Sinne der in DIN 18532 beschrie-  
benen Bauweisen zu schützen. Im Regelfall sind diese den  
Nutzungsklassen N2-V und N3-V zuzuordnen und mit der  
Bauweise 1a oder 1b auszuführen. Stand der Technik ist es,  
mit Abdichtungen und Gussasphalt, die Beaufschlagung  
von Bodenplatten durch Tausalze dauerhaft zu verhindern  
und unterlaufsicher zu schützen. Gerade bei befahrenen  
Flächen zeichnen sich die Gussasphaltbauweisen durch  
eine hohe Nutzungsdauer und geringen Wartungsauf-  
wand aus, so dass die Nutzung langfristig und störungs-  
frei möglich ist.  
)
DIN EN 13813¹  
Estrichmörtel, Estrichmassen und  
Estriche – Estrichmörtel und Estrich-  
massen – Eigenschaften und Anfor-  
derungen  
Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen des Bundes-  
ministeriums für Verkehr (BMV) zur VOB:  
)
ZTV Asphalt-StB²  
Zusätzliche Technische Vertragsbe-  
dingungen und Richtlinien für den  
Bau von Verkehrsflächenbefestigun-  
gen aus Asphalt  
)
TL Asphalt-StB²  
Technische Lieferbedingungen für As-  
phaltmischgut für den Bau von Ver-  
kehrsflächenbefestigungen  
)
TL Gestein-StB²  
Technische Lieferbedingungen für  
Gesteinskörnungen im Straßenbau  
Rissklassen  
Risse können vor dem Aufbringen der Abdichtung bereits  
vorhanden sein. Maßgebend für die Rissüberbrückung  
durch die Abdichtung sind Neurissbildungen und Riss-  
breitenänderungen, die nach dem Aufbringen der Abdich-  
tung erfolgen.  
)
TL Bitumen-StB²  
Technische Lieferbedingungen für  
Straßenbaubitumen und gebrauchs-  
fertige Polymermodifizierte Bitumen  
TL VBit-StB:  
Technische Lieferbedingungen für ge-  
brauchsfertige Viskositätsveränderte  
Bitumen  
Für befahrbare Betonbauteile werden folgende Rissklas-  
sen definiert.  
zu beziehen bei:  
R0-V: keine oder keine neu entstehenden Risse oder keine  
Rissbreitenänderungen bereits vorhandener Risse  
)
¹
Beuth Verlag GmbH, 10772 Berlin  
)
²
FGSV-Verlag,Wesselinger Str. 17, 50999 Köln  
Ausgabe 11-2025  
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ABDICHTUNG AUS GUSSASPHALT AUF PARKDECKS, HOFKELLERDECKEN  
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R1-V: rechnerische Rissbreite bis 0,3mm überlagert durch  
Rissbreitenänderung aus Temperatur und/oder Verkehr-  
seinwirkung.  
Die hier beschriebenen Abdichtungsbauarten werden alle  
der Rissüberbrückungsklasse RÜ1-V zugeordnet. Dies er-  
folgt auf der Basis einer durch langjährige Erfahrung be-  
gründeten Kenntnis über das jeweilige Rissüberbrückungs-  
verhalten.  
Zuordnung der Betonbauteile zu den Rissklassen  
Die abzudichtenden Betonbauteile oder Betonbauteil-  
bereiche können den genannten Rissklassen zugeordnet  
werden.  
Wirtschaftlichkeit der Gussasphaltbauweisen,  
Expositionsklassen, Wartungsaufwand  
Parkbauten müssen eine Nutzungsdauer von mindes-  
tens 50 Jahren erreichen. Hierzu sind regelmäßige War-  
tungs- und Instandhaltungsmaßnahmen notwendig.  
Life-Cycle-Untersuchungen ergaben für diesen Zeitraum  
unter Berücksichtigung der Herstellkosten bei Abdichtun-  
gen mit einer Gussasphaltschicht im Vergleich zu ande-  
ren Schutzsystemen eine Kostenersparnis von bis zu 50%  
(siehe Abb. 1).  
R0-V: Bauteile oder Bauteilbereiche mit weitgehend abge  
-
schlossener Rissbildung, die keinen nennenswerten Tem-  
peraturänderungen oder belastungsabhängigen Verfor-  
mungen unterliegen oder die konstruktionsbedingt auch  
unter äußeren Einwirkungen rissfrei sind und bleiben (z.B.  
vorgespannte Bauteile, Druckzonen).  
R1-V: Dieser Rissklasse sind alle anderen befahrenen Beton-  
bauteile oder Betonbauteilbereiche zuzuordnen, die mit  
einer rechnerischen Rissbreitenbegrenzung von 0,3mm  
bemessen wurden.  
Tabelle 1:  
Zuordnung der Abdichtungsbauweisen zu Nutzungsklassen und Verkehrsflächen  
Bauweisen  
Nutzungs-  
Verkehrsflächen  
klassen  
1a  
1b  
2a  
2b  
N1-V  
Fußgänger- und Radwegbrücken  
X
X
Zwischendecks von Parkhäusern für PKW-Verkehr  
Freidecks von Parkhäusern für PKW-Verkehr  
Parkdächer für PKW-Verkehr  
X
X
X
X
N2-V  
X
X
X
X
Hofkellerdecken und Durchfahrten für PKW-Verkehr  
X
Zwischendecks von Parkhäusern für PKW- und leichten  
LKW-Verkehr  
X
X
X
Freidecks von Parkhäusern für PKW- und leichtem  
LKW-Verkehr  
X
X
X
Parkdächer für PKW- und leichtem LKW-Verkehr  
N3-V  
Zufahrtsrampen und Spindeln von Parkhäusern für PKW- und  
leichtem LKW-Verkehr  
X
Anlieferzonen und Feuerwehrzufahrten in Parkhäusern auch  
für schweren LKW-Verkehr  
X
X
X
X
X
Hofkellerdecken und Durchfahrten auch für schweren  
LKW-Verkehr  
Fahrbahntafeln von Brücken für Fahrzeuge aller Art (Straßen-  
brücken, für die nicht die Regelungen der ZTV-ING gelten)  
N4-V  
6
Ausgabe 11-2025  
ABDICHTUNG AUS GUSSASPHALT AUF PARKDECKS, HOFKELLERDECKEN  
UND RAMPEN SOWIE TIEFGARAGEN  
gerundet werden. Die vorbereitete Betonoberfläche muss  
Abbildung 1: Kostenvergleich ohne Berücksichtigung  
so beschaffen sein, dass zwischen ihr und der Behandlung  
mit einer Haftbrücke, einer Grundierung,Versiegelung oder  
Kratzspachtelung ein fester und dauerhafter unterlaufsi-  
cherer Verbund entsteht.  
von Teuerung und Zinsen  
Kosten  
350 %  
Kostenbereich  
OS 8  
300 %  
250 %  
200 %  
150 %  
100 %  
50 %  
Die Behandlung des Betonuntergrundes besteht bei der  
Bauweise 1a, 1b und 2a aus einer Versiegelung. Bei der  
Bauweise 2b kann auch eine Haftbrücke oder eine Grun-  
dierung verwendet werden, wenn die Abdichtung im Gieß-  
und Einrollverfahren verlegt wird. Auf Rampen und Spin-  
deln sowie auf frei bewitterten Verkehrsflächen ist immer  
eine Versiegelung auszuführen. Bei Überschreitung der  
zulässigen Rauigkeit des Betonuntergrundes von 1,5mm  
erfolgt der Rautiefenausgleich mit einer Kratzspachtelung.  
Kostenbereich  
2-GA+SB  
0 %  
0
5
10 15 20 25 30 35 40 45 50  
Nutzungsdauer in Jahren  
OS 8 (min)  
OS 8 (mittel)  
OS 8 (max)  
GA (min)  
GA (mittel)  
GA (max)  
a) Kratzspachtelung in Verbindung mit einer  
Grundierung  
Bodenplatte: Kostenvergleich OS 8 und Abdichtung mit  
Polymerbitumen-Schweißbahn und 2 Lagen Gussasphalt  
Die Kratzspachtelung besteht aus Reaktionsharzmörtel  
und wird entweder frisch in frisch auf eine mit einer Re-  
aktionsharzgrundierung gleichmäßig dünn behandelte  
Betonoberfläche oder auf eine erhärtete Grundierung auf-  
getragen. Die Oberfläche der Kratzspachtelung ist mit tro-  
ckenem Quarzsand der Lieferkörnung 0,2/0,7mm so ab-  
zustreuen, dass eine Oberflächenstruktur wie bei einer  
Grundierung entsteht.  
Abdichtungen mit Gussasphalt-Nutzschichten erfordern  
praktisch keinenWartungsaufwand. Abdichtungsabschlüs-  
se an aufgehenden Bauteilen und Fugen sind jedoch auch  
bei dieser Bauweise Wartungsbauteile und sollten regel-  
mäßig kontrolliert werden.  
Beschädigungen am Gussasphalt, z.B. Spannungsrisse und  
Verdrückungen, können mit einfachen Mitteln, z. B. durch  
Replastifizieren oder Vergießen, wieder beseitigt werden.  
b) Kratzspachtelung in Verbindung mit einer  
Versiegelung  
Bei Abdichtungen mit einer Gussasphaltschicht genügt  
ein Konstruktionsbeton der Expositionsklasse XC3, wäh-  
rend andere Schutzsysteme die Expositionsklasse XD3 bzw.  
XD1 erfordern. Damit kann die Betondeckung um 20mm  
geringer angesetzt werden und es kann ein Beton mit ge-  
ringerer Festigkeitsklasse als C 30/37 verwendet werden.  
Werden Kratzspachtelung und Versiegelung auf einer Flä-  
che kombiniert, muss die Kratzspachtelung auch die Auf-  
gaben einer Versiegelung übernehmen. Die Kratzspach-  
telung ist dann, wie unter a) beschrieben, auszuführen.  
Anschließend wird in einem zweiten Arbeitsgang Reak-  
tionsharz in einer Menge von mindestens 600g/m² gleich-  
mäßig auf die Kratzspachtelung aufgebracht und so ver-  
teilt, dass Stoffansammlungen vermieden werden und  
eine geschlossene Oberfläche entsteht. Diese Oberfläche  
wird nicht abgestreut.  
6.2 VORBEREITUNG UND VORBEHANDLUNG DES  
ABDICHTUNGSUNTERGRUNDES  
Der Betonuntergrund ist so vorzubereiten, dass eine trag-  
fähige und für die nachfolgenden Schichten geeignete  
Unterlage entsteht. Er muss frei von Graten, Stufen, Kies-  
nestern,Verschmutzungen und Resten von betonfremden  
Stoffen sein. Er ist durch mechanisch abtragende Maßnah-  
men (z. B. Kugelstrahlen) so vorzubereiten, dass die Anfor-  
derungen an die Oberflächenfestigkeit und die Oberflä-  
chenstruktur für die Aufbringung der Abdichtungsschicht  
erfüllt werden. Die erforderliche Betonüberdeckung der  
Bewehrung ist einzuhalten oder nachträglich herzustellen.  
Vertiefungen und offene Risse sind bis auf ein für die ge-  
wählte Abdichtungsbauart unschädliches Maß mit geeig-  
neten Materialien zu schließen. Erforderlichenfalls müssen  
– je nach Abdichtungssystem – Kanten gefast und Kehlen  
Für die Behandlung des Betonuntergrundes durch eine  
Grundierung muss der Beton mindestens 21Tage alt sein.  
Soll bereits ab einem Betonalter von 14Tagen eine Behand  
-
lung vorgenommen werden, muss diese aus einer Versie-  
gelung bestehen. Wenn das Reaktionsharz die Anforde-  
rungen der TL BEL-EP an die „Verwendbarkeit auf jungem  
Beton“ erfüllt, darf die Versiegelung ab einem Betonalter  
von 7 Tagen aufgebracht werden.  
Nach der Vorbereitung des Betonuntergrundes sind die  
folgenden Prüfungen vorzunehmen.  
Ausgabe 11-2025  
7
ABDICHTUNG AUS GUSSASPHALT AUF PARKDECKS, HOFKELLERDECKEN  
UND RAMPEN SOWIE TIEFGARAGEN  
K
K
Die Prüfung der Ebenheit der Betonunterlage er-  
folgt bei einer Neigung der Betonfläche2,5% nach  
DIN 18202:2013-10, Tabelle 3, Zeile 2, bei Neigungen  
>2,5% nach DIN 18354.  
tung darstellt, entsteht ein robustes und wartungsarmes  
Abdichtungssystem.  
Die Ausführung der Gesamtleistung aus Vorbereitung,  
Vorbehandlung, Schweißbahnverlegung und des Gussas-  
phalteinbaus ist aus Gewährleistungsgründen durch das  
gleiche Fachunternehmen auszuführen.  
Die Oberflächenfestigkeit ist durch Prüfung der Abreiß-  
festigkeit nach DIN EN 1542 zu ermitteln. Je Einbau-  
fläche, bzw. je angefangene 500m², ist eine Abreiß-  
prüfung, bestehend aus drei gleichmäßig über die  
Einbaufläche verteilten Einzelmessungen, durchzu-  
führen. Die Oberflächenfestigkeit muss im Mittel min-  
destens 1,5N/mm² betragen. Die Einzelwerte müssen  
mindestens 1,0N/mm² betragen.  
6.4 AUSWAHL UND EINBAU DER  
WÄRMEDÄMMSCHICHT  
Für wärmegedämmte Parkdecks und Hofkellerdecken sind  
gemäß DIN 18532-2 für die Bauweise 2a Dämmplatten aus  
Polystyrol-Extruderschaum (XPS) nach DIN EN 13164 sowie  
für die Bauweise 2b Schaumglas-Dämmplatten (CG) nach  
DIN EN 13167 oder PUR/PIR-Dämmplatten zu verwenden.  
K
Die Rautiefe des vorbereiteten Betonuntergrundes ist  
mit dem Sandflächenverfahren nach DIN EN 13036-  
1 zu prüfen. Je angefangene 500m² ist eine Prüfung,  
bestehend aus drei Einzelmessungen durchzuführen  
und der Mittelwert der Rautiefe zu ermitteln. Sofern  
die Rautiefe 1,5mm überschreitet, ist die Behandlung  
des Betonuntergrundes mit einer Kratzspachtelung  
auszuführen.  
Sie erfüllen die Mindestanforderungen der DIN 4108-10 an  
den Anwendungstyp DUK (Umkehrdach) für die Bauweise  
2a bzw. DAA (Außendämmung unter Abdichtungen) für die  
Bauweise 2b, an eine sehr hohe oder extrem hohe Druck-  
belastbarkeit (ds oder dx) und an eine auf 2% begrenzte  
Langzeit-Dickenminderung der Dämmschicht.  
Der oberflächennahe Bereich des Betonuntergrundes muss  
trocken sein. Dies wird unter normalen Bedingungen nach  
ca. 21 Tagen Betonalter erreicht. Die Trockenheit des ober-  
flächennahen Bereichs kann durch lokale Erwärmung mit  
einem Heißluftgebläse oder Föhn geprüft werden (feuchte  
Betone werden dabei deutlich heller).  
Wärmedämmstoffe für die Bauweise 2b müssen stofflich  
für die Einbautemperatur des Gussasphalts, bis 230°C, ge-  
eignet sein.  
Bei der Bauweise 2a werden XPS-Dämmplatten auf der  
ebenen Abdichtungsschicht aus Gussasphalt lose im Ver-  
band und dicht gestoßen verlegt. Sie können bei Bedarf  
Bei nachträglich aufgebrachten Betonersatzsystemen kann  
es sinnvoll sein, die Porosität an einem Bohrkern zu prüfen.  
gegen Verschiebung während der Bauzeit durch punkt  
-
weise Verklebung gesichert werden. Die Dämmschicht  
wird mit einem lose verlegten, diffusionsoffenen Trenn  
vlies abgedeckt.  
-
6.3 EINBAU DER POLYMERBITUMEN-  
SCHWEISSBAHN  
Bei der Bauweise 2b werden die Dämmplatten auf einer  
Dampfsperre aus einer Lage Bitumenbahn oder Asphalt-  
mastix pressgestoßen im Verband verlegt und vollflächig  
mit Heißbitumen aufgeklebt.  
Der Einbau der Polymerbitumen-Schweißbahn muss un-  
terlaufsicher hergestellt werden.  
Die Polymerbitumen-Schweißbahn mit hochliegender Trä-  
gerlage ist eine Schweißbahn, die speziell zur Verwendung  
unter Gussasphaltbelägen konzipiert ist. Die Bahn wird auf  
einem Wickelkern zwangsgeführt und mit einem Mehr-  
fachbrenner (7-strahlig) mit Windschutz aufgeschweißt.  
Die einzelnen Flammen müssen gleichmäßig auf der ge-  
samten Breite der Bahn verteilt sein. Zwingend notwendig  
für einen fachgerechten Verbund ist das richtige Dosieren  
der Flamme zwischen Untergrund und Bahn. In dem da-  
durch erreichten Bitumenwulst wird die Bahn eingebet-  
tet und zusätzlich mit einen Druckholz angedrückt (siehe  
DIN 18532-1).  
Schaumglas-Dämmplatten werden allseitig in Heißbitu-  
menklebemasse eingeschwemmt und erhalten einen zu-  
sätzlichen Bitumendeckaufstrich. Hierauf wird für die flä-  
chig aufgeschweißte Polymerbitumen-Schweißbahn mit  
hochliegender Trägereinlage, eine im Mittel 10mm di-  
cke Asphaltmastixschicht eingebaut, die als Pufferschicht  
dient und zugleich als Notabdichtung in der Bauphase  
geeignet ist.  
In Verbindung mit der anschließend im Verbund aufge-  
brachten Gussasphaltlage, welche die 2. Lage der Abdich-  
8
Ausgabe 11-2025  
ABDICHTUNG AUS GUSSASPHALT AUF PARKDECKS, HOFKELLERDECKEN  
UND RAMPEN SOWIE TIEFGARAGEN  
Bei dieser Abdichtungsbauweise können sich die Überlap-  
pungen und Stöße der Polymerbitumen-Schweißbahn an  
der Gussasphaltoberfläche leicht abzeichnen.  
7 ABDICHTUNGSBAUWEISEN  
7.1 ABDICHTUNGSBAUWEISEN OHNE  
DÄMMSCHICHT  
7.1.1 Bauweise 1a – Abdichtungsschicht auf dem  
Konstruktionsbeton unter der Nutzschicht  
Bei der Bauweise 1a befindet sich die Abdichtungsschicht  
direkt auf dem Konstruktionsbeton unterhalb der Nutz-  
schicht.  
1
2
3
Konstruktionsbeton, vorbereitet  
ggf. Aufbeton oder Betonersatz, vorbereitet  
Untergrundbehandlung  
Die Bauweise 1a stellt die Regelbauweise auf befahrenen  
und/oder frei bewitterten Flächen dar. Auf Rampen und  
Spindeln ist sie immer auszuführen, wobei die Nutzschicht  
grundsätzlich aus Gussasphalt bestehen sollte, um einen  
schubfesten Abdichtungsaufbau zu gewährleisten.  
4/5 Abdichtungsschicht aus  
4
5
einer Lage Polymerbitumen-Schweißbahn und  
einer Lage Gussasphalt  
7.2 ABDICHTUNGSBAUWEISEN MIT  
DÄMMSCHICHT  
7.2.1 Bauweise 2a – Abdichtungsschicht auf dem  
Konstruktionsbeton unter der Wärmedämmschicht  
Bei der Bauweise 2a befindet sich die Abdichtungsschicht  
direkt auf dem Konstruktionsbeton unter der Wärme-  
dämmschicht. Darüber befindet sich die Lastverteilungs-  
und die Nutzschicht.  
1
2
3
Konstruktionsbeton, vorbereitet  
ggf. Aufbeton oder Betonersatz, vorbereitet  
Untergrundbehandlung  
4/5 Abdichtungsschicht aus  
4
5
6
einer Lage Polymerbitumen-Schweißbahn und  
einer Lage Gussasphalt  
Nutzschicht aus unterschiedlichen Stoffen  
7.1.2 Bauweise 1b – Abdichtungsschicht auf dem  
Konstruktionsbeton, direkt genutzt  
Die Bauweise 1b ist für nicht frei bewitterte, aber befahre-  
ne Flächen geeignet. (Tiefgaragen, überdachte geschlosse-  
ne Parkdeckebenen). Die Nenndicke der einlagigen Guss-  
asphaltschicht muss mindestens 3,5cm betragen. Die  
Gussasphaltschicht ist mechanisch ausreichend wider-  
standsfähig, so dass eine weitere Schicht nicht erforder-  
lich ist.  
1
2
3
Konstruktionsbeton, vorbereitet  
ggf. Aufbeton oder Betonersatz, vorbereitet  
Untergrundbehandlung  
4/5 Abdichtungsschicht aus  
4
5
6
7
8
9
einer Lage Polymerbitumen-Schweißbahn und  
einer Lage Gussasphalt  
Wärmedämmschicht aus XPS  
Schutzlage, diffusionsoffen  
Lastverteilungsschicht, ggf. zugleich Nutzschicht  
ggf. separate Nutzschicht  
Ausgabe 11-2025  
9
ABDICHTUNG AUS GUSSASPHALT AUF PARKDECKS, HOFKELLERDECKEN  
UND RAMPEN SOWIE TIEFGARAGEN  
Die Bauweise 2a schützt den Konstruktionsbeton direkt  
und dauerhaft. Die Lastverteilungsschicht aus Beton ist  
bei dieser Bauweise nicht oder nur eingeschränkt vor Tau-  
salzen geschützt. Bei dieser Bauweise gibt es zwei Entwäs-  
serungsebenen, die Oberfläche der Nutzschicht und die  
Oberfläche des Gussasphalts. Daher muss auch die untere  
Ebene bereits ein Gefälle aufweisen (außer bei plangemä-  
ßer Anstaubewässerung) und es sind Ablaufsysteme mit  
zwei Entwässerungsebenen zu verwenden.  
7.3 ABDICHTUNGSBAUWEISEN MIT FLÜSSIG-  
KUNSTSTOFF UND GUSSASPHALT  
Im Teil 6 der DIN 18352 werden Abdichtungen aus Flüssig-  
kunststoffen beschrieben, die mit einer Schutz-/Nutz-  
schicht aus Gussasphalt versehen werden. Diese Bauwei-  
sen sind wegen ihrer geringen Aufbauhöhe besonders bei  
Sanierungen geeignet.  
Im Gegensatz zu den Oberflächen-Schutzsystemen stellen  
Flüssigkunststoffabdichtungen mit einer Schicht aus Guss-  
asphalt eine vollwertige und dauerhafte Abdichtung dar.  
Oberflächen-Schutzsysteme können nur einen temporär  
begrenzten Schutz vor Tausalzen gewährleisten und erfor-  
dern einen erheblichen Kontroll- und Wartungsaufwand.  
7.2.2 Bauweise 2b – Abdichtungsschicht auf der Wärme-  
dämmschicht unter der Lastverteilungsschicht  
Bei dieser Bauweise befindet sich die Abdichtungsschicht  
auf der Wärmedämmschicht. Darüber sind die Lastvertei-  
lungsschicht und ggf. eine separate Nutzschicht angeord-  
net.  
7.3.1 Bauweise 1a – Abdichtung mit vliesarmiertem  
Flüssigkunststoff und einer Schutzschicht aus  
Gussasphalt und einer Nutzschicht  
Die Abdichtungsschicht besteht aus einer vollflächig mit  
dem Betonuntergrund verbundenen Lage aus Flüssig-  
kunststoff (FLK) und einer darauf im Verbund angeordne-  
ten Lage aus Gussasphalt mit einer Mindestnenndicke von  
25mm. Darüber ist eine Nutzschicht, in der Regel aus Guss-  
asphalt, angeordnet. (siehe Systemskizze zu Bauweise 1a).  
7.3.2 Bauweise 1b – Abdichtung mit vliesarmiertem  
Flüssigkunststoff und einer Schicht aus Guss-  
asphalt  
Die Abdichtungsschicht besteht aus einer vollflächig mit  
dem Betonuntergrund verbundenen Lage aus Flüssig-  
kunststoff (FLK) und einer darauf im Verbund angeordne-  
ten Lage aus Gussasphalt, die zugleich die Nutzschicht ist.  
Diese wird mit einer Nenndicke von mindestens 30mm  
eingebaut und im Regelfall abgesplittet. (siehe System-  
skizze zu Bauweise 1b).  
1
2
3
4
5
6
Konstruktionsbeton, vorbereitet  
ggf. Aufbeton oder Betonersatz, vorbereitet  
Untergrundbehandlung  
Dampfsperre  
Wärmedämmschicht aus CG oder PUR/PIR  
Ausgleichsschicht (z. B. Asphaltmastix)  
7/8 Abdichtungsschicht aus  
7
8
9
einer Lage Polymerbitumen-Schweißbahn und  
einer Lage Gussasphalt  
Diese Bauweise wird vorwiegend auf nicht frei bewitter-  
ten Flächen eingesetzt.  
Lastverteilungsschicht, ggf. zugleich Nutzschicht  
10 ggf. separate Nutzschicht z. B. aus Gussasphalt  
7.4 ENTWÄSSERUNG  
Bei der Abdichtungsbauweise 2b wird auch die Wärme-  
dämmschicht aus Schaumglas oder PUR/PIR vor Feuchte-  
einwirkung geschützt. Unterhalb der Abdichtungsebene  
können keine Wärmebrücken entstehen. Die notwendige  
Gefälleausbildung kann bei dieser Bauweise in der Dämm-  
schicht ausgebildet werden. Diese Bauweise bietet sich an,  
wenn die Nutzschicht z. B. aus einem Pflasterbelag herge-  
stellt wird oder bei begrünten Flächen, weil die Schicht  
aus Gussasphalt gleichzeitig auch einen Schutz vor Durch-  
wurzelung bietet. Auch hier kann auf eine Gefälleausbil-  
dung auf der Abdichtungsebene verzichtet werden, wenn  
eine Anstaubewässerung vorgesehen ist.  
Die Planung der Entwässerung muss im Zusammenhang  
mit der Planung des Bauwerks erfolgen. Das gilt für ein ggf.  
erforderliches Gefälle in der Abdichtungs- und der Nut-  
zungsebene und die Anordnung von Entwässerungsrinnen  
und Bodenabläufen. Ein erforderliches Gefälle ist durch  
bereits mit Gefälle hergestellte Bauteile, durch eine Ge-  
fälleschicht aus einem Aufbeton oder Betonersatz im voll-  
flächigen Verbund zur Betonuntergrund oder eine Gefälle-  
dämmung herzustellen.  
10 Ausgabe 11-2025  
ABDICHTUNG AUS GUSSASPHALT AUF PARKDECKS, HOFKELLERDECKEN  
UND RAMPEN SOWIE TIEFGARAGEN  
Für eine sichere Entwässerung werden in der Regel Rinnen  
oder Abläufe benötigt. Die Anzahl der Entwässerungsein-  
richtungen ist vom Planer rechnerisch zu ermitteln und  
nachzuweisen.  
K
Die Flächenabdichtung ist ggf. unter Verwendung er-  
gänzender Komponenten über der Fuge durchzufüh-  
ren oder dauerhaft an eine Fugenabdichtungskonst-  
ruktion anzuschließen.  
Abläufe und Rinnen müssen einen Klebe- oder Los-  
Fest-Flansch aufweisen. Die Anschlüsse müssen ausrei-  
chend breit sein, um die Polymer-Bitumenschweißbahn  
sicher anschließen zu können.  
Bewegungsfugen sollten geradlinig und nicht durch Ge-  
bäudeecken oder Aussparungen verlaufen. Schnittwinkel  
mit Kehlen oder Kanten und von Fugen untereinander soll-  
ten möglichst rechtwinklig sein.  
Es ist möglich, im Abdichtungsaufbau eine Verdunstungs-  
rinne aus Gussasphalt herzustellen. Je nach Ausführungs-  
variante, kann dabei auch ein Gefälle hergestellt werden.  
Bei Verdunstungsrinnen sind ggf. Schöpfgruben oder Pum-  
pensümpfe zu planen, die auch größere Wassermengen  
aufnehmen können.  
7.5.2 Randfugen und Arbeitsnähte  
An allen aufgehenden Bauteilen oder an Durchdringungen  
sind Fugen herzustellen. Nach Einbau der Gussasphalt-  
schichten sind diese Fugen zu verfüllen.  
Die Art der Ausführung der Arbeitsnähte hängt auch von  
der Lage der Flächen und der gewählten Bauweise ab. Bei  
frei bewitterten Flächen sind Temperaturwechselbean-  
spruchungen von 20°C im Winter bis +70°C Oberflä-  
chentemperatur im Sommer zu erwarten. Arbeitsnähte  
in einer Nutzschicht auf einer Trennlage auf der Druck-  
verteilungsplatte sind als Vergussfuge auszubilden. Bei  
Verbundbauweisen (Polymerbitumen-Schweißbahn mit  
einer oder zwei Lagen aus Gussasphalt), können die Ar-  
beitsnähte verschweißt oder als Fuge ausgebildet werden.  
7.5 FUGEN  
7.5.1 Bewegungsfugen  
Bewegungsfugen in der Betonkonstruktion müssen die  
planmäßigen Bewegungen der angrenzenden Bauteile  
infolge von Setzungen, Temperaturänderungen und Ein  
-
wirkungen durch Verkehr zwängungsfrei ermöglichen. Die  
hierfür erforderlichen Fugenkonstruktionen müssen un-  
ter diesen Bewegungen dauerhaft dicht sein. Sie müssen  
mit der Abdichtungsschicht wasserdicht verbunden sein.  
Alle Fugen und Arbeitsnähte sind regelmäßig zu kontrol-  
lieren und zu warten.  
Bei Nutzungsklasse N4-V (Tabelle 1) erfolgt die Abdich-  
tung als Sonderkonstruktion (z. B. mit Fahrbahnübergän-  
gen mit einer ETA auf der Grundlage der EAD 120113-  
00-0107 (DIBt) oder der TL/TP FÜ). Bei N1-V bis N3-V sind  
Fugenabdichtungen unter Berücksichtigung folgender  
Prinzipien zu planen und auszuführen. Wird hiervon ab-  
gewichen, sind Sonderkonstruktionen erforderlich.  
7.6 ABDICHTUNGSAN- UND -ABSCHLÜSSE  
7.6.1 Abdichtungsanschlüsse  
Abdichtungsanschlüsse an aufgehenden Gebäudeteilen,  
z. B. an Wänden, Stützen, Türlaibungen, Einbauten und  
Durchdringungen, sind zu planen und, wenn mit Bitumen-  
bahnen vorgesehen, zweilagig auszuführen und zu fixieren.  
Es ist zu empfehlen, Fachfirmen rechtzeitig während der  
Planungsarbeiten zur Beratung heranzuziehen.  
Die Planung der Fugenabdichtung hat nach folgenden  
Grundsätzen zu erfolgen:  
K
Die zu erwartenden Fugenbewegungen sind vom Pla-  
ner zu ermitteln und anzugeben.  
Durchdringungen sind mit Verbindungselementen  
(Los-Festflansch) auszurüsten. Die durchdringenden Ein-  
bauteile müssen so angeordnet werden, dass die Abdich-  
tung von allen Seiten einwandfrei an sie herangeführt und  
über die Verbindungselemente wasserdicht angeschlossen  
werden können.  
K
Bewegungsfugen in der Tragkonstruktion sind an glei-  
cher Stelle in allen Schichten der Fahrbahnkonstruk-  
tion auszubilden.  
K
K
Befahrene Bewegungsfugen sind grundsätzlich mit  
Fugenprofilen herzustellen.  
Bewegliche Durchdringungen sind in der Regel mit Man-  
telrohren auszuführen, die ihrerseits mit geeigneten Ver-  
bindungselementen ausgestattet sein müssen. Flansche  
oder Manschetten müssen so angeordnet werden, dass  
ihre Außenkanten mindestens 150mm von Bauwerks-  
kanten und -kehlen sowie mindestens 500mm von Bau-  
werksfugen entfernt sind. Die Anschlussflächen müssen  
Es sind Stoffe auszuwählen, die bei den auftretenden  
Fugenbewegungen und äußeren Einwirkungen eine  
dauerhafte Abdichtung sicherstellen.  
Ausgabe 11-2025 11  
ABDICHTUNG AUS GUSSASPHALT AUF PARKDECKS, HOFKELLERDECKEN  
UND RAMPEN SOWIE TIEFGARAGEN  
mindestens 100mm breit sein. Diese Bauteile müssen so  
8 AUSFÜHRUNGSBEISPIELE  
eingebaut sein, dass die Abdichtung von allen Seiten an  
(PRINZIPSKIZZEN)  
sie herangeführt und an die Verbindungselemente ange-  
schlossen werden kann. Außenkanten von Los- und Fest-  
8.1 ANSCHLUSS AN AUFGEHENDE BAUTEILE MIT  
FLÜSSIGKUNSTSTOFF  
flanschkonstruktionen müssen mindestens 300mm von  
Bauwerkskanten und -kehlen sowie mindestens 500mm  
von Bauwerksfugen entfernt angeordnet werden. Der Fest-  
flansch ist im Bauwerk zu verankern und so einzubauen,  
dass seine Oberfläche mit der angrenzenden, abzudichten-  
den Bauwerksfläche eine Ebene bildet.  
6
5
4
3
2
1
Alternativ können Anschlüsse auch mit bitumenverträg-  
lichen Flüssigkunststoffsystemen hergestellt werden. Die-  
se müssen gegen die Einbautemperatur von Gussasphalt  
beständig sein. Die Verarbeitungsrichtlinien der Hersteller  
sind zusätzlich zu beachten.  
10 cm  
7.6.2 Abdichtungsabschlüsse  
1
2
Versiegelung mit Epoxidharz  
Bereits bei der Planung ist festzulegen, wie hoch die Ab-  
dichtung an aufgehende Gebäudeteile geführt werden  
muss. Im Regelfall ist die Abdichtung mindestens 15cm  
über Oberkante Belag nach oben zu führen und dort mit  
Klemmschiene oder -profil gegen Abrutschen und Hinter-  
läufigkeit zu sichern. Jede aufgehende Abdichtung muss  
wirksam gegen mechanische Beschädigungen geschützt  
werden.  
Polymerbitumen-Schweißbahn mit hochliegender  
Trägereinlage  
3
4
5
6
Gussasphalt (obere Lage der Abdichtung)  
Randfuge mit Fugenverguss  
Flüssigkunststoff  
ggf. Abdeckblech  
8.2 ANSCHLUSS AN ABLAUF  
Am Randauflager von Betondecken ist bei abgehenden  
Wänden mit Hinterfüllung dieWand mindestens bis 20cm  
unterhalb der Lagerfuge der Decke abzudichten. Diese Ab-  
dichtung ist zu schützen.  
6
5
4
3
2
1
Gitterrost  
An den freien Rändern einer Betondecke sind T-förmige  
Abschlussprofile – der waagerechte Schenkel bündig mit  
der Betondecke – fest verankert einzubauen.  
10 cm  
20 cm  
1
2
3
Klebeflansch (10cm) oder Los-Fest-Flansch  
Versiegelung mit Epoxidharz  
Polymerbitumen-Schweißbahn mit hochliegender  
Trägereinlage  
4
Verstärkungsstreifen aus Polymerbitumen-  
Schweißbahn (20cm)  
5
6
Gussasphalt (obere Lage der Abdichtung)  
Randfuge mit Fugenverguss  
12 Ausgabe 11-2025  
ABDICHTUNG AUS GUSSASPHALT AUF PARKDECKS, HOFKELLERDECKEN  
UND RAMPEN SOWIE TIEFGARAGEN  
8.3 RANDABSCHLUSS MIT WINKELPROFIL  
8.4 ANSCHLUSSDETAIL SCHRAMMBORD  
8
7
11  
6
5
4
10  
13  
3
9
1
12  
~ 1%  
2
1
2
Versiegelung mit Epoxidharz  
Polymerbitumen-Schweißbahn mit hochliegender  
Trägereinlage  
3
4
5
6
7
8
Gussasphalt (obere Lage der Abdichtung)  
Gussasphalt-Nutzschicht  
Absplittung mit Splitt 1/3mm oder 2/5mm  
Klebeflansch  
5
3
6
7
2
1
8
4
Senkkopfschraube  
Randfuge mit Fugenverguss  
1
2
Versiegelung mit Epoxidharz  
Polymerbitumen-Schweißbahn mit hochliegender  
Trägereinlage  
Gussasphalt (obere Lage der Abdichtung)  
Gussasphalt-Nutzschicht  
Hohlkehle oder Dreiecksleiste  
Schrammbord aus Beton  
Telleranker  
Randfuge mit Fugenverguss  
Anschlussversiegelung 10 Wandanschlussprofil  
3
4
5
6
7
8
9
11 Anschlussversiegelung  
12 PE-Randstreifen  
13 2-lagige Bitumen-Schweißbahn als  
Abdichtungsabschluss  
8.5 VERDUNSTUNGSRINNE IM GUSSASPHALT  
1. Lage Gussasphaltestrich  
Gussasphalt-Verdunstungsrinne,  
kein Gefälle in Längsrichtung  
(2. Lage Abdichtung)  
ggf. Nutzschicht aus Gussasphaltestrich  
300  
Oberfläche nach Angabe  
Abdichtung aus Schweißbahn  
(1. Lage)  
Gefälle ≥ 2,5%  
Gefälle ≥ 2,5%  
320  
Versiegelung  
Konstruktionsbeton, vorbereitet  
Ausgabe 11-2025 13  
ABDICHTUNG AUS GUSSASPHALT AUF PARKDECKS, HOFKELLERDECKEN  
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9 MUSTER-LEISTUNGSVERZEICHNISSE  
*
9.1 ABDICHTUNGSBAUWEISEN OHNE DÄMMSCHICHT – BAUWEISEN 1a, 1b SOWIE MIT DÄMMSCHICHT IN  
DER BAUWEISE 2a FÜR NUTZUNGSKLASSEN N1-V BIS N4-V  
Einheits-  
preis  
Gesamt-  
Menge/  
Einheit  
Pos.  
Leistungsbeschreibung  
preis  
1.0  
Untergrund von grober Verschmutzung reinigen  
m²  
m²  
2.0  
Betonoberfläche abtragend vorbereiten Verfahren: ____________________  
____________________________ (vom Bieter anzugeben)  
3.0  
Versiegelung zweilagig aus lösemittelfreiem Epoxidharz nach  
m²  
DIN 18532-1 herstellen.  
1. Lage mind. 400g/m², abgestreut mit feuergetrocknetem Quarzsand  
der Körnung 0,7/1,2mm  
2. Lage mindestens 600g/m², jedoch ohne Abstreuung  
4.0  
Kratzspachtelung als Versiegelung als Zulage zu Pos. 3.0: Unebenheiten/  
Rautiefen von 1,5mm bis 5mm mit Kratzspachtelung aus lösemittelfrei-  
em Epoxidharzmörtel ausgleichen, auf die erste Lage der Versiegelung  
auftragen und mit feuergetrocknetem Quarzsand abstreuen. Dicke der  
Kratzspachtelung max. 5mm, nicht gebundenes Abstreumaterial abfegen  
und entsorgen.  
kg  
In einem 2. Arbeitsgang wird auf diese Reaktionsharz in einer Menge von  
mindestens 600g/m², jedoch ohne Abstreuung, aufgebracht.  
Abrechnung nach Verbrauch in kg.  
5.0  
5.1  
5.2  
1. Lage der Abdichtungsschicht  
m²  
m²  
m
Abdichtungsschicht aus Polymerbitumen-Schweißbahn mit hochliegender  
Trägereinlage nach DIN EN 14695 gemäß DIN 18532-2, aufschweißen.  
2. Lage der Abdichtungsschicht aus Gussasphalt*  
Abdichtungsschicht aus Gussasphalt nach DIN 18532-2 einbauen.  
Einbaudicke ______cm.  
Fugen an Anschlüssen, Abschlüssen und Durchdringungen in der Guss-  
asphaltschicht aus Pos. 5.1 aussparen und mit geeigneten Fugenmasse  
füllen  
Art der Vergussmasse: ____________________________________  
Fabrikat: _________________________________________________  
(vom Bieter anzugeben)  
14 Ausgabe 11-2025  
ABDICHTUNG AUS GUSSASPHALT AUF PARKDECKS, HOFKELLERDECKEN  
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Einheits-  
preis  
Gesamt-  
preis  
Menge/  
Einheit  
Pos.  
Leistungsbeschreibung  
6.0  
Nutzschicht aus Gussasphalt, Einbaudicke ______cm.  
m²  
m²  
6.1  
Bitumenumhüllte Gesteinskörnung der Kornklasse 1/3mm oder 2/5mm  
auf die Oberfläche der Pos. 6.0 aufbringen  
6.2  
Alternativ: wie Pos. 6.1, jedoch mit farblosem Bindemittel  
m²  
m²  
6.3  
Alternativ auf nicht freibewitterten Flächen:  
Abreiben mit feuergetrocknetem Quarzsand.  
6.4  
Nicht gebundenes Abstreumaterial aufnehmen und entsorgen  
m²  
m
6.5  
Fugen an Anschlüssen, Abschlüssen und Durchdringungen in der  
Gussasphaltschicht aus Pos. 6.0 aussparen und mit geeigneten  
Fugenmasse füllen  
Art der Vergussmasse: ____________________________________  
Fabrikat: _________________________________________________  
(vom Bieter anzugeben)  
7.0  
Ausgleich und Gefälleverbesserung mit Gussasphalt, Abrechnung nach  
Wiegescheinen  
t
* Bei der Bauweise 1b – mit einer Lage Gussasphalt ohne zusätzliche Nutzschicht – ist zu beachten, dass die Lage aus Guss-  
asphalt gem. Pos. 5.1 mit einer Schichtdicke von 3,5cm auszuführen ist. Diese Bauweise ist nur für Tiefgaragen und ande-  
re, nicht frei bewitterten Flächen, geeignet. Die Schicht aus Gussasphalt ist gem. 6.1 oder 6.2 abzusplitten oder gem. 6.3  
mit Sand abzureiben.  
Ausgabe 11-2025 15  
ABDICHTUNG AUS GUSSASPHALT AUF PARKDECKS, HOFKELLERDECKEN  
UND RAMPEN SOWIE TIEFGARAGEN  
9.2 ABDICHTUNGSBAUWEISEN MIT DÄMMSCHICHT – BAUWEISE 2b FÜR NUTZUNGSKLASSEN N2-V UND N3-V  
Einheits-  
preis  
Gesamt-  
preis  
Menge/  
Einheit  
Pos.  
Leistungsbeschreibung  
1.0  
Untergrund von grober Verschmutzung reinigen  
m²  
m²  
2.0  
Grundierung aus lösemittelfreiem Epoxidharz nach  
DIN 18532-1 bis zur Sättigung durch Fluten und  
Verteilen mittels Lammfellrolle herstellen. Verbrauch 300 bis 500g/m².  
Die noch frische Grundierung mit feuergetrocknetem Quarzsand der  
Körnung 0,2/0,7mm einstreuen; Verbrauch 500 bis 800g/m², nicht ein-  
gebundenes Abstreumaterial abfegen und entsorgen  
2.1  
Alternativ:  
m²  
m²  
Haftbrücke, z. B. Bitumenvoranstrich nach DIN 18532-1 flächendeckend  
auf Betonuntergrund aufbringen, Verbrauch 200 bis 300g/m²  
3.0  
Dampfsperre aus Bitumenbahnen mit 8 bis 10cm Überlappung an  
Nähten und Stößen flächig aufkleben  
Fabrikat ___________________________________________________  
(vom Bieter anzugeben)  
3.1  
Alternativ:  
m²  
m²  
Dampfsperre aus Asphaltmastix i. M. 10mm dick, liefern und aufbringen  
4.0  
Wärmedämmschicht aus Schaumglas, hoch druckbelastbar und tempe-  
raturbeständig nach DIN EN 13167 liefern und allseitig in Heißbitumen-  
klebemasse eingeschwemmt, vollflächig pressgestoßen verlegen  
Dicke der Platten _____________________________________mm*  
Fabrikat ___________________________________________________  
(vom Bieter anzugeben)  
4.1  
Alternativ:  
Wärmedämmschicht wie Pos. 4.0 oder jedoch zur Herstellung von Gefälle  
_______%*  
4.2  
Bitumendeckaufstrich ca. 1,5kg/m² auf Dämmschicht nach DIN EN 13167  
der Pos. 4.0 aufbringen  
4.3  
Asphaltmastix, i. M. 10mm dick, liefern und auf Dämmschicht der  
Pos. 4.0 einbauen  
16 Ausgabe 11-2025  
ABDICHTUNG AUS GUSSASPHALT AUF PARKDECKS, HOFKELLERDECKEN  
UND RAMPEN SOWIE TIEFGARAGEN  
Einheits-  
preis  
Gesamt-  
preis  
Menge/  
Einheit  
Pos.  
Leistungsbeschreibung  
5.0  
1. Lage der Abdichtungsschicht  
Abdichtungsschicht aus Polymerbitumen-Schweißbahn mit hochliegender  
Trägereinlage nach DIN EN 14695 gemäß DIN 18532-2, aufschweißen.  
6.0  
2. Lage der Abdichtungsschicht  
Abdichtungsschicht aus Gussasphalt nach DIN 18532-2, einbauen.  
Einbaudicke _______cm.  
7.0  
Fugen an Anschlüssen, Abschlüssen und Durchdringungen in der Guss-  
asphaltschicht aus Pos. 6.0 aussparen und mit geeigneten Fugenmasse  
füllen  
Art der Vergussmasse: ______________________________________  
Fabrikat ___________________________________________________  
(vom Bieter anzugeben)  
8.0  
Druckverteilungsplatte aus Beton herstellen  
Dicke: ________________________________cm*  
Betonfestigkeitsklasse: ___________________________________*  
Bewehrung: _____________________________________________*  
Feldgröße: _______________________ × ____________________m*.  
Die Felder sind zu verdübeln, Fugen mit Dämmstoffstreifen abstellen  
9.0  
10.0  
10.1  
Fugen in Druckverteilungsplatte an aufgehenden Bauteilen und Durch-  
dringungen mit Dämmstoffstreifen, d: ________cm* abstellen  
Nutzschicht aus Gussasphalt d = 3,5cm auf Trennlage aus Rohglasvlies  
verlegen**  
Fugen an Anschlüssen, Abschlüssen und Durchdringungen in der Guss-  
asphaltschicht aus Pos. 10.0 aussparen und mit geeigneten Fugenmasse  
füllen  
Art der Vergussmasse: ______________________________________  
Fabrikat ___________________________________________________  
(vom Bieter anzugeben)  
* Ist vom Ausschreibenden anzugeben  
** Gussasphaltnutzschichten auf Trennlage sind nur bei kleineren Flächen und ausschließlich bei PKW-Verkehr auszu-  
führen.  
Ausgabe 11-2025 17  
ABDICHTUNG AUS GUSSASPHALT AUF PARKDECKS, HOFKELLERDECKEN  
UND RAMPEN SOWIE TIEFGARAGEN  
9.3 ABSCHLÜSSE, ANSCHLÜSSE UND ABDICHTUNGEN ÜBER BAUWERKSFUGEN  
Einheits-  
preis  
Gesamt-  
preis  
Menge/  
Pos.  
Leistungsbeschreibung  
Einheit  
1.0  
Abdichtungsabschluss zweilagig an aufgehenden Bauteilen (Wände) ein-  
schließlich Voranstrich herstellen  
Höhe der Aufkantung: _________________________________cm*  
Einbindetiefe in die Fläche: _____________________________cm*  
1. Lage aus: _______________________________________________  
(vom Bieter anzugeben)  
2. Lage aus: _______________________________________________  
(vom Bieter anzugeben, bei begrünten Flächen durchwurzelungsfest)  
2.0  
Abdichtungsabschluss zweilagig an aufgehenden Bauteilen (Stützen) ein-  
schließlich Voranstrich herstellen  
Höhe der Aufkantung _________________________________cm*  
Einbindetiefe in die Fläche: _____________________________cm*  
Abmessungen: _________________________________________cm*  
1. Lage aus: _______________________________________________  
(vom Bieter anzugeben)  
2. Lage aus: _______________________________________________  
(vom Bieter anzugeben, bei begrünten Flächen durchwurzelungsfest)  
3.0  
Alternativposition  
m
Abdichtungsanschluss der Pos. 1 und/oder 2 mit bitumenverträglichem  
Flüssigkunststoff-Abdichtungssystem nach Herstellerangaben herstellen  
Flüssigkunststoffsystem: ____________________________________  
(vom Bieter anzugeben)  
4.0  
Abdichtungsanschluss zweilagig an Flanschkonstruktionen von  
Durchdringungen und Abläufen herstellen  
Durchdringung/Ablauf NW: ________________________________*  
4.1  
Alternativposition  
Abdichtungsanschluss der Pos. 4 mit bitumenverträglichem Flüssigkunst-  
stoff-Abdichtungssystem nach Herstellerangaben herstellen  
Flüssigkunststoffsystem: ____________________________________  
(vom Bieter anzugeben)  
5.0  
Abschluss der hochgeführten Abdichtung der Pos. 1 und 2 mit Klemm-  
schiene 50 × 5mm, L2,50m einschließlich Versiegelung herstellen  
Klemmschiene im Abstand200mm andübeln, mit Edelstahl-Sechskant-  
schrauben M8 befestigen  
5.1  
Zulage zu Position 5.0 für Rundungen, r = _______________cm*  
5.2  
Zulage zu Position 5.0 für Eckwinkel  
18 Ausgabe 11-2025  
ABDICHTUNG AUS GUSSASPHALT AUF PARKDECKS, HOFKELLERDECKEN  
UND RAMPEN SOWIE TIEFGARAGEN  
Einheits-  
preis  
Gesamt-  
preis  
Menge/  
Einheit  
Pos.  
Leistungsbeschreibung  
6.0  
Abschluss wie Position 5, jedoch einschließlich Schutz der senkrechten  
Abdichtung herstellen  
Höhe des Schutzprofils: ________________________________cm*  
Zulage zu Position 6.0 für Rundungen, r = _______________cm*  
Zulage zu Position 5.0 für Eckwinkel  
6.1  
6.2  
7.0  
Alternativ zu den Positionen 5.0 und 6.0 Abdichtung mit Anpress- und  
Schutzprofil einschließlich Versiegelung herstellen Höhe des Profils:  
_______________________________________cm*  
7.1  
7.2  
8.0  
Zulage zu Position 7.0 für Rundungen, r = _______________cm*  
Zulage zu Position 7.0 für Eckwinkel  
Abdichtungsabschluss wie Position 1.0, jedoch beweglich, einschließlich  
Abschluss nach Position 5.0 mit Überhangblech und  
Versiegelung herstellen  
Stahlwinkel: _______________/_______________/______________ *  
Höhe der Aufkantung: _________________________________cm*  
Einbindetiefe in der Fläche: _____________________________cm*  
1. Lage aus: ________________________________________________  
(vom Bieter anzugeben)  
2. Lage aus: ________________________________________________  
(vom Bieter anzugeben, bei begrünten Flächen durchwurzelungsfest)  
8.1  
8.2  
9.0  
Zulage zu Position 8.0 für Rundungen, r = _______________cm*  
Zulage zu Position 8.0 für Eckwinkel  
Metallfugenprofil über befahrbaren Bewegungsfugen, Fugentyp II, nach  
Herstellerangaben einbauen und an die Dichtungsschicht der Fläche an-  
schließen  
Fugenbewegungen horizontal: _________________________cm*  
Fugenbewegungen vertikal: ____________________________cm*  
Fabrikat: __________________________________________________  
(vom Bieter anzugeben)  
Typ: ______________________________________________________  
(vom Bieter anzugeben)  
9.1  
9.2  
9.3  
Zulage zu Position 9.0 für Eckausbildungen  
Zulage zu Position 9.0 für Aufkantungen  
Zulage zu Position 9.0 für Fugenkreuzungen  
* Ist vom Ausschreibenden anzugeben  
Ausgabe 11-2025 19  
ABDICHTUNG AUS GUSSASPHALT AUF PARKDECKS, HOFKELLERDECKEN  
UND RAMPEN SOWIE TIEFGARAGEN  
Abdichtungen von befahrenen Verkehrsflächen aus Beton – Parkhäuser, Tiefgaragen, Hofkeller-  
decken, Rampen sowie Straßenbrücken, Fußgänger- und Radwegbrücken  
0
1
2
Abdichtung von Flächen ohne Wärmedämmung  
1 Ausführungs-  
ATV DIN 18354, DIN 18532, DIN EN 13813, DIN EN 13108-6, DIN EN 12970  
grundlagen  
2 Bauweisen  
Bauweise 1a – Abdichtungsschicht auf dem  
Bauweise 1b – Abdichtungsschicht auf dem  
Konstruktionsbeton unter der Nutzschicht  
Konstruktionsbeton, direkt genutzt  
Diese Bauweise ist für nicht frei bewitterte,  
aber befahrene Flächen geeignet  
(Tiefgaragen, überdachte geschlossene  
Parkdeckebenen)  
3 Anforderungen  
an die Oberfläche  
des Konstruktions-  
betons  
DIN 18299, DIN 1045, DIN 18354, DIN 18532  
Alter des Betons mindestens 21 Tage; Ebenheitstoleranz: nach DIN 18202, Tabelle 3, Zeile 2;  
Rautiefe1,5mm, Abreißfestigkeit:1,5N/mm², kleinster Einzelwert 1,0N/mm²,  
4 Aufbau  
1
2
3
Konstruktionsbeton, vorbereitet  
ggf. Aufbeton/Betonersatz, vorbereitet  
Untergrundbehandlung (Versiegelung oder  
Kratzspachtelung aus lösemittelfreiem  
Epoxidharzsystem)  
1
2
3
Konstruktionsbeton, vorbereitet  
ggf. Aufbeton/Betonersatz, vorbereitet  
Untergrundbehandlung (Versiegelung  
oder Kratzspachtelung aus lösemittel-  
freiem Epoxidharzsystem)  
4/5 Abdichtungsschicht aus  
4/5 Abdichtungsschicht aus  
4
5
6
einer Lage Polymerbitumen-Schweißbahn  
4
einer Lage Polymerbitumen-Schweißbahn  
mit hochliegender Trägereinlage  
mit hochliegender Trägereinlage  
einer Lage Gussasphalt d25mm,  
5
einer Lage Gussasphalt d35mm,  
Härteklasse AS IC 40, Oberfläche mit  
Sand abgerieben  
Härteklasse AS IC 40  
Nutzschicht, z. B. aus Gussasphalt d30mm,  
Härteklasse AS IC 40, Oberfläche mit Splitt  
abgestreut oder bei nicht frei bewitterten  
Flächen mit Sand abgerieben  
5 Fugen  
Über befahrenen Bauwerksfugen (Fugentyp II) sind vorgefertigte, wasserdichte Fugenprofile vor-  
zusehen. Randfugen und Anschlussfugen sind als Vergussfuge auszuführen und mit geeigneten  
dauerelastischen Fugenmassen zu verfüllen.  
6 Durchdringungen,  
Übergänge,  
Anschlüsse an Einbauteile und Durchdringungen sind nach DIN 18532-1, Abschnitte 8.4.9.1 bis  
8.4.9.4 herzustellen. Abschlüsse an aufgehenden Bauteilen sind in der Regel 15cm über Oberkante  
Deckschicht zu führen und mit Klemmschiene oder Anpressprofil zu sichern, an abgehenden Bau-  
teilen bis 20cm unterhalb der Fuge Wand/Deckenplatte.  
Anschlüsse  
20 Ausgabe 11-2025  
ABDICHTUNG AUS GUSSASPHALT AUF PARKDECKS, HOFKELLERDECKEN  
UND RAMPEN SOWIE TIEFGARAGEN  
3
4
Abdichtung von Flächen mit Wärmedämmung  
Bauweise 2a – Abdichtungsschicht auf dem  
Bauweise 2b – Abdichtungsschicht auf der Wärme-  
Konstruktionsbeton unter der Wärmedämmschicht  
dämmschicht unter der Lastverteilungsplatte  
Ausnahme:Tiefgarage oder Parkgeschoss mit  
Gefälleausbildung mit Leichtbeton Gefälle der  
Betondecke i. d.R.2,5%  
DIN 18299, DIN 1045, DIN 18354, DIN 18532  
Gefälle im Konstruktionsbeton nicht zwingend er-  
forderlich, Keine Anforderung an Haftzugsfestigkeit  
1
2
3
Konstruktionsbeton, vorbereitet  
ggf. Aufbeton/Betonersatz, vorbereitet  
Untergrundbehandlung (Versiegelung oder  
Kratzspachtelung aus lösemittelfreiem  
Epoxidharzsystem  
1
2
3
Konstruktionsbeton, vorbereitet  
ggf. Aufbeton/Betonersatz, vorbereitet  
Untergrundbehandlung, z. B. Bitumen-  
voranstrich  
4
5
6
Dampfsperre (Bitumenbahn oder Asphalt-  
mastix  
4/5 Abdichtungsschicht aus  
4
einer Lage Polymerbitumen-Schweißbahn mit  
Wärmedämmschicht nach DIN EN 13167  
hochliegender Trägereinlage  
oder DIN EN 13169  
5
einer Lage Gussasphalt d25mm,  
Ausgleichsschicht (z. B. Asphaltmastix)  
Härteklasse AS IC 40  
7/8 Abdichtungsschicht aus  
6
7
8
Wärmedämmschicht nach DIN EN 13167  
Schutzlage, diffussionsoffen  
7
8
9
einer Lage Polymerbitumen-Schweißbahn mit  
hochliegender Trägereinlage  
Lastverteilungsschicht aus Beton  
einer Lage Gussasphalt d25mm,  
gem. DIN 1045, ggf. zugleich Nutzschicht  
Härteklasse AS IC 40  
9
ggf. separate Nutzschicht, z. B. aus Gussasphalt  
d≥30mm, Härteklasse AS IC 40, Oberfläche mit  
Splitt abgestreut  
Lastverteilungsschicht aus Beton  
gem. DIN 1045, ggf. zugleich Nutzschicht  
10 ggf. separate Nutzschicht  
Fugen sind Wartungsbauteile und erfordern eine regelmäßige Kontrolle und Wartung.  
An- und Abschlüsse können auch mit geeigneten Flüssigkunststoffsystemen ausgeführt werden.  
Ausgabe 11-2025 21  
Beratungsstelle für Gussasphaltanwendung e.V.  
Rheinweg 24 · 53113 Bonn  
Tel.: 0228 239899  
Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.  
Bundesfachabteilung Gussasphalt  
Kurfürstenstraße 129 · 10785 Berlin  
Tel.: 030 21286-263 · Fax: 030 21286-297